Erstellt von Regina Schwarz | | SCJ-Nachrichten

Worauf ich in der Fastenzeit auf keinen Fall verzichten möchte -

Die Herz-Jesu-Priester verraten, was für sie in der Fastenzeit besonders wichtig ist

 

Die Katholiken befinden sich mitten in der Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt. Es ist eine intensive Zeit der Vorbereitung auf das größte Fest der Katholischen Kirche, die Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Die Fastenzeit ist geprägt von Verzicht, guten Werken und einem intensiven Gebetsleben. Heute verraten Herz-Jesu-Priester, worauf sie in der Fastenzeit nicht verzichten wollen.

Ein gutes Buch

José Ricardo Leandro Diniz SCJ, Herz-Jesu-Priester aus der Ordensniederlassung in Handrup sagt: „In dieser Fastenzeit möchte ich nicht auf die Lektüre ein gutes Buch verzichten. Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr in der Fastenzeit ein gutes Buch zu lesen. Süßigkeiten, Bier, Fleisch, das wären für mich keine Opfer, weil mir diese Sachen sowieso nicht so wichtig sind.  Weil ich aber kein so eifriger Leser bin, habe ich mir diesen Vorsatz für die Fastenzeit genommen. Ich glaube, dass die Lektüre mir helfen wird, mich in der Fastenzeit besser auf das neue Leben, das uns an Ostern geschenkt wird, vorzubereiten.“  Ein Vorsatz, den auch Pater Gerd Hemken SCJ aus Neustadt teilt. Er „will mehr Zeit für die geistliche Lesung haben“.  Deshalb verzichte er auf das Handy soweit es möglich ist.

Bewegung und Sport

Nicht nur das Lesen steht bei den Herz-Jesu-Priestern auf der Liste der Dinge, die für sie unverzichtbar sind, sondern auch die sportliche Betätigung. „In dieser Fastenzeit will ich mehr Zeit für Sport und Bewegung haben und dafür bleibt der Fernseher aus“, sagt Pater Hemken. Auch Pater Márcio Auth SCJ aus der Niederlassung in Freiburg „möchte nicht auf körperliche Bewegung verzichten“. Er hat sich vielmehr vorgenommen, mindestens zweimal in der Woche Sport zu treiben.

Ruhe, Gebet und Meditation

Unverzichtbar ist es den Ordensmännern auch, sich bewusste Auszeiten zu nehmen. Stress und Hektik beiseite zu schieben und Zeit für Ruhe, Gebet und Meditation zu finden. Pater Levi Ferreira SCJ, der nun im Generalrat in Rom ist, sagt: „Für mich ist das wichtigste in der Fastenzeit die innere Einstellung. Auf Essen und Trinken zu verzichten, versuche ich alltäglich. Worauf ich nicht verzichten kann, ist die besondere innere Ruhe, in der ich merke, es ist jetzt eine besondere Zeit. Ich werde auch nicht darauf verzichten, eine Weile im Garten unseres Klosters hier in Rom zu verbringen, wo ich in aller Ruhe die in der Frühe gefeierten Messe meditiere. Ich werde nicht darauf verzichten, eine Kerze anzuzünden für den Frieden in der Welt, vor allem für Venezuela“. Pater Auth verrät: „Ich möchte nicht darauf verzichten, täglich das Evangelium zu meditieren und jeden Tag Rosenkranz zu beten“.

Auf das Essen

In der Fastenzeit gibt es viele Möglichkeiten, Verzicht zu üben. Nicht für jeden ist der Verzicht auf Essen möglich oder sinnvoll. Pater Franz Hoch SCJ, Herz-Jesu-Priester in Freiburg, gibt ein wunderbares Beispiel: "Aus gesundheitlichen Gründen kann und möchte ich nicht auf Lebensmittel verzichten, aber ich habe mir für die Fastenzeit vorgenommen, nicht zu urteilen. Manchmal ist man versucht, eine Situation sehr schnell zu bewerten, obwohl man die Hintergründe gar nicht kennt. Was dabei herauskommt, ist oft vorschnell und wird der Situation und dem Menschen gar nicht gerecht. Deshalb möchte ich mich bemühen, auf solche Urteile zu verzichten."

Text: Regina Schwarz

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