Erstellt von Regina Maria Scharz | | SCJ-Nachrichten

Was macht eigentlich Pater Pohl?

In der neuen Reihe „Was macht eigentlich Pater…“ berichten Herz-Jesu-Priester, über die schon länger nichts mehr auf scj.de zu lesen war, was sie was sie gerade tun und was sie beschäftigt. Den Anfang macht Pater Andreas Pohl SCJ aus Maria Martental.

Schriftsteller und Fotograf

Ganz neu erschienen ist das kleine Andachtsbuch, das Pater Pohl in Händen hält. Es trägt den Titel „Kleine Augenblicke für dich“ und ist bereits das 3. Buch mit sogenannten „Drei-Minuten-Impulsen und Gebeten für’s Leben“, das Pater Pohl herausgegeben hat. „Natürlich ist es eine Freude, das Buch nun in den Buchhandlungen sehen zu können“, sagt der Herz-Jesu-Priester. Er hat viel Zeit und Liebe in die Bilder und Texte investiert. „Das Büchlein ist für Menschen gedacht, die am Glauben interessiert sind“, erklärt er. Dabei greife es in seinen Texten und Bildern Alltägliches auf. „Jesus hat gerne in Gleichnissen gesprochen, er hat Bilder verwendet um es den Menschen leichter zu machen, Gott und sein Handeln in der Welt zu sehen und zu verstehen“, fügt der Ordensmann hinzu. Die Fotos, die Pater Pohl allesamt selbst gemacht hat, entstehen ganz unterschiedlich, manchmal fotografiere er spontan, manchmal habe er das Bild bereits vor Augen, bevor er die Idee fotografisch umsetze. Pater Pohl hat seine langjährige Erfahrung in der Exerzitienarbeit in „Kleine Augenblicke für dich“ einfließen lassen und so ist ein Buch entstanden, das einlädt, im Alltäglichen das Besondere zu sehen und Gott zu entdecken.

Seelsorger aus ganzem Herzen

Doch in der Regel sieht man Pater Pohl nicht mit der Kamera in der Hand. Nur hin und wieder findet der Ordensmann Zeit für sein Hobby. Seine Hauptaufgabe liegt in der Seelsorge. An drei Stellen ist er eingesetzt. In der Pfarreiengemeinschaft, in der Einrichtung St. Martin und natürlich am Wallfahrtsort Maria Martental. „Es ist schon sehr viel zu tun“, berichtet der Herz-Jesu-Priester. „In unserer Pfarreiengemeinschaft sind 12.000 Katholiken, es gibt aber nur eineinhalb Stellen, die wir uns zu dritt – jeder mit einer halben Stelle – teilen. Neben den regulären Gottesdiensten kommen etwa vier bis fünf Beerdigungen in einer Woche hinzu“, fügt er hinzu. Auch in der naheliegenden integrativen Einrichtung St. Martin ist der Ordensmann als Seelsorger gefordert. „Und natürlich bin ich auch hier im Wallfahrtsbetrieb in Maria Martental eingesetzt. Im Moment fällt auch im Haus viel Arbeit an, denn unsere Mitbrüder aus anderen Herkunftsländern besuchen in Trier einen Kurs für ausländische Priester und fehlen in dieser Zeit natürlich in der Ordensniederlassung“. Zu viel werde es ihm aber nicht, denn sich für andere einzusetzen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen beistehen zu können, sei für ihn eine sehr schöne und wertvolle Aufgabe. „Neben dem Arbeitspensum hin und wieder Zeit mit der Kamera zu verbringen, ist für mich ein sehr schöner Ausgleich“, verrät er.

 

Text: Regina Schwarz

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