Ukraine

In der Ukraine fehlt es am Nötigsten zum Überleben: Lebensmittel, medizinische Hilfsgüter, Stromgeneratoren, ..... Mit einem konkreten Hilfeplan wollen wir sinnvoll und nachhaltig helfen.

Herz-Jesu-Priester sind an der Seite der Menschen im Kriegsgebiet Ukraine
Pater Gerd Hemken SCJ

Missionsprokurator, Leiter Spendenbüro

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70%
Spendenziel: 200000€

Vielen Dank für Ihre Hilfe und Solidarität!

Tatkräftige Hilfe vor Ort

Seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine sind die Herz-Jesu-Priester an der Seite der Menschen. In den Gemeinden in der Ukraine helfen sie mit Hilfsgütern zum Überleben. Sie stehen den Menschen seelsorgerlich zur Seite, halten Gottesdienste, beten mit ihnen und versuchen, Kindern durch Freizeitangebote Ablenkung und Linderung ihrer Ängste zu verschaffen.

Die Hilfe für die Ukraine geht unvermindert weiter – Mehrere Spendentransporte geplant

Mit einem Acht-Punkte-Plan wollen die Herz-Jesu-Priester in Deutschland und Polen nachhaltig den Menschen in der Ukraine helfen. Dieser Plan ist im Frühjahr 2023 entstanden, als Pater Gerd Hemken SCJ, Leiter des deutschen Spendenbüros, und sein Mitbruder Pater Piotr Cmielecki SCJ auf der Rückfahrt von der Ukraine waren. Acht Tage lang waren sie in dem Land unterwegs, trafen Hilfsbedürftige und Ehrenamtliche, Patres und Soldaten, Frauen und Kinder, deren Männer und Väter zu Soldaten geworden waren. Sie passierten Soldatengräber, ausgebombte Häuser, wurden zu Zeugen von Beerdigungen und Armut, aber auch von Stolz, Solidarität und Durchhaltevermögen.

Seit Beginn des Krieges hält Pater Hemken Kontakt zu seinen ukrainischen Mitbrüdern. Sie leiten in der Ukraine Pfarreien und sind vielfältig engagiert, um den Menschen durch den Krieg zu helfen. Sofern die Gemeindemitglieder nicht selbst von Bombardierungen betroffen sind, unterstützen sie die Binnenflüchtlinge und jene, denen es noch schlechter geht. Egal wie arm sie sind, geben sie von dem Wenigen etwas ab für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Osten des Landes, in den am stärksten umkämpften Gebieten.

„Die Bilder und Erlebnisse in der Ukraine haben sich in meinem Gedächtnis eingebrannt“, gibt P. Hemken zu. Nach seinen Erlebnissen ist es für ihn undenkbar, zur Tagesordnung überzugehen. Seine Arbeit im Fundraising des Ordens und seine Verbindung als Missionsprokurator zu den ausländischen Provinzen sind beste Voraussetzungen, sein Vorhaben für die Ukraine umzusetzen.

Über seine Erlebnisse hat er in unserem Ordensmagazin „Dein Reich komme“ berichtet.

Der angesprochene Acht-Punkte-Plan enthält diese Maßnahmen:

1. Regelmäßige Hilfstransporte zur Pfarrei der Herz-Jesu-Priester in Pershotravensk durch Ehrenamtliche.
2. Die Herz-Jesu-Priester kümmern sich in Polen und Deutschland um starke Partner für mehr Hilfslieferungen.
3. Ein geeignetes Fahrzeug für die Spendentransporte wird finanziert und angeschafft.
4. Die Herz-Jesu-Priester unterstützen die Kulbabka-Stiftung in Zhytomyr und in den eigenen Pfarreien. Diese Stiftung versorgt kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche.
5. Die Diözese Charkiw erhält dringend nötige Spenden für die Flüchtlingsarbeit.
6. Für die Betreuung von Kranken und Verletzten werden in Pershotravensk und Izjum mobile Medical Center aufgebaut und mit action medeor Medikamente und medizinisches Gerät geliefert.
7. Unterstützung der Sommercamps für ukrainische Kinder und Jugendliche in Maria Martental und Pershotravensk.
8. Herz-Jesu-Priester ermöglichen jungen Erwachsenen aus der Ukraine und Transnistrien die Teilnahme am Weltjugendtag.

