
Die katholischen Hilfswerke, (Erz-)Bistümer und Orden förderten im vergangenen Jahr Hilfsmaßnahmen in aller Welt mit 537 Millionen Euro. Sie unterstützten Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Friedensarbeit und Landwirtschaft in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa und leisteten Nothilfe in Krisengebieten. In dieser Summe sind auch die 859.466 Euro enthalten, die die Missionsprokura der Herz-Jesu-Priester 2025 für Projekte des Ordens weltweit weitergegeben hat.
Das geht aus dem Jahresbericht der Konferenz Weltkirche hervor. Sie ist der Zusammenschluss der international tätigen Einrichtungen der katholischen Kirche in Deutschland unter dem Vorsitz des Bischofs von Augsburg, Dr. Bertram Meier.
Er dankte den Spenderinnen und Spendern, die diese Arbeit ermöglicht haben. „Hinter der beeindruckenden Zahl von 537 Millionen Euro stehen konkrete Schicksale, die eine positive Wendung genommen haben“, sagte er aus Anlass der Veröffentlichung. „Wir bauen keine Straßen oder Häfen. Unsere Projekte sind nicht dazu da, ganze Volkswirtschaften anzukurbeln. Aber sie bewirken Veränderungen im Leben so vieler Menschen. Sie finden Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das wird von keiner Statistik erfasst“, unterstrich Bischof Meier.
Der Konferenz Weltkirche gehören unter anderem Vertreter der (Erz-) Bistümer, der Orden und der weltkirchlichen Hilfswerke (Adveniat, Caritas international, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Missio Aachen und München, Renovabis, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken) an. Aus diesen Hilfswerken haben die Herz-Jesu-Priester im vergangenen Jahr ebenfalls 12.000 Euro zur Finanzierung von Kleinprojekten erhalten.
Mehr Infos und der Jahresbericht
Das Foto (© scj) zeigt Pater Alain Pola SCJ im Norden Kameruns, wo mit Hilfe des Monatsprojekts August künftig Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitmöglichkeiten angeboten und ihnen zugleich Fertigkeiten vermittelt werden, mit denen sie eigenes Einkommen erzielen können – auch ohne Schulbildung.