Erstellt von Katharina Bachtler-Grossmann | | NeustadtSCJ-Nachrichten

P. Karl-Heinz Ofenloch auf Heimatbesuch in Deutschland

Seit dem 20. Juli 2019 ist P. Karl-Heinz Ofenloch SCJ, der seit fast 49 Jahren als Herz-Jesu-Priester in Südafrika lebt und arbeitet, zu Gast im Kloster Neustadt.

 

Nicht weit von hier, im Nachbarort Lambrecht, wurde der heute 77jährige geboren. Nach seiner Profess im Kloster Maria Martental und seiner Priesterweihe in Freiburg ging er Anfang der 70er Jahre für den Orden nach Südafrika. Er erinnert sich noch genau an das Datum seiner Ankunft in Aliwal North – am 1.Oktober 1971 begann sein Dienst in der damals noch als Regio eingestuften und der deutschen Provinz unterstellten Niederlassung der Ordensgemeinschaft. Nach einem zweimonatigen Englischkurs bei einer aus Bayern stammenden Ordensfrau begann schon kurz vor dem Weihnachtsfest sein offizieller Einsatz in der Seelsorge. Es folgten noch zwei kurze Kurse in Xhosa, der Sprache der Einheimischen der Gegend. Viel Zeit für Einarbeitung blieb ihm nicht – „learning by doing“ war angesagt.

Damals herrschte noch die Apartheid und in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebte er die bewegte Geschichte Südafrikas hautnah mit: die bewaffneten Auseinandersetzungen in der direkten Nachbarschaft in den 1980er Jahren inklusive Überwachung der als „katholischen Gefahr“ eingestuften Geistlichen durch die Sicherheitspolizei, die Freilassung Nelson Mandelas und das Ende der Apartheid 1990, die ersten allgemeinen Wahlen für das gesamte Land 1994.

Im November 1994 entstand aus dem Zusammenschluss der Regio De Aar, die bis dahin der US-Amerikanischen Provinz unterstellt war, und der Regio Aliwal die eigenständige Provinz Südafrika, deren offizielles Mitglied P. Ofenloch wurde.

Von 1989 bis 2007 war er als Pfarrer in der Herz-Jesu-Kathedrale in Aliwal tätig, in der er auch heute noch ab und zu aushilft. Als Gemeindepfarrer ist er mittlerweile offiziell im Ruhestand, in der Priesterausbildung der Herz-Jesu-Priester in Südafrika aber noch mit Herzblut als Ausbilder tätig. Er begleitet dabei den Entscheidungsprozess junger Männer, die überlegen, eventuell in den Orden einzutreten.

P. Ofenloch wird insgesamt sechs Wochen auf Heimaturlaub in Deutschland bleiben, in denen er wohl auch noch anderen Herz-Jesu-Klöstern wie Handrup oder Freiburg einen Besuch abstatten wird, bevor es am 1. September 2019 wieder zurück nach Aliwal geht.

 

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