Seligsprechung: Ermutigung, treu zum Ordens-Charisma zu bleiben

In der Basilika mit dem Bild der drei Seligen
Autor
Deutsche Ordensprovinz der Dehonianer SCJ
Datum
28.9.26

In einer ergreifenden Feier mit rund 2.500 Gläubigen wurden der Herz-Jesu-Priester Pater Martino Capelli SCJ, der Salesianer Pater Elia Comini und der Diözesanpriester Ubaldo Marchioni am Sonntag, 27.09.2026, seliggesprochen. Von der deutschen Ordensprovinz reiste Provinzial Pater Stefan Tertünte SCJ dazu mit einer Delegation nach Bologna.

In der Basilika San Petronio in Bologna leitete Kardinal Marcello Semeraro, Präfekt des Dikasteriums für die Heiligsprechungen, das Seligsprechungsritual. Unter den 150 Konzelebranten waren auch der Generalobere der Dehonianer, Pater Carlos Luis Suárez SCJ, und der Obere der Salesianergesellschaft, Don Fabio Attard.

Die drei Priester wurden 1944 in der Region Monte Sole während der im Zweiten Weltkrieg verübten Massaker getötet. Ihre Seligsprechung erkennt ihr Martyrium an und verankert ihr Zeugnis in das Gedächtnis der Kirche.

In seiner Predigt nutzte Kardinal Marcello Semeraro das Bild des guten Hirten, um die unerschütterliche Hingabe der drei Seligen zu ihren Gläubigen zu illustrieren: Die Väter Ubaldo, Elia und Martino hätten verstanden, dass die Stimme des Guten Hirten sie nicht weg von Gefahr rief, sondern an die Seite ihres Volkes (...) Deshalb seien sie geblieben. „Sie gaben freiwillig ihre eigene Sicherheit auf, um bis zum Ende das Schicksal der ihnen anvertrauten Brüder zu teilen. Dabei legten die drei gemarterten Priester ein kraftvolles Zeugnis dafür ab, was ein guter Hirte ist.“ Und darin, so der Kardinal, "zeigt sich die Schönheit ihrer Heiligkeit."

Der Generalobere Pater Carlos Luis Suárez sieht die Seligsprechung als Ermutigung für alle: „Wir wollen in dieser Feier eine Ermutigung sehen, weiterhin treu zu unserem Charisma zu bleiben, weiterhin im Dienst an der Kirche und an den Männern und Frauen, die ebenfalls Unterstützung brauchen, zu wachsen. Ich denke, dies ist nicht nur ein Ziel, sondern ein Ausgangspunkt, um weiterzugehen.“

Das dehonianische Programm für die Seligsprechung wird am 28. September mit einer Pilgerreise nach Monte Sole fortgesetzt. Dieser Hügel ist der Ort, an dem 1944 die drei Priester und mehr als 770 Menschen ihr Leben verloren.

Vorausgegangen war der Seligsprechung eine Gebetsvigil in der Herz-Jesu-Kirche der Salesianer unter dem Motto: „Im Angesicht der Liebe. Der rote Faden der totalen Hingabe“. Sie bot die Gelegenheit, „dem Schicksal und der Lebenshingabe der drei Priester im Gebet zu begegnen“, so Provinzial Pater Tertünte. Er war begeistert von der großen Beteiligung auch von vielen jungen Menschen und darüber, wie viele Dehonianer sich dazu eingefunden haben. „Es war ein vielfaches familiäres Wiedersehen mit Mitbrüdern aus allen möglichen Ländern.“

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