
Rund 30 Publikationen sind bisher von Pater Andreas Pohl SCJ erschienen. Jetzt hat er ein neues Buch veröffentlicht. Es heißt „Am Brunnen“ und ist im Kawohl Verlag erschienen.
Am Sonntag, 22.02.2026, um 14 Uhr stellt Pater Pohl es in der Wallfahrtskirche mit einer Lesung vor. Im Anschluss besteht in der Pilgergaststätte die Möglichkeit für Austausch und Gespräche bei Kaffee und Kuchen.
Ein Interview mit Pater Pohl über sein Schreiben und Fotografieren:
Seit wann schreiben Sie Bücher, welche sind bisher von Ihnen erschienen?
Meine allererste Veröffentlichung ist 1994 erschienen. Damals habe ich in der Reihe „Lahrer Geschenkhefte“ im Kaufmann Verlag in Lahr ein Heftchen veröffentlicht, das zu meinem Erstaunen schnell einige Auflagen bekommen hat. Es hieß: „Mensch möchte ich sein“. Von da an ist in den darauffolgenden Jahren fast jedes Jahr im Kaufmann Verlag eine Publikation erschienen. Später gab es Veröffentlichungen auch in anderen Verlagen, etwa im St. Benno Verlag in Leipzig oder Don Bosco in München. In den letzten 12 Jahren sind sechs Bücher im Kawohl Verlag erschienen. Bis jetzt sind insgesamt etwa 30 Publikationen von mir erschienen.
Was ist Ihre Motivation für die Bücher?
Ich verstehe meine Veröffentlichungen als eine Form der christlichen Verkündigung. Verkündigung geschieht nicht nur auf der Kanzel. Wenn Gott mir die Gaben geschenkt hat, zu fotografieren und Gedanken dazu zu schreiben, dann ist das auch eine Art von Apostolat. Es ist eine gute Form, das Evangelium zu deuten und es mit Hilfe meiner Bücher näher zu den Menschen zu bringen.
Wie entstehen die Idee, Bildmotive und Texte – was ist zuerst da: Bild oder Text?
Ich spüre in mir zuerst, wie ich von einer Botschaft berührt werde. Ich suche sie nicht extra. Aber wenn sie kommt, dann bremse ich sie auch nicht aus, sondern versuche, ihr länger auf der Spur zu bleiben, und werde zum Hörenden. Manchmal ist zuerst ein Foto ein Auslöser dafür, manchmal ist es umgekehrt. Nach einer gewissen Zeit entsteht dann eine Bildbetrachtung.
Oft sehe ich mich selbst im Bild eines Bäckers, der die Freude hat, ein gutes Brot für die Menschen zu backen. Und wenn es dann fertig gebacken ist, dann hat er Freude, dieses Brot anderen anzubieten. Und wenn er sieht, wie die Menschen dadurch satt werden, dann ist er noch mehr motiviert, weiter sein Brot zu backen. Dem echten Bäcker macht sein Beruf nicht erst dann eine Freude, wenn er sieht, dass seine Brote gekauft werden, sondern, wenn er sieht, wie sich die Menschen an seinem Brot erfreuen, satt werden und die Hand danach ausstrecken.
In diesem Bild vom Bäcker sehe ich mich oft in meiner Verkündigung, in der Vorbereitung meiner Veröffentlichungen.
Ist das für Sie Arbeit oder eine Art von Besinnung und Meditation?
Weil das Schreiben der Texte, der Meditationen und das Fotografieren mit Ort und Zeit verbunden ist, ist es in gewissem Sinne automatisch auch eine Art Arbeit. Aber zuerst ist es eine freudige Besinnung, die mich persönlich innerlich bereichert. Dabei spüre ich, wie ich selbst dabei wachse und in eine Tiefe geführt werde, die mich froh macht und bereichert.
Wie sind Sie zum Fotografieren gekommen, was fotografieren Sie, gibt es dabei bevorzugte Motive?
Mit dem Fotografieren hat es bei mir ziemlich früh begonnen. Schon als Jugendlicher war ich oft der „Familien-Fotograf“, der manche Familienfeste oder Ereignisse mit der Fotokamera verewigt und sich dabei etwas Taschengeld verdient hat.
Als ich im Gymnasium zum ersten Mal gesehen habe, wie ein Schwarzweiß-Foto in einer fotografischen Dunkelkammer entsteht, war ich davon fasziniert, und seitdem bin ich nicht zu bremsen. Ich habe früher meine Fotos auch selbst entwickelt. Seit ich fotografiere, habe ich begonnen, die Welt „mit drei Augen“ zu sehen. Die Linse im Fotoobjektiv ist dieses dritte Auge. Und mit dem dritten Auge sehe ich viel mehr.
Was können Sie über das neue Buch sagen?
Wie es zu dem neuen Buch und zu dem Titel „Am Brunnen“ gekommen ist, schrieb ich in meinem Vorwort dazu. Ich fühlte mich damals an einem zufällig gefundenen Brunnen nicht nur tief berührt, sondern seelisch auch wie aufgeweckt. Eine Lavine von Gedanken, Erinnerungen und Inspiration kam auf mich zu. Das hat mich dann die ganze Zeit intensiv begleitet, bis das Manuskript fertig war. Das Buch mit meinen Texten und Bildern soll auch eine Art „Brunnen“ sein, der den Lesern Impulse schenkt, die sie in ihrer Spiritualität bestärken und motivieren.
„Der Brunnen“ von Pater Andreas Pohl SCJ ist im KAWOHL Verlag erschienen und in jeder Buchhandlung bestellbar. Bestellungen auch direkt bei Pater Pohl, am Schriftenstand in der Wallfahrtskirche oder im Pilgerladen.
Preis: 12,80 Euro