Von Berlin in eine „ganz andere Welt“ – P. Krupa wird Rektor im Kloster Martental

Ab 1. September zieht Pater Ryszard Krupa SCJ ins Kloster Martental um. Es ist ein Wechsel in eine ganz neue und ungewohnte Umgebung, auf die er sich aber freut.

Mit der Versetzung in diesem Jahr habe er nicht gerechnet, "obwohl es seit ein paar Monaten bei mir Gedanken gab, noch maximal ein bis zwei Jahre in Berlin zu bleiben. Dann sollte ein neuer Mitbruder kommen, der neue Ideen und Angebote hat und neue Menschen erreichen kann.“

2012 kam P. Krupa nach Berlin. Martental in der Eifel ist für ihn ein echtes „Kontrastprogramm“, eine „ganz andere Welt“ – nicht nur geografisch. Er müsse die Menschen erst kennenlernen, sagt P. Krupa – und dass er sich darauf freut.

Die Unterschiede kennt er vorerst nur auf dem Papier: Hier eine Großstadt, da dörfliche Strukturen; hier Enge zwischen den Häusern, da Weite; hier die Grenzen nach Osten, da Grenzen nach Westen, was für die Mentalität der Menschen sicher eine große Rolle spielt; hier verschiedene Religionen und Nicht-Gläubige auf engstem Raum, da ein katholisch geprägtes Umfeld. Aber das ist alles in allem eine Herausforderung, der er sich gerne stellt.

Und zudem: „Das Kloster gefällt mir sehr gut, es ist wunderschön, gut renoviert, hell und einladend, und die Kirche ist ganz schlicht, auch das gefällt mir.“  Ebenso übrigens die Pieta in der Wallfahrtskirche.

Dass Martental ein Wallfahrtsort ist mit einer langen Tradition, auch darüber freut sich der Herz-Jesu-Priester. Inwieweit P. Krupa, der in Berlin viel experimentiert hat, auch in der Eifel Formate wie Kneipengespräche und Wanderungen anbieten wird, weiß er noch nicht: „Ich muss die Menschen erst kennenlernen, hören und fühlen, was sie brauchen“, betont er. 

Überhaupt will er sich Zeit nehmen, viel zuhören, schauen und lernen. „Wir haben auch in Berlin langsam angefangen und mussten Niederlagen einstecken, weil wir nicht immer mit unseren Angeboten die Menschen begeistern konnten.“

„Ich mag Herausforderungen“, wiederholt der neue Rektor von Martental. Während sein Vorgänger Pater Konrad Flatau SCJ froh ist, nach vielen Jahren in Leitungsfunktionen diese nun abgeben zu dürfen, hat P. Krupavor dieser Aufgabe großen Respekt: „Das hier ist ein großes Kloster mit der Kirche und vielen Angeboten, das bedeutet auch viel Verantwortung“, ist er sich bewusst – und froh, dass P. Flatau und auch P. Andreas Pohl SCJ bleiben und ihn einführen und unterstützen werden.

"Ich hoffe auch, dass ich in der Zusammenarbeit mit P. Lenin und P. Roman neue Wege finde, wie unser Kloster und die Wallfahrtskirche den Gemeinden helfen kann, indem sie geistliches und seelsorgerisches Zentrum für die Menschen in der Umgebung sind."

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