Wie die Herz-Jesu-Priester ihr Patronatsfest in ihren Häusern feiern

Mal zünftig, mal ruhig in kleiner Runde und immer wieder mit vielen Gästen und Wohltätern. Der dritte Freitag nach Pfingsten ist das Herz-Jesu-Fest und damit das Patronatsfest der von Leo Dehon gegründeten Ordensgemeinschaft.

Speyerer Weihbischof Otto Georgens zelebrierte mit der Kommunität in Neustadt das Herz-Jesu-Fest. (c) P. Kmiec

„Das Herz gilt in der Bibel als Mitte des Menschen, als Sinnbild der ganzen Person, seines Fühlens und Wollens. Das Herz Jesu im Speziellen steht für die unendliche Liebe des Gottessohnes. Die Geschichte des Gedenktags reicht weit in die Zeit vor 1856, dem Jahr seiner offiziellen Einführung, zurück“, schreibt Vanessa Renner auf Katholisch.de über das Hochfest am dritten Freitag nach Pfingsten. Insbesondere die Herz-Jesu-Priester feiern an diesem Tag in ihren Kommunitäten ihr Patronatsfest.

Zünftig und festlich ging es in Neustadt zu, wo das Provinzialat der deutschen Ordensprovinz seinen Sitz hat und ein modernes Bildungshaus der Gemeinschaft steht. Gleich zwei Spannferkel kamen an der Weinstraße auf den Grill, dazu haben Diedesfelder Musikanten aufgespielt. „Wir hatten ein sehr schönes Fest“, berichtet Pater Gerd Hemken, der Rektor der Neustädter Gemeinschaft. Den Festgottesdienst feierte der Speyerer Weihbischof Otto Georgens mit der Gemeinschaft in der Klosterkirche und zahlreiche Gläubigen und Wohltäter kamen der Einladung bei. Ebenso waren drei in Deutschland lebende italienische Mitbrüder anwesend. In seiner Predigt ging Weihbischof Georgens auf die Verbindung von Lutherrose und dem Herz-Jesu-Fest ein.

Das Herz Jesu und was sie mit ihm verbinden, stand auch im Mittelpunkt von Erzählungen einiger Mitbrüder, Lehrer und der Franziskanerinnen, die im Kloster in Handrup mit den Herz-Jesu-Priestern unter einem Dach leben. Vor der ganzen Schulgemeinschaft des Gymnasiums Leoninum wurde am Herz-Jesu-Fest ein Gottesdienst als Morgenlob gefeiert; in der Sporthalle, weil nicht alle in die Klosterkirche passen. Schon am Vorabend beging die Kommunität zusammen mit der örtlichen Pfarrgemeinde, ebenso Herz-Jesu heißt, einen gemeinsamen Gottesdienst mit anschließender Begegnung und Grillen im Gemeindehaus. Am Abend des Herz-Jesu-Freitags gab es als Abschluss noch eine „klosterinterne Feier“, berichtet Pater Mario Auth, Rektor des Herz-Jesu-Klosters Handrup. Insgesamt 50 Personen, darunter Ordensschwestern, Pfarrer aus den Nachbargemeinden, Mitarbeiter des Klosters und die Schulleitung waren dabei. „Es war rundum eine schöne Feier des Herz-Jesu-Festes“, resümiert Pater Auth.

Eine schöne Feier erlebten auch Gäste des Herz-Jesu-Klosters in Berlin. Den Gottesdienst zelebrierten an dem Abend alle vier Mitbrüder im Beisein von Pater Manfred Kollig SSCC, dem Generalvikar des Erzbistums. Pater Tarcisio Feldhaus hielt die Predigt und wandte sich als Rektor der Gemeinschaft und Pfarrer der portugiesischsprachigen Gemeinde Berlins auch in portugiesischer Sprache an die Gäste. Anschließend wurde in der Hauptstadt, im Innenhof des neogotischen Klosterkomplexes, gegrillt und festlich gegessen.

Nicht weniger festlich beging die Klostergemeinschaft mit den internationalen Studenten im Freiburger Ausbildungshaus den Herz-Jesu-Freitag. Am Vorabend schon wurde der Tag mit der Hora Sancta Anbetung eingeläutet, am Freitagabend selbst zelebrierte Pater Heinrich Faller mit dem Rektor des Hauses, Levi dos Anjos Ferreira (Predigt), die Messe. Zu Gast war neben der Klostergemeinschaft auch ein Priester des Bistums Münster, der seit 49 Jahren in Südafrika lebt. Anschließend gab es einen Empfang in der Bibliothek des Hauses. Besinnlich dagegen feierte die Gemeinschaft in Oberhausen im kleinen Kreis ihrer dreiköpfigen Kommunität.

Eine Fotogalerie aus den Häusern ist hier über Facebook zu finden.

Text: Nowak

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