„Durch Christus, mit Christus und in Christus“

Eindrücke von Pater Markus Mönch SCJ von der Priesterweihe von Maximiliano Candido in Lavras, Brasilien.

Was erwartet einen, wenn man einen Mitbruder in einem Land besucht, das über 12.000 Kilometer von zuhause weg ist? Vieles, was vertraut ist, aber auch vieles, das ganz anders ist. Das beginnt schon beim Wetter: Wir sind am Ende des Brasilianischen Winters am Flughafen von Sao Paulo angekommen bei 34 Grad im Schatten und sind sofort nach Lavras gefahren. Dort hat unser Orden ein Haus für Schüler, die ihre Oberstufe in einem klösterlichen Umfeld absolvieren möchten.

Wir sind eine deutsche Delegation mit drei Freiburgerinnen, zwei Berlinern und zwei Mitbrüdern, die sich auf den Weg nach Brasilien gemacht haben, um an der Priesterweihe von Maximilian Candido und Paulo Cesar Henrique teilzunehmen.

In Lavras wurden wir von den Mitbrüdern und den Schülern mit offenen Armen empfangen. An den drei Tagen vor der Weihe besuchten wir einige Sehenswürdigkeiten der Umgebung und nahmen am Abend an einem geistlichen Vorbereitungsprogramm zur Priesterweihe teil.

An drei Abenden in drei unterschiedlichen Kirchen in Nepomuceno, dem Heimatort von Maximilian, haben wir einen ersten Eindruck bekommen, wie Kirche in Brasilien „tickt“. Am ersten Abend standen wir vor einer dunklen Kirche und mussten uns dann auf die Suche nach dem richtigen Ort machen. 15 Minuten nach der Zeit kamen wir schließlich an - und dann ging der Gottesdienst los. Am zweiten Abend waren wir pünktlich vor Ort und konnten zeitig beginnen. Eine großartige musikalische Begleitung und ein kleiner Hund, der uns im Altarbereich besuchte, machten den Gottesdienst zu etwas Besonderem. Am dritten Abend war alles schon viel alltäglicher und dennoch wieder besonders. In einer eher ärmlichen Gegen von Nepomuceno, in der Nähe von Lavras (ca. 30 Minuten über die Autobahn), feierten wir mit einer sehr lebendigen Gemeinde einen Gottesdienst. Der Funke sprang sehr schnell auf uns über, sodass es ein wunderschöner Abschluss dieses Vorbereitungsprogramms war.

Am Samstag fand die Weihe um 18 Uhr am Abend in Lavras statt. Viele Mitbrüder aus der BSP-Provinz waren gekommen, um bei der Weihe dabei zu sein. Auch hier gab es ein Musikprogramm, das nicht hätte besser sein können. Der Bischof der dortigen Diözese feierte einen sehr emotionalen Gottesdienst, bei dem nicht nur bei Maximilian viele Tränen geflossen sind. 
Nach etwa drei Stunden war alles geschafft und wir fuhren in eine große Festhalle, wo es ein großes Abendessen gab. Dort fanden etwa 300 Menschen Platz. Das Essen kam aus unserem Seminar und wurde von Jugendlichen aus unserer Pfarrei in Lavras verteilt.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns am nächsten Morgen in der Pfarrkirche von Nepomuceno wieder, um gemeinsam die Primiz zu feiern. Ein großes Aufgebot von Presse, einem Fernsehsender, der die Primiz live im Internet übertrug, und vielen Gästen, Freunden und Pfarreiangehörigen hatte sich zusammengefunden, um dieses Ereignis zu feiern. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten wir einen sehr wunderschönen und lebendigen Gottesdienst.

In einer kleineren Halle der Pfarrei haben wir anschließend die Reste des Vorabends gemeinsam aufgegessen, bevor wir dann nach Lavras zurückgefahren sind. 

Text, Foto ©: Markus Mönch SCJ
 

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