Für die Umsetzung dieses Plans sind unter anderem diese Summen nötig:  

- Für regelmäßige Spendentransporte in die Ukraine, Sach- und Lebensmittelspenden und Kraftstoff: 96.000 Euro
- Kauf eines Transporters: 50.000 Euro
- Unterstützung für die Kulbabka-Stiftung, die sich um traumatisierte Kinder kümmert: 24.000 Euro
- Sommercamps in Martental, Pershotravensk und Teilnahme am Weltjugendtag: 28.380 Euro

Fahrzeug für Spendentransporte gekauft – Weitere Transporte ab September geplant

Erste Erfolge kann der Missionsprokurator schon vorweisen: So wurde beispielsweise inzwischen ein Transporter für die Spendentransporte gekauft. Er verkehrt meistens zwischen der polnisch-ukrainischen Grenze und den Orten, zu denen Hilfslieferungen gebracht werden. Das neuwertige Fahrzeug wurde überwiegend von deutschen Spendengeldern finanziert.

In diesem Jahr wollen die Herz-Jesu-Priester von ihren Klöstern in Deutschland aus noch einige Hilfstransporte zusammenstellen und auf den Weg schicken. Ordensleute aus dem Bistum Speyer haben 4.000 Euro gespendet, um den Spendentransport im September zu finanzieren. Im Oktober wollen die Herz-Jesu-Priester von Martental in ihrem Umfeld Waren und Geld sammeln. Im November sind die Herz-Jesu-Priester in Berlin für das Zustandekommen eines Spendentransports verantwortlich, im November in Freiburg. Wie genau die Sammlungen ablaufen, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Auch die beiden Sommercamps konnten bereits realisiert werden: In der Pfarrei der Herz-Jesu-Priester in Pershotravensk hatten die Kinder und Jugendlichen bereits die Möglichkeit, sich bei Spiel und Spaß vom Krieg ablenken zu lassen. Eine Gruppe von knapp 30 Jugendlichen waren für eine Woche zu Gast im Kloster Martental. Dort, in der Ruhe der Eifel, konnten sie selbst zur Ruhe kommen. Für viele von ihnen ist dies die erste Urlaubsfahrt ihres Lebens nach Westeuropa. Entsprechend groß war die Dankbarkeit über Ausflüge, Wanderungen und gemeinsame Unternehmungen, die ihnen halfen, Abstand zu gewinnen vom Krieg.

Medizinische Versorgung

Auch die Einrichtung und Ausstattung mobiler medizinischer Ambulanzen geht voran. Einer der Hauptmotoren ist der junge Mediziner Serhii Barnych. Er hat gerade sein Medizinstudium abgeschlossen und hat in den letzten Monaten schon mehr gesehen und erlebt als mancher Arzt, der seit Jahren tätig ist. Die Kraft für seine Arbeit zieht er aus dem Glauben. Jetzt ist er ins Noviziat der Herz-Jesu-Priester eingetreten.

Regelmäßig fließen deutsche Spendengelder zur Kulbabka-Stiftung. Die Mitarbeitenden dieser Einrichtung kümmern sich professionell und liebevoll um traumatisierte Kinder und Jugendliche. Und auch die Diözese Charkiw erhält Hilfe aus Deutschland für ihre Flüchtlingsarbeit und die Unterstützung der alten und kranken Menschen, die in den Kriegsgebieten allein überleben müssen, weil sie teilweise niemanden haben, der sich um sie kümmert.

Aufgrund der persönlichen Kontakte in die Ukraine ist Pater Hemken sicher, dass die gespendeten Waren bei den Menschen und Einrichtungen ankommen, die sie dringend brauchen.

Wenn Sie die Ukraine-Hilfe der Herz-Jesu-Priester unterstützen möchten, können Sie diese Bankverbindung nutzen:

Missionsprokura der Herz-Jesu-Priester
IBAN  DE05 4006 0265 0000 1230 00
Stichwort Ukraine

Wir wissen: Wir werden die Menschen in der Ukraine noch lange unterstützen müssen - während des Krieges, und auch in der Zeit danach. Wenn Sie dabei an unserer Seite bleiben möchten, freuen wir uns über eine dauerhafte Spende. Kreuzen Sie dafür im Spendenformular bei Häufigkeit "mehrmals" an.

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