Trauriger Jahrestag: Vier Jahre Krieg gegen die Ukraine!

Alte Frau
Autor
Deutsche Ordensprovinz der Dehonianer SCJ
Datum
24.2.26

Die Bilder von Zerstörung, Tod und Elend sehen wir täglich in den Nachrichten. Pater Piotr Chmielecki SCJ, Herz-Jesu-Priester aus Polen, erlebt die Not hautnah, wenn er Spendentransporte begleitet, die deutsche und polnische Spenderinnen und Spender noch immer möglich machen.

Er nimmt derzeit keine Hoffnung in der Bevölkerung wahr, dass der Krieg enden wird, und verweist auf einen ehemaligen Soldaten aus der ukrainischen Armee, der ihm gesagt habe: „Es scheint, dass sich beide Seiten des Konflikts vorerst stark genug fühlen, um weiterzumachen.“

Aber er sagt auch: „Die Ukraine leidet! Sie ist ein extrem armes Land. Millionen von Rentnern müssen mit 80 Euro im Monat überleben. Die Städte sind grau, und die Löcher in den Straßen werden immer größer. Sie werden nicht geflickt, weil es wichtiger ist, Raketen und Panzer zu kaufen.

Dieser Krieg hat auch eine moralische Dimension. Vorher war die Bevölkerung gespalten: Die im Westen lebten, wollten nach Europa, die im Osten nach Russland. Jetzt hat der Krieg die Menschen als Nation vereint. Aber ich weiß nicht, ob dieser Zusammenhalt andauern wird.

Es fließt viel Blut. Immer wenn ich in die Ukraine komme, erlebe ich – auch in kleinen Städten – eine Beerdigung eines Soldaten.“

Hilfe durch Spenderinnen und Spender

Seit Beginn des Krieges haben wir verschiedene Organisationen und Aktionen unterstützt. Weiterhin finanzieren wir regelmäßige Hilfstransporte für Güter des täglichen Bedarfs in den umkämpften Osten des Landes, zum großen Teil in einem Fahrzeug, das wir extra dafür gekauft haben. Wir verteilen die Lebensmittel und Hygieneartikel auch mit Hilfe der Caritas von Charkiw.

Wir finanzieren die Arbeit der Stiftung Kulbabka, die sich insbesondere für sozial benachteiligte und beeinträchtigte Kinder sowie für Kinder aus Waisenhäusern einsetzt. Sie tut das mit vielseitigen schulischen, kreativen und therapeutischen Angeboten mit dem Ziel, die ganzheitliche Entwicklung der Kinder (kognitiv, emotional, sozial und körperlich) zu fördern sowie ihnen ein sicheres und unterstützendes Umfeld zu schaffen.

Im Westen der Ukraine arbeiten wir eng mit dem Erzbistum Ivano-Travensk zusammen, das sich um Unterbringung, Versorgung und Integration der Binnenflüchtlinge engagiert. Hier haben wir auch einen Beitrag zum Bau eines Rehazentrums geleistet, das kriegsversehrten Menschen und verarmte Menschen kostenlos behandelt.
Vor Weihnachten haben Jugendliche aus Neustadts Partnerstadt Mukatschewo für einige Tage im Kloster Neustadt übernachtet. Ihre zentrale Botschaft damals ist auch heute aktuell: „Vergesst nicht, dass dieser Krieg vor eurer Haustür stattfindet. Deshalb können wir nur bitten, dass der Rest von Europa uns weiterhin unterstützt.“

Hier können Sie für unsere Ukraine-Hilfe spenden:

Konto der Missionsprokura der Herz-Jesu-Priester e.V.
IBAN  DE05 4006 0265 0000 1230 00
Stichwort Ukraine

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