Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung und Emigration erschweren das Leben in Transnistrien - die Herz-Jesu-Priester helfen


Missionsprokurator, Leiter Spendenbüro
Vielen Dank für Ihre Hilfe und Solidarität!
„Als Kirche versuchen wir, ein Ort der Hoffnung zu sein – geistlich und ganz konkret. Wir helfen älteren und einsamen Menschen, besuchen Kranke, bieten Ferienfreizeiten und gemeinsame Mittagessen für Kinder und organisieren Begegnungen. So funktioniert Kirche!“
Das sagt Pater Roman Gorincioi SCJ, Herz-Jesu-Priester aus Moldawien, der in Transnistrien lebt. Dort betreuen die sieben Herz-Jesu-Priester derzeit fünf Pfarreien und zwei Filialkirchen.
Zu den Pfarreien gehört unter anderem Raszków mit der im letzten Jahr geweihten Kapelle Kamenka. Dort arbeitet inzwischen auch Pater Ruslan Pogrebny SCJ, ein junger Priester, der aus Transnistrien stammt. Raszków ist ein sehr armes Dorf, doch Pater Ruslan ist es gelungen, den Kontakt zur örtlichen Schule aufzubauen. Dies hat zu einem erfolgreichen und wachsenden Nachmittagsprojekt geführt: beginnend mit einem Mittagessen für bedürftige Kinder, bieten dort Erzieherinnen und Erzieher jetzt Näh- und Handwerkskurse sowie Fremdsprachenunterricht an. Zudem geben sie Unterstützung bei den Hausaufgaben und pädagogische Betreuung, was von den Lehrern der Schule sehr geschätzt wird. Darüber hinaus kümmert sich Pater Ruslan um die Renovierung der älteste Katholische Kirche Moldawiens in Raszków aus dem 18. Jahrhundert.
Die zweite Pfarrei im Norden ist Sloboda- Raszków, wo Pater Marcin Janus SCJ, der derzeitige Obere, tätig ist. Dies ist ein überwiegend katholisch geprägtes Dorf mit tief verwurzelten liturgischen Traditionen.
In der Pfarrei ist Rybnica mit der Filialkapelle in Iwanowka arbeitet Pater Tadeusz Magierowski SCJ. Rybnica eine Industriestadt ist, doch die Schwerindustrie ist zum Erliegen gekommen. Viele Leute sind auf der Suche nach Arbeit ausgewandert, was das Sozialgefüge negativ verändert hat. Die Pfarrei bietet Treffen für Senioren sowie eine Suppenküche für Bedürftige an.
Im Süden befindet sich Tiraspol, wo Pater Piotr Kuszman SCJ und Pater Zdzisław Smiesdka SCJ tätig sind. Sie betreiben das Kinderzentrum ‚Pietruszka‘, wo es neben Tagesaktivitäten auch Übernachtungsmöglichkeiten für Waisenkinder gibt. Zudem unterhält der Orden ein medizinisches Zentrum für kranke Menschen, in dem inzwischen auch Physiotherapie für behinderte Kinder angeboten wird.
In Bender arbeiten Pater Vladimir als Pfarrer und Pater Roman als Kaplan. Er konzentriert sich stark auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So plant er auch in diesem Sommer wieder ein zweiwöchiges Ferienlager für 30 Kinder. Für die Jugendlichen sind diese Tage immer eine ungewohnte Auszeit und eine einzigartige Gelegenheit, aus ihrem Heimatort wegzufahren.
Die Herz-Jesu-Priester arbeiten mit Ordensschwestern zusammen und werden von Caritaswerken unterstützt. Wo sie sind, verbinden sie die Arbeit in der Pfarrei. Gottesdienste und Seelsorge, mit sozialen Einrichtungen und Angeboten. Das stärkt ihr Ansehen und ihre Akzeptanz im Land.
Ach wie vor ist die wirtschaftliche und soziale Situation in Transnistrien sehr schlecht: „Es gibt wenig Arbeit, und wo es sie gibt, ist sie schlecht bezahlt. Die allerwenigsten Rentner können von ihrer Rente leben, die Kinder sind oft sich selbst überlassen.“ So schildert Pater Roman in kurzen Worten die Situation.
Bitte unterstützen Sie die Sozialarbeit der Herz-Jesu-Priester in Transnistrien mit Ihrer Spende!
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Stichwort: Transnistrien
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