„Ich fühle mich sehr willkommen!“ - Verstärkung für den Schwesternkonvent im Herz-Jesu-Kloster Handrup

Die Präsenz und Zusammenarbeit der Thuiner Franziskanerinnen im Herz-Jesu-Kloster in Handrup hat eine lange Tradition. Seit August letzten Jahres gibt es im Obergeschoss des Klosters eine eigene Schwesternklausur. Anfangs sind zwei Thuiner Franziskanerinnen eingezogen, nun haben sie mit Schwester Hanna Stevens FSMG, die auch Mitglied in der Generalleitung des Thuiner Ordens ist, eine weitere Mitbewohnerin.

Schwester Hanna. (c) Nowak/scj
Unermüdlicher Einsatz für eine gute Ausbildung in der Pflege

„Ich bin sehr nett aufgenommen worden“, sagt Schwester Hanna Stevens, die seit Ende des vergangenen Jahres in Handrup ist. 26 Jahre lang hat die Ordensfrau im Konvent im Harderberg, Georgsmarienhütte gelebt und gearbeitet. „Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester und meiner Erfahrung im Bereich der Pflege habe ich mich entschlossen, Pflegepädagogik zu studieren“, erzählt die Ordensfrau. So wurde sie zunächst Lehrerin für Pflegeberufe und leitete von 1997 bis 2007 die Krankenpflegeschule im Franziskus Hospital Harderberg. „Anschließend hatte ich gemeinsam mit Ulrich Barlag die Schulleitung des Bildungszentrums St. Hildegard der Niels-Stensen-Kliniken in Osnabrück.“ Nun habe sie eine neue Aufgabe und eine neue Wirkstätte erhalten. „Nach so langer Zeit an einem Ort fällt der Abschied natürlich nicht ganz leicht, ich habe sehr gerne mit den jungen Menschen gearbeitet, die ich in ihrer Pflegeausbildung unterrichten und begleiten durfte. Aber der herzliche Empfang in Handrup hat dazu beigetragen, dass ich mich hier schnell einleben konnte“, erzählt Schwester Hanna. Vor ihrer Versetzung nach Handrup wurde sie feierlich verabschiedet.

Viele Anknüpfungspunkte

Schwester Hanna Stevens hat mit ihrem Wechsel nach Handrup viel Vertrautes zurückgelassen, doch gibt es bei allem Neuen auch viele Anknüpfungspunkte. „Im Moment habe ich in der Klostergemeinschaft noch keine feste Aufgabe, ich durfte ankommen und mich einleben. Nachmittags arbeite ich in Thuine im Elisabeth-Krankenhaus in der Klinikseelsorge und dort vor allem auf der Palliativstation“, berichtet die Ordensfrau. Auch eine Weiterbildung in der Klinikseelsorge sei angedacht. Mit ihrer beruflichen Erfahrung als Krankenschwester kennt sie die Abläufe in einer Klinik und sie bringt als Ordensfrau ihre Glaubenserfahrung mit. Oft nimmt sie sich Zeit für die Patienten und hört zu, etwas, was das Pflegepersonal oft nicht leisten kann. Welche Aufgaben sie im Kloster erhält, ob in der Schulseelsorge oder in einem anderen Bereich, werde die Zeit zeigen. „Für den Ruhestand jedenfalls bin ich noch viel zu jung“, sagt Schwester Hanna Stevens lachend und voller Tatendrang.

Regina Maria Schwarz

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