Gott ist bei den Lebendigen!

Nach unseren Fastenimpulsen zu den Werken der Barmherzigkeit lesen Sie heute den Ostergruß von P. Gerd Hemken SCJ:

Der Herr ist nicht bei den Toten, sondern bei den Lebendigen. Er ist nicht in einem Grab, wo die Jünger sich jetzt um ihn kümmern müssten – mit Grabpflege und mit Kerzen anzünden. Nein, er ist im Leben, damit ER sich um die Jünger kümmern kann. Damit er weiter für sie da sein kann, um sie weiter mit hineinzunehmen in SEIN Leben, in sein „auferstandenes“ Leben:

In dieses Leben, in dem die Liebe, die er den Jüngern zu Lebzeiten geschenkt hat, nicht aufhört, sondern eher noch größer wird. In dieses Leben, in dem die große Barmherzigkeit, mit der er die Menschen, besonders die Sünder, die Kranken und Beladenen, behandelt nicht zum Ende kommt, sondern ganz neu aufbricht.

In ein Leben, in dem er sich den Menschen, die ihm nachfolgen, die nach ihm suchen - und die ihn brauchen -, schenkt, so schenken und mitteilen kann, dass sie selbst so werden wie er ist: Voller Liebe, voller Erbarmen – und voller Leben.

Und da der Herr zu seinen Lebzeiten nicht nur bei den Frommen und Guten gewesen ist, sondern auch bei den Kranken, den Leidenden und auch bei den Sündern, dann wird das nach seiner Auferstehung auch nicht anders sein. Und wie er die Allzu-Frommen damals mit seinem grenzenlosen Erbarmen und seiner „ver-rückten“ Liebe zu den Schwachen und Geringen oft an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, dann wird das nach seiner Aufweckung - und das ist heute - nicht anders sein.

Bild ©: Sofia Brandmayr in: Pfarrbriefservice.de
 

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