Erstellt von Regina Schwarz | | SCJ-Nachrichten

Ein Sprung ins kalte Wasser

Pater Marcio Auth SCJ ist seit einem halben Jahr Rektor im Ausbildungshaus in Freiburg und berichtet über seine Erfahrungen.

Ein halbes Jahr ist nun vergangen, seit Pater Auth von Handrup nach Freiburg gezogen ist. Die Umzugskisten sind inzwischen ausgepackt, und der Ordensmann ist angekommen – in Freiburg und in seiner neuen Aufgabe als Rektor des Ausbildungshauses. Er erzählt, wie es ihm das vergangene halbe Jahr ergangen ist.

Rückkehr und Neuanfang

Ganz fremd ist ihm Freiburg und die Ordensniederlassung dort nicht: „Ich habe selbst hier studiert, dass ich zehn Jahre später zurückkommen würde, hätte ich mir nie erträumt – erst recht nicht, dass ich hier einmal Rektor sein würde“, sagt Pater Auth. Ganz einfach war der Start nicht, ohne große Vorbereitung war es eher ein Sprung ins kalte Wasser. „Pater Levi war, als ich nach Freiburg kam, schon nicht mehr da. Er war bereits in Rom, aber wir haben öfter miteinander telefoniert“, berichtet der Dehonianer. „Es ist schließlich eine große Verantwortung, die ich als Rektor im Ausbildungshaus trage. Es geht um junge Leute, die Herz-Jesu-Priester werden wollen. Es geht um deren Ausbildung und sie verdienen die beste Ausbildung, die sie bekommen können“, fügt der Ordensmann hinzu.

Wie sich der Alltag verändert hat

Bis vor einem halben Jahr hat sich Pater Auth in dem kleinen und überschaubaren Ort Handrup mit seinen Kolleginnen und Kollegen am Leoninum, dem Gymnasium der Herz-Jesu-Priester, um die Ausbildung der knapp 1200 Schülerinnen und Schüler gesorgt. Nun lebt er in der Großstadt Freiburg. Sein Alltag ist nun ruhiger: „Handrup war anders, es war viel zu tun, nicht nur was den Schulalltag anging. Auch die großen Baumaßnahmen an der Schule gehörten fast vier Jahre zum Alltag dazu“, erklärt er. Das Gymnasium in Handrup wurde in den letzten Jahren aufwändig und liebevoll saniert. „Handrup ist ein winziges Dorf. Waren die Schülerinnen und Schüler nicht da, weil gerade Ferien waren, war es sehr, sehr ruhig. Mit den Schülerinnen und Schülern aber war Handrup ein Ort voller Leben“. Nun gebe es andere Herausforderungen. Das Haus in Freiburg ist ein internationales Ausbildungshaus mit Studenten, die völlig verschiedene kulturelle Hintergründe mitbringen. Das sei nicht immer einfach, aber dafür spannend und bereichernd. „Natürlich vermisse ich die Schülerinnen und Schüler und auch das Lehrerkolleg“, gibt der Ordensmann zu, „aber ich freue mich auch sehr über meine neue Aufgabe. Das Zusammenleben mit den Studenten ist sehr viel intensiver, da es natürlich eine sehr viel kleinere Gruppe ist“.

Ausblick

Doch nicht nur die Studenten erfüllen das Ausbildungshaus in Freiburg mit Leben: „Neben den fünf Studenten, die momentan hier zu Herz-Jesu-Priestern ausgebildet werden, erwarten wir mehrere Sprachstudenten, die den Sommer über hier sein werden, um die deutsche Sprache zu erlernen. Und 29 Herz-Jesu-Priester werden am 13. Juni in unserem Haus Station machen. Es sind Ausbilder aus aller Welt, die sich auf der sogenannten Quellenfahrt von Brüssel nach Rom befinden und einige wichtige Lebensstationen unseres Gründers, Pater Dehon, besuchen“, berichtet Pater Auth. „Ich bin sehr dankbar für das große Vertrauen, das die Gemeinschaft in mich setzt. Und dafür, sowohl von Pater Rotasperti, als auch von Pater Lau großartig unterstützt zu werden“, sagt der neue Rektor des Ausbildungshauses.

 

 

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