„Hab Mut, steh auf!“ -Was vom Katholikentag übrig bleibt…..

Gruppenbild vor dem Pavillon der Herz-Jesu-Priester
Autor
Deutsche Ordensprovinz der Dehonianer SCJ
Datum
19.5.26

Fünf Tage Katholikentag in Würzburg, und mit dabei war auf der Kirchenmeile wieder das Zelt der Herz-Jesu-Priester. Drei mal drei Meter groß, mit Infomaterial über den Ordensgründer Pater Leo Dehon - aber vor allem mit vielen jungen Leuten, die viel gesungen und musiziert haben. Vor dem Zelt viele tiefe Gespräche über Gott und die Welt, über Politik und Glauben, über Lebenskrisen und Lebensfreude.

Kann man die Wirkung eines Katholikentags messen? Kann man beurteilen, ob es sich „gelohnt“ hat, in Würzburg als Orden Präsenz gezeigt zu haben? – Nicht objektiv, aber subjektiv auf jeden Fall. Es war gut und wichtig, dabei gewesen zu sein. Darin sind sich die Beteiligten einig.

Diese Beteiligten kamen aus drei Klöstern: aus Freiburg die Theologie-Studenten und Pater Jean Bruno Razafimanantsoa SCJ; aus Handrup die Lehrerin und Leiterin der Schulpastoral, Elke Strüwing, die Patres Volker Kreutzmann SCJ und Paulo César Henrique mit aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern, aus Neustadt die Pressereferentin und Fundraising-Referentin Brigitte Deiters mit Tochter.

Die Rahmenbedingungen

Die Anreise erfolgte sternförmig aus diesen drei Ecken Deutschlands und führte zunächst in die Gemeinschaftsunterkunft, eine Realschule, wo wir auf Isomatten und Feldbetten schliefen und morgens ein einfaches, aber ausreichendes Frühstück erhielten. Von morgens bis abends war die Kirchenmeile geöffnet, auf der wir im Bereich „Orden und geistliches Leben“ unser Zelt hatten. Dort verteilten wir die „Standdienste“ auf drei Gruppen, so dass jede und jeder auch freie Zeit für eigene Erkundungen des Katholikentags und der schönen Stadt Würzburg hatten.

Das Wetter: regnerisch und sehr kühl.

Das Katholikentagsprogramm: Für jede und jeden war etwas dabei: für die einen die vielen großen und kleinen Konzerte, im Kiliansdom, auf dem Residenzplatz, wo alle zentralen Veranstaltungen stattfanden, auf kleinen Bühnen oder ganz spontan irgendwo; für die anderen spirituelle oder auch politische Veranstaltungen mit Vorträgen, Diskussionen oder Workshops, oder auch die vielen Gespräche, die sich an anderen Ständen oder beim Warten in den Schlangen vor den Veranstaltungen einfach so ergaben.

Diesbezüglich ist der Student Frater Chadrack Mpungu SCJ aus dem Kongo begeistert: „Während ich den Katholikentag insgesamt als intellektuell und diskussionsstark wahrgenommen habe, bildeten die spirituellen Momente und Musik für mich die Höhepunkte, in denen der Glaube besonders harmonisch spürbar wurde.“ Begegnungen mit Bischof Heiner Wilmer, Politikern und deutschen Kommilitonen hätten seinen „Blick auf die Universalität der Kirche und ihre gesellschaftliche Verantwortung maßgeblich erweitert.“ Ein besonders bewegender Aspekt war für ihn außerdem die Thematisierung globaler Gerechtigkeit, insbesondere die Ausbeutung von Ressourcen wie Coltan (für Smartphones) im Kongo. „Es war mir ein wichtiges Anliegen zu sehen, dass meine Heimat auf dem „Altar der Debatten“ präsent war.“

Die Erfahrungen an unserem Stand

„Insgesamt war die Atmosphäre in unserem Stand lebendig und zugleich ermutigend“, sagt Frater Clement Randrianasolo SCJ. Für viele Katholikentagsbesucher waren Postkarten, die wir eigens angefertigt hatten, ein geeigneter Einstieg in ein Gespräch: Die Schulgemeinschaft Handrup fährt im Herbst nach Rom, und vom Katholikentag als Start bis zum Abschlussgottesdienst dort sind alle eingeladen, sich an einer Gebetskette zu beteiligen. Hilfreich können dabei spirituelle Impulse für jeden Monat sein, die man per QR-Code lesen kann. Und wer seine Gebetsanliegen mit einer Mail an klosterbuero@handrup.de schickt, kann sich darauf freuen, dass sie im Abschlussgottesdienst aufgenommen werden. „Was für eine tolle Idee!“, freuten sich viele, die zur Teilnahme an dieser Gebetskette eingeladen wurden.

Immer dann, wenn die Schüler und Studenten musizierten und zum Mitsingen einluden, bildete sich eine kleine Menschenansammlung und stimmte fröhlich ein.  

Auf der Rückfahrt von Würzburg nach Handrup waren die Schüler sehr zufrieden: „Sie sind froh und dankbar für die Zeit, fanden das Programm und die Stadt großartig und freuen sich schon darauf, in zwei Jahren in Paderborn wieder dabei zu sein“, fasst Pater Kreutzmann zusammen.

Vorher gibt es aber vielleicht ein Wiedersehen in Neustadt: Am 19. Oktober wird Frater Namlo Lanwasna Ngavounsia SCJ zum Diakon geweiht. Er hat die ganze „Katholikentags-Mannschaft“ dazu eingeladen. Und alle haben zugesagt.

Was also bleibt vom Katholikentag? Wunderbare Erinnerungen an ein Glaubensfest mit tausenden Gläubigen, wertvolle Gespräche und das Gefühl, dass viele Besucher den Orden der Herz-Jesu-Priester zumindest kurz, dafür aber sehr lebendig und zugewandt kennengelernt haben.m Oder, wie es Elke Strüwing zusammenfasst: "Liebe Menschen, tolle Angebote, prima Stimmung. Beseelt geht es zurück in den Alltag, voller Vorfreude auf das nächste Fest des Glaubens!"