Eine neue internationale Kommunität in den Niederlanden

In den Niederlanden hat sich eine neue internationale Kommunität der Dehonianer gegründet. Sie besteht aus den Patres Petrus Subowo (Indonesien), Michal Tabak (Polen) und Jesús Manuel Baena Valbuena (Brasilien). Gemeinsam mit Pater Wim Halters SCJ waren sie eingeladen, an der Provinzversammlung teilzunehmen. Dabei stellten sie sich vor.

Sie bilden die neue internationale Kommunität in den Niederlanden (von links): die Patres Petrus Subowo SCJ (Indonesien), Michal Tabak SCJ (Polen) und Jesús Manuel Baena Valbuena SCJ (Brasilien).

P. Jesús Baena hatte einen Vortrag vorbereitet. Hier die deutsche Übersetzung:

„Die Gründung in den Niederlanden als internationale Gemeinschaft ist seit vielen Jahren Idee und Wunsch mehrerer Generalverwaltungen gewesen. Sie ist also nichts Neues, aber sie wird erst jetzt wahr. Denn es war eine harte Zeit, besonders aufgrund der Covid-19-Pandemie, bis wir schließlich in Nimwegen ankamen: eine Zeit der Unsicherheit und Trostlosigkeit, aber auch eine Zeit der Hoffnung und Vorbereitung. Jetzt endlich haben wir begonnen.

Wir dachten, wir würden zu dritt beginnen. Aber Probleme mit dem Visum verzögerten die Ankunft von Petrus Subowo um fast drei Monate. In der Zwischenzeit, während des Sommers, hatten wir Zeit, ein leeres Haus einzurichten, Behördengänge zu erledigen, zu lernen, wie man auf Niederländisch liest und in Gemeinschaft Eucharistie feiert. Wir haben unsere scj-Mitbrüder besucht, die in zwei Altenheimen leben. Bei all dem stand uns P. Wim Halters zur Seite, dem wir für seine unschätzbare Hilfe zutiefst dankbar sind.

Ich erinnere mich, als Carlos Luis, unser Generaloberer, uns besuchte. Er betonte die Nummern 26 und 27 unserer Lebensregel. Wir sprachen viel darüber, wie wir "ein Leben der Vereinigung und Hingabe Christi" hier und jetzt in den Niederlanden realisieren können.

Es wird sicher nicht einfach sein. Es wird Zeiten der Einsamkeit, Leere und Konfrontation geben. Aber wir sind bereit, überrascht zu werden, bereit, zum Evangelium zurückzukehren und zu fragen, wie Christus mit dieser Situation umgehen würde. Denn wir sind hier, um den Geist Christi fortzusetzen.

Vor allem aber sind wir zutiefst dankbar für dieses Geschenk, diese Möglichkeit, etwas Neues zu tun und zu erleben. Wir sind uns des Geschenks bewusst, das uns gegeben wurde, um unser Ordensleben zu erneuern. Wir sind uns bewusst, dass ein Traum wahr wird. Wir träumen von einem Ordensleben im Jahr 2021, und von einer besonderen Art, in der Kommunität zu leben.

Wir wissen, dass wir bereit sein sollten, das Unerwartete zu erwarten und unsere Pläne zu ändern, wenn es notwendig ist. Denn es entsteht etwas Neues. Wir müssen gut überlegen, wie wir auf Menschen zugehen; was können wir machen, und auf was sollten wir verzichten? Wir werden versuchen, kreativ zu sein, um mit den Menschen hier in Dialog zu treten. Wir wollen uns um die Jugend kümmern, unsere scj-Brüder begleiten und für das Unmögliche beten. Aber das Wichtigste ist, dass wir versuchen werden, eine gesunde und brüderliche Atmosphäre in der Gemeinschaft zu erhalten.

Haben wir eine Art "Aktionsplan"?

Nein, eigentlich nicht, zumindest nicht im engeren Sinne. Das mag etwas seltsam klingen. Die Leute fragen uns ständig: Was wirst du tun, was sind deine Ziele? Es mag ungewohnt und anstrengend klingen, keine schriftlich formulierte Antwort zu haben. Aber wir denken: Wir schreiben die Zukunft selbst.

Natürlich müssen wir ein Ziel haben. Aber was passieren wird, wissen wir nicht. Ich weiß nur, dass wir zunächst Niederländisch lernen müssen, dass wir so viel Zeit wie möglich in der Gemeinschaft verbringen wollen und dass wir offen für die Zusammenarbeit in den Kirchen von Nimwegen und darüber hinaus offen für Vorschläge des Bischofs sind. Er weiß, dass wir hier sind. Wir haben bereits einen Termin mit ihm vereinbart, um uns vorzustellen. Vielleicht wird der Bischof sagen: Ihr macht einen guten Job, aber wir brauchen euch mehr an diesem oder an diesem Ort.

Wir kamen mit einer sehr offenen Haltung nach Nimwegen. Wir wissen nicht genau, was passieren wird. Aber ich bin sicher, dass – wenn wir diese offene Haltung beibehalten – der Herr uns einen bestimmten Weg zeigen wird, hier zu arbeiten.

Zum Abschluss verweise ich auf unsere Lebensregel: „Mit Christus vereint zu sein“. Das ist unser Ziel. Aber es ist an der Zeit, den Weg zu finden, und das wird unsere Hingabe sein. Mit anderen Worten:  in den Niederlanden präsent zu sein, eine Gemeinschaft zu bilden und zu bauen und sich vom Geist leiten zu lassen.“

Foto ©: scj

 

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