
Auf der Homepage des Gymnasiums Leoninum Handrup läuft der Countdown. Gezählt werden Tage, Stunden, Minuten und sogar Sekunden, bis es soweit ist: Die große Romfahrt der gesamten Schulgemeinschaft findet von 2. bis 9. Oktober statt.
„Ich bin guter Dinge, dass die wesentlichen Punkte geklärt sind, dass es losgehen kann und die allermeisten Probleme bedacht und gelöst sind“, sagt Schulleiter Franz-Josef Hanneken. Seit etwa eineinhalb Jahren laufen die Vorbereitungen auf dieses Event, erst nur hinter den Kulissen, dann immer mehr in der Öffentlichkeit und mit immer mehr Feinplanung. „Da stecken viel Arbeit und Herzblut drin“, sagen auch die beiden Lehrer David Königschulte und Paul Lampen.
So sieht die Planung aus: Abfahrt ist am Freitag, 2. Oktober, nach einem Aussendungsgottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe. Schon der Abfahrtstag erfordert jede Menge Vorbereitung. Insgesamt werden 1152 Personen – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Mitglieder eines medizinischen Teams und einige Eltern als Begleitpersonen – auf 24 Busse verteilt. Dabei braucht es auch Polizei und Feuerwehr, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Kopfzerbrechen bereitete auch die Aufteilung auf diese Busse – sowie auf die Unterkünfte in Rom auf einem Campingplatz: „Wir wollten nach Möglichkeit keine Klassen und Gruppen auseinanderreißen“, begründet David Königschulte, der als Mitglied der Schulleitung einen Großteil der Organisation übernommen hat, diesen Aufwand.
In Rom stoßen zur Handruper Schulgemeinschaft weitere 79 ausländische Gäste aus Partnerschulen des Leoninum.
Das Programm in Rom ist vielfältig und berücksichtigt drei Themenfelder: das christliche Rom, das antike Rom sowie touristische Ausflüge – letztere vor allem für die Jahrgangsstufe 13, die für diese Schulfahrt auf ihre Studienfahrt „verzichtet“. Zum „christlichen Rom“ zählen ein Besuch im Petersdom mit einem eigenen Gottesdienst sowie die Teilnahme am Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Das „antike Rom“ beinhaltet unter anderem Besuch und Führung im Kolosseum und Forum Romanum. Hinzu kommen verschiedene Stadtrundgänge und Führungen je nach Klassenstufe.
„Am meisten freue ich mich auf den Empfang im Generat des Ordens“, bekennt Schulleiter Hanneken – eine Einschätzung, die David Königschulte und Paul Lampen teilen. Dann nimmt sich der Generalobere des Ordens, Pater Carlos Luis Suárez Codorniú SCJ ebenso Zeit wie Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ, der als Generalrat für Deutschland zuständig ist, früher als Schulseelsorger im Leoninum tätig war und auch dem Gottesdienst im Petersdom vorsteht. Viele Herz-Jesu-Priester aus vielen Ländern sind in Rom anwesend, und auch Provinzial Pater Stefan Tertünte SCJ wird an diesem Tag dort sein.
„Es wird ein einmaliges Erlebnis für unsere Schüler und für uns alle, die Internationalität des Ordens zu erleben. Und wir werden dort für ein buntes lebendiges Programm sorgen“, freuen sich die drei auf diesen Höhepunkt der Fahrt.
Nicht nur das Orgateam hat die Romfahrt vorbereitet, auch die Schülerschaft ist seit einem Jahr engagiert: Die Stiftung Handrup Plus hat einen finanziellen Zuschuss zur Fahrt zugesagt. Aus dieser Zusage entstand ein Konzept, nach dem freiwillige Aktionen und Projekte den Gemeinschaftssinn stärken und Engagement fördern sollten – die dann auch von der Stiftung honoriert wurden.
„Dieses Konzept war ausgesprochen erfolgreich“, freut sich Schulleiter Hanneken: Es gab 147 Gemeinschaftsaktionen in 42 Gemeinden; sie waren sozial, ökologisch oder lokal orientiert. Darunter waren Projekte wie Spiel-, Bastel-, Musik- und Unterhaltungsnachmittage für Kinder, Jugendliche und Senioren, Lebensmittelsammelaktionen, Pflanzaktionen, Sportangebote, Müllsammelaktionen, Bau von Nistkästen und Insektenhotels und vieles mehr.
Dieses große Engagement honorierte die Stiftung schließlich mit rund 60.000 Euro und leistete auch einen Beitrag zur Finanzierung der Reise-T-Shirts. „Auch für die Schulgemeinschaft war dieses große Engagement ein Gewinn, die Projekte stärken den Zusammenhalt und tragen zu Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl bei“, meint der Schulleiter. Positiver Nebeneffekt war auch, dass die Schule positiv ins Bewusstsein der Menschen rückte. „Und mit den roten T-Shirts werden wir in Rom auffallen und hoffentlich unsere Schüler immer gut finden“, schmunzelt Lehrer Lampen.
Foto: Die Klasse 6a hat die Reise-T-Shirts schon mal anprobiert
Alle Informationen auch auf der Seite des Leoninums