
Die Herz-Jesu-Priester feiern ihr Patronatsfest, das Herz-Jesu-Fest, groß und gebührend: in Neustadt beispielsweise mit einem festlichen Gottesdienst mit dem Speyerer Weihbischof em. Otto Georgens und einem Projektchor unter Leitung von Dekanatskantorin Ariane Schnippering.
Seine Ansprache stellte Bischof Georgens unter das Motto „Herz-Gedanken“, und er orientierte sich dabei an Augustinus. Das Herz sei mehr als das lebenswichtigste Organ des Menschen, es stehe im Mittelpunkt der ganzen Person. Es registriere sofort alle Veränderungen, denen ein Mensch ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist es das am häufigsten verwendete Wort in der Bibel. „Das Herz gibt mehr Antworten, als der Verstand jemals geben kann“, sagte auch Papst Franziskus.
Nach diesen Beschreibungen für das Herz stellte der Festprediger die entscheidende Frage: „Woran hängt Ihr Herz?“ Er plädierte auf jeden Fall für ein weites Herz und gab zu bedenken, dass die Liebe niemals halbherzig sei, sondern immer „in die Vollen“ gehe.
So schließe sich der Kreis zum Herz-Jesu-Fest, führte Bischof Georgens aus: „Gott hat uns Menschen ins Herz geschlossen, und unsere Engherzigkeit hält er aus.“
Rektor Pater Olav Hamelijnck SCJ hatte die Gottesdienstteilnehmenden begrüßt und dabei besonders hervorgehoben, dass Pater Kisito Ninpa Fogan SCJ als Neupriester am Gottesdienst teilnahm. Auch Bischof Georgens „herzte“ ihn und freute sich über Pater Kisito, der vor einem Monat zum Priester geweiht wurde und von nun an als Kaplan in Neustadt arbeiten wird.
An den Gottesdienst schloss sich ein froher Abend im Pfalzkeller des Bildungs- und Gästehauses Kloster Neustadt an.
Auch in Martental, Freiburg und Berlin wurde gefeiert, ebenso in Handrup: Dort fand die feierliche Eucharistie erst am Sonntag statt. Dafür wurde der eigentliche Festtag in besonderer Weise mit den Mitarbeitenden, der Schulleitung und all den Menschen begangen, „die für unsere Arbeit und unsere Sendung hier in Handrup unverzichtbar sind“, so Rektor Pater Ricardo Diniz SCJ.
„Was für ein schöner und dankbarer Moment! Es war eine große Freude, diese Zeit miteinander zu verbringen, ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu feiern und Danke zu sagen. Von Herzen danken wir für die Unterstützung, das Vertrauen und das Engagement jedes Einzelnen. Sie alle tragen unsere Mission mit und machen sie erst möglich!“
Zum sonntäglichen Gottesdienst versammelten sich zahlreiche Gläubige in der Klosterkirche. Der festliche Gottesdienst war sehr gut besucht und zeigte einmal mehr die lebendige Verbundenheit vieler Menschen mit dem Kloster und der Herz-Jesu-Spiritualität.
Hauptzelebrant des festlichen Gottesdienstes war Pater Ricardo; mit ihm feierten alle Mitbrüder der Klostergemeinschaft. Die Predigt hielt Pastor Johannes Bartke aus der Pfarrei Lengerich/Bawinkel. Eine besondere Freude war die Teilnahme der portugiesisch-sprachigen Gemeinde aus Osnabrück, die die internationale Verbundenheit der Herz-Jesu-Familie sichtbar machte.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Jesus-Heart-Chor. Mit seinem engagierten und wunderschönen Gesang verlieh er der Liturgie einen festlichen und zugleich bewegenden Rahmen. Die musikalische Begleitung wurde von vielen Gottesdienstbesuchern als besonders bereichernd empfunden.
Nach dem feierlichen Gottesdienst setzte sich die Begegnung in froher Gemeinschaft fort. In der Mensa der Schule und auf dem Schulhof wurde gemeinsam weitergefeiert. Für die Organisation und Durchführung der Feierlichkeiten im Außenbereich sorgten engagierte Mitglieder der Pfarrgemeinde sowie die KLJB. Dank ihres Einsatzes konnten die zahlreichen Gäste einige schöne Stunden miteinander verbringen.
„Das Herz-Jesu-Fest 2026 in Handrup war ein gelungenes Fest des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft. Viele helfende Hände, die große Beteiligung und die Freude aller Anwesenden machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis. Dafür gilt allen Beteiligten ein herzlicher Dank“, lautet Pater Ricardos Fazit.
„Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit blicken wir auf das Herz-Jesu-Fest in St. Martin zurück“, sagt Pater Cleber Sanches SCJ. „Unser aufrichtiger Dank gilt allen, die mitgebetet, mitgefeiert, mitgearbeitet und mitgeholfen haben: den Priestern, Ministranten, Lektoren, Musikern, Helferinnen und Helfern, den Organisatoren sowie allen Gläubigen, die durch ihre Anwesenheit und ihr Zeugnis diesen Tag bereichert haben.“ Mehr als 200 Anmeldungen gab es für den Gottesdienst und das Fest, mit dem sich die Herz-Jesu-Priester in ihrer „neuen“ Pfarrei St. Franziskus noch weiter bekannt machen wollten.
