Internationales Treffen für Berufungspastoral und Jugendarbeit in Handrup

15 Herz-Jesu-Priester aus Italien, Spanien, Portugal, Polen und Deutschland trafen sich dieser Tage im Kloster Handrup zum "Internationalen Treffen für Berufungspastoral und Jugendarbeit". Bei den sogenannten „Delegatitreffen“ ging es um den Austausch darüber, was für Jugendliche heute wichtig ist und wie man jungen Menschen auf der Suche nach ihrem Platz im Leben und ihrer Berufung beistehen und helfen kann.

"Dieses Treffen findet einmal jährlich statt", berichtet Pater Ricardo Diniz, Schulseelsorger am Leoninum in Handrup. Es werden jeweils zwei bis drei Dehonianer pro Land ausgewählt, von denen, die in der Jugend- oder Berufungspastoral tätig sind. „Für mich war dieses Treffen sehr gut, denn es ist zum einen eine große Freude, die Mitbrüder aus anderen Ländern zu treffen und zum anderen sehr hilfreich und spannend zu hören, welche Erfahrungen sie im Bereich der Jugend- und Berufungspastoral machen", erzählt Pater Diniz begeistert. „Wir können voneinander lernen, Ideen aufgreifen und überlegen, ob wir sie auch in unserem Land umsetzen können.“ So sei beispielsweise das Projekt, jungen Menschen einen zweiwöchigen Freiwilligendienst anzubieten, entstanden. Das Volontariat biete Jugendlichen die Möglichkeit, eine Ordensniederlassung der Herz-Jesu-Priester in einem anderen Land zu besuchen und dort an einem Projekt mitzuarbeiten und gleichzeitig Land und Leute und deren Sitten kennenzulernen.

Gebet, Arbeit und Gemeinschaft

Im Mittelpunkt standen Gespräche über Erfahrungen in der Jugendarbeit. Zudem ging es auch darum, über Herausforderungen zu sprechen, die mit der Berufungspastoral verbunden sind. Darunter die rückläufigen Zahlen an Priester- und Ordensberufungen in den europäischen Ländern. Auf dem Programm stand auch ein gemeinsamer Ausflug nach Osnabrück, dort feierten die Dehonianer eine Heilige Messe in der Herz-Jesu-Kirche und staunten bei einer Stadtführung über die Sehenswürdigkeiten, die Osnabrück zu bieten hat. "Das Abendessen nahmen wir in der portugiesischen Gemeinde ein", berichtet Pater Diniz, "anschließend ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen". Einen Impuls hielt Pater Levi Ferreira, Rektor des Freiburger Ausbildungsklosters. „Ich stellte die Sinus-Milieu-Studie vor, ein Gruppenmodell, das Menschen je nach Lebensstil und Wertehaltung verschiedenen Gruppen zuordnet. Auf diese Weise kann man sehen, wie junge Menschen ticken, welche Interessen sie haben und welche Werte ihnen wichtig sind", erklärt der Ordensmann. Waren zwar Diskussionen, Vorträge und Gruppenarbeiten vorranging, doch auch Gebeten und Gottesdiensten sowie am gemeinsamen Grillen und Sporttreiben hat es nicht gefehlt, schildert Pater Diniz und schaut schon auf das kommende „Delegati-Treffen“. Das soll dann im Oktober 2018 in Portugal stattfinden.

Text: Regina Maria Schwarz

 

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