„Geistlicher Proviant“ in Buchform

„Kleine Auszeiten für die Seele“ ist der Titel eines neuen Buches, das jetzt von Pater Andreas Pohl SCJ im Kawohl Verlag ers

Autor
Deutsche Ordensprovinz der Dehonianer SCJ
Datum
24.1.23

„Kleine Auszeiten für die Seele“ ist der Titel eines neuen Buches, das jetzt von Pater Andreas Pohl SCJ im Kawohl Verlag erschienen ist. Im Gespräch mit dem Buchautor und Fotografen:

? Wie kommt es dazu, dass Sie Bücher schreiben? Was bewegt Sie dazu?

P. Pohl: Meine Bücher verstehe ich als ein Teil der seelsorglichen Verkündigung. Die Texte, die Gedanken und Gebete wollen ein geistiger Proviant sein, weil wir auf dem Weg des Glaubens oft „hungrig“ und müde werden. Wenn Menschen zu Gottesdiensten kommen, dann haben sie die Erwartung, dass sie das „Brot des Wortes“, das sie im Gottesdienst hören, stärkt, berührt, ermutigt, anspricht, zum Nachdenken bewegt.

Man kann von einem guten Wort lange leben, manchmal sogar länger als von einem Laib Brot. Gedanken, die ich in meinen Büchern schreibe, möchten auch ein solches „Brot“ für andere sein, von dem man länger leben kann als von einem guten Frühstück und Mittag zusammen.

Der Verlag hat es einmal treffend so ausgedrückt: Meine Bücher seien "Impulse und Gebete fürs Leben mit seelsorgerlichem Tiefgang." Wenn Menschen mir rückmelden, dass sie es genauso sehen, und Texte aus meinen Büchern für Andachten, Gottesdienste oder andere Veranstaltungen nutzen, dann freut mich das sehr.

? Wie kam es zu diesem neuen Buch?

P. Pohl: Die darin gesammelten Drei-Minuten-Impulse stammen alle aus drei früheren Büchern von mir („Ein Stück Brot für den Tag“, „Gute Worte für den Garten der Seele“ und „Kleine Augenblicke für dich“). Sie alle sind im Kawohl Verlag erschienen, aber inzwischen vergriffen. Doch immer wieder fragten Menschen danach, und der Verlag hat entschieden, es unter einem neuen Titel und einer neuen Aufmachung zu veröffentlichen.

? Es fällt auf, dass in dieser Neuerscheinung die Bilder fehlen.

P. Pohl: Ich finde es ganz interessant und spannend, wie man die Texte jetzt ohne die Fotos neu entdecken kann. Ich selbst lese sie auch neu, als ob ich sie zum ersten Mal gelesen hätte.

? Neben dem Schreiben ist ja das Fotografieren eine weitere Leidenschaft von Ihnen.

P. Pohl: Ja, diese Leidenschaft hatte ich schon als Jugendlicher in der Schule entdeckt. Im Gymnasium hatte ich in den Sommerferien sechs Wochen lang in einem Sägewerk gearbeitet und konnte mir für das Geld, das ich dabei verdient habe, meine erste Fotokamera kaufen.

Heute fotografiere ich vor allem das, was mich intuitiv anspricht, berührt und mir etwas sagen will, auch wenn ich es noch nicht weiß, was. Ich nehme es dann auf und merke, dass es in mir dann „arbeitet“.

In vielen Motiven entdecke ich viel Lebensweisheit und eine Inspiration, die mir persönlich viel bedeutet. Bestätigung dafür finde ich in den Evangelien. Jesus fotografierte zwar nicht, aber er sprach oft in Bildern und Gleichnissen, und die Sprache seiner Bilder haben die Menschen erreicht, berührt und gestärkt.

? Und was ist zuerst da? Das Bild oder der Text?

P. Pohl: Das ist ganz unterschiedlich. Ich habe ein dickes Notizheft, in dem ich meine Gedanken sammle. Manchmal suche ich dazu das passende Bild, und manchmal inspiriert mich ein Bild zu einem Text.

Information:

„Kleine Auszeiten für die Seele“ ist überall im Buchhandel und online zum Preis von 16,80 Euro erhältlich, und auch im Klosterladen bei der Wallfahrtskirche in Maria Martental.