Die Festpredigt hielt Provinzial Pater Stefan Tertünte SCJ. „Was mich darin berührt hat, war sein Gedanke, dass man beim geöffneten Herzen Jesu nicht bei der Wunde stehen bleiben darf. Natürlich sehen wir das Leid, den Schmerz und die Gewalt, die Jesus getragen hat. Aber wir sind eingeladen, tiefer zu schauen und in dieser geöffneten Seite die bedingungslose Liebe Gottes zu entdecken.
Sehr schön fand ich auch seinen Gedanken, dass die christliche Liebe kein bloßes Gefühl ist. Liebe bedeutet, dem anderen Gutes zu wollen und sich dafür einzusetzen. Liebe ist ein „Tu-Wort“. Gerade darin zeigt sich für mich die Verbindung zwischen dem Herzen Jesu, dem heiligen Franziskus und unserem Gründer P. Dehon.“
„Auch die Feier im Anschluss war sehr schön. Es gab viele gute Gespräche, Begegnungen und eine spürbare Freude darüber, gemeinsam das Herz-Jesu-Fest zu feiern. Für mich war es ein sehr gelungener und herzlicher Abend“, so Pater Cleber zum Abschluss: „Das Heiligste Herz Jesu ist nicht nur eine Andacht, sondern ein Weg. Ein Weg der Liebe, der Hingabe, der Barmherzigkeit und der geschwisterlichen Verbundenheit. Wer sich von diesem Herzen berühren lässt, entdeckt eine Spiritualität, die das Leben verwandelt und den Menschen immer tiefer in die Liebe Christi hineinführt. Möge das Herz Jesu weiterhin unsere Gemeinschaft prägen, unsere Familien segnen und uns alle auf dem Weg des Glaubens begleiten.Herz Jesu, brennend vor Liebe zu uns, entzünde unsere Herzen mit Deiner Liebe!“
Das Herz Jesu Fest war ein schöner Festtag für die Klostergemeinschaft und viele Menschen aus der Region. Über 180 Menschen in der Wallfahrtskirche feierten den frohen und andächtigen Gottesdienst mit, den der Kirchenchor aus Leienkaul unter Leitung von Monika Meyer, zusammen mit dem Chor 2000, wunderbar musikalisch begleitete. Am Altar standen neben Rektor Pater Andreas Pohl als Hauptzelebrant die Mitbrüder aus dem Konvent: die Patres Christoph Kübler, Markus Mönch und Lenin James sowie ein Gastpriester aus Ghana.
In seiner Predigt sprach P. Pohl unter anderem von den Anfängen der Herz-Jesu-Verehrung in Frankreich, die auch unseren Ordensgründer Pater Leo Dehon für seine eigene Ordensberufung inspirierte. Der Kult des Herzens Jesu ist zu Kultur geworden, zu einer Kultur der Menschlichkeit und Herzlichkeit, die die Kirche und die Gesellschaft beseelen und Spuren der Liebe Gottes hinterlassen.
Nach der Heiligen Messe waren wie in den Vorjahren die Mitfeiernden zum Grillen auf dem Kirchenplatz eingeladen. „Die vielen Ehrenamtlichen haben es geschafft, allen ein gutes Essen und Kuchen anzubieten. Die Stimmung war fröhlich und herzlich. Wir haben die Freude der Gemeinschaft erlebt und genossen. Es war ein schöner Abend. Ein Dank dafür geht an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das schöne Fest organisatorisch möglich gemacht haben“, sagt Pater Pohl.
„Das Herz-Jesu ist für uns ein Fest, nicht nur weil wir Herz-Jesu-Priester sind und in einem Herz-Jesu-Kloster leben, beten und arbeiten“, sagte Pater Peter Busch SCJ in seiner Predigt in Freiburg. „In unserer modernen Umgangssprache gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Redewendungen, die etwas über das Herz und seine besondere seelische Symbolkraft aussagen“, fuhr er fort und nannte als Beispiele: „Das kommt von Herzen, sagen wir, um zu unterstreichen, dass wir ein Geschenk ganz, ganz ehrlich meinen. Wir nehmen uns etwas zu Herzen, wenn wir aufrichtig einen Fehler einsehen und uns bessern wollen – so etwas kann nur von der Mitte der Person her geschehen.“ Er verwies auf ein Herz-Jesu-Lied von Maria Luise Thurmair. „Darin heißt es: Gott hat ein Herz für den Menschen: Jesus ist dieses Herz. Wir Menschen liegen Gott am Herzen, wir sind sozusagen sein Herzensanliegen“. Pater Busch animierte die Gottesdienstbesucher: „In Jesus zeigt sich die Herzensgüte Gottes. Wagen auch wir, Herz zu zeigen: Menschen mit Herz zu sein!“
Im Anschluss an den Gottesdienst fand eine Begegnung und Empfang in der Klosterbibliothek statt, die gerne angenommen wurde. „Es war sehr schön, in einer angenehmen und herzlichen Atmosphäre“, so Rektor Pater Marcio Auth SCJ. So sagte ein Mann: „Es ist einfach schön, und wir fühlen uns wohl. Es ist immer so herzlich bei den Herz-Jesu-Priestern“.