Wenn sich die Kirche selbst finanzieren muss – eine Reise durch Kamerun

Collage aus drei Bildern: P. Tertünte und Menschen in Kamerun
Autor
Deutsche Ordensprovinz der Dehonianer SCJ
Datum
11.5.26

Anlässlich der Priesterweihe von Frater Kisito Ninpa Fogan SCJ am Samstag, 16.05.2026, ist auch Provinzial Pater Stefan Tertünte SCJ nach Kamerun gereist. Er berichtet von seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

Am Sonntag war ich in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, in unserer Pfarrei Hl. Erzengel Michael zu Gast. Dort werden sonntags sieben Messen gefeiert. Die am besten besuchten sind die um 6.30 Uhr und um 8 Uhr morgens. Die Kirche ist immer voll – und die Kirche ist wirklich groß.

Es war wieder ein schönes Erlebnis von einem Gottesdienst in Afrika, natürlich mit einem starken Chor, vielen Gesängen, etwas Bewegung und einer sehr lebendigen Predigt.

Schön war auch, dass ich Pater Emmanuel Nnomo Zambo SCJ wieder treffen konnte, der vor etwa Jahren eine ganz Zeitlang in Deutschland gelebt hat und in Handrup in der Schulseelsorge mitgearbeitet hat.

Pater Emmanuel führte uns durch die Pfarrei, vor allem durch die Räumlichkeiten rund um die Kirche. Wir haben unter anderem einen kurzen Besuch bei der eucharistischen Jugendbewegung gemacht, die gerade ihr Treffen hatte und uns erklärte, was sie sonntags machen. Das ist ein Mix aus Musik, Katechese und Diskussion untereinander.

An anderen Ständen wurde deutlich, dass sich jede Gruppe, die es gibt in der Gemeinde   - und es gibt sehr viele Gruppierungen – selbst darum kümmern muss, wie sie sich und ihre Aktivitäten finanziert. Deshalb sieht man überall junge oder ältere Menschen an einem Tisch, wo sie verschiedene Produkte anbieten, und wo sie in ganz großer Geduld warten müssen, dass jemand vorbeikommt, um etwas zu erwerben.

Dann war ich beim Zentrum Maria Goretti. Junge Mädchen, die nicht in der Lage sind, eine Schule zu besuchen, erhalten dort die Möglichkeit eine Grundschulausbildung zu bekommen und vor allem praktische Handwerke wie Scheidern und Nähen erlernen, damit sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Foto © scj.de