Auch mit Spenden aus Deutschland entsteht ein geistliches Zentrum in den Philippinen

Der Rohbau für ein geistliches Bildungs- und Tagungshaus in den Philippinen ist fertig gestellt. Begonnen haben die Bauarbeiten dafür am Herz-Jesu-Fest 2020 mit der Segnung des Bauplatzes durch Bischof Ronaldo von Pagadian. Mehr als die Hälfte der Baukosten in Höhe von 550.000 Euro, nämlich 300.000 Euro, wurden durch Spenden der deutschen Missionsprokura der Herz-Jesu-Priester aufgebracht.

Der Rohbau des geistlichen Zentrums

Das spirituelle Zentrum ist ein weiterer Baustein, damit die Herz-Jesu-Priester in den Philippinen dem Auftrag ihres Ordensgründers Pater Leo Dehon folgen können: „Geht zu den Menschen!“

Ein solches Haus wird dort dringend benötigt. Die Katholiken auf Mindanao sind im Durchschnitt sehr jung, zahlenmäßig groß und dazu sehr lebendig. In dem neuen Gebäude ist es möglich, die Menschen in ihren Fragen und Nöten geistlich zu begleiten, es werden darüber hinaus katechetische Angebote gemacht sowie Exerzitien oder Tagungen durchgeführt.

Ursprünglich war mit der Fertigstellung innerhalb von zwei Jahren gerechnet worden. Die Einweihung sollte am Herz-Jesu-Fest 2022 stattfinden. Corona, Regenzeit und ein Taifun haben jedoch zu Verzögerungen geführt.

Seit 32 Jahren präsent

Das ändert nichts daran, dass man das Engagement der Herz-Jesu-Priester in den Philippinen mit Recht als eine Erfolgsgeschichte bezeichnen kann. Seit 32 Jahren sind sie hier tätig und seither stetig in der Zahl und ihren Angeboten für die Menschen gewachsen. Aus acht Missionaren, denen drei Pfarreien auf der Insel Mindanao anvertraut wurden, sind inzwischen mehr als 30 Priester, Diakone, ein Bruder und mehrere Theologiestudenten geworden, die in elf Kommunitäten leben und acht Pfarreien sowie drei Ausbildungshäuser betreuen.

Bei den pastoralen Angeboten aus den Anfängen ist es nicht geblieben. Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Sozialprojekt „Kasanagh Daughters Foundation“, eine Zufluchtsstätte für körperlich und sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen. Seit vielen Jahren unterstützt die Missionsprokura in Deutschland dieses Zuhause, das auch die Möglichkeit zu Schulbesuch, Ausbildung oder Studium bietet, durch die Zahlung der Kosten für Therapeuten und Sozialarbeiterinnen.

„Ein lange gehegter Wunsch“

Das geistliche Zentrum war „ein lange gehegter Wunsch“, sagt Pater Lukas Hadi Siswo Sasmito SCJ, der Regionalobere der Philippinen – neben der pastoralen und der sozialen Arbeit. Es entsteht in Nachbarschaft zum Noviziatshaus in Lower Lucoban auf Mindanao.

Dass philippinische Spender und Freunde der Ordensgemeinschaft rund 250.000 Euro sowie viele Sachmittel für die Errichtung gespendet haben, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass auch sie von der Wichtigkeit dieses spirituellen Zentrums überzeugt sind.

Nach dem Rohbau werden auch Mittel für die Ausstattung und den Betrieb des geistlichen Zentrums benötigt. Für eine Spende nutzen Sie gerne das Konto der Missionsprokura der Herz-Jesu-Priester, IBAN DE05 4006 0265 0000 1230 00, BIC GENODEM1DKM bei der DKM Münster eG, Verwendungszweck: „Geistliches Zentrum Philippinen“.

 

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