Gemeinschaftliche Atmosphäre: 25 Herz-Jesu-Priester beim Dreikönigstreffen im Kloster Handrup

Als Dreikönigstreffen wird landläufig eine öffentliche Klausurtagung von politischen Parteien am Anfang eines Jahres bezeichnen. Wenn die Mikrophone von TV- und Hörfunk an sind, fallen dann von Seiten der Politiker markante Sprüche. Um Welten ruhiger verläuft dagegen das jährliche Dreikönigstreffen der Herz-Jesu-Priester, ebenfalls um das Dreikönigsfest herum. Ausnahmsweise fand es dieser Tage nicht am Sitz des Provinzialats in Neustadt, sondern im Kloster Handrup im Emsland, statt. Und 25 Herz-Jesu-Priester, die zur deutschen Ordensprovinz gehören oder in ihr tätig sind, nahmen daran teil.

Die Heilige Messe mir Gelübdeablegung wurde in der Klosterkirche in Handrup gefeiert. (c)Nowak

Die Idee, auch in einem der sechs Häuser in der Ordensprovinz zu tagen, begrüßte Pater Marcio Auth in einem Resümee. „Mitbrüder vor Ort können daran teilnehmen, für die wegen Verpflichtungen oder Krankheit eine Anreise nach Neustadt nicht möglich ist“, sagte der Rektor des Klosters Handrup, der zugleich als „Gastgeber“ der Klausur fungierte.

Zudem seien viele der angereisten Priester neugierig auf die neusanierte „Besinnungsetage“ in dem Traditionshaus im Emsland gewesen. Denn erst vor wenigen Wochen wurden die Sanierungsmaßnahmen von 15 Gästezimmern abgeschlossen, die nun zu zeitgemäßen Unterkünften mit modernen Bädern umgestaltet wurden.

Die neuen Zimmer waren aber nicht alleiniger Grund für die „gute Atmosphäre und die spürbare Zufriedenheit“, die Pater Auth beschrieb. Vielmehr auch der Charakter des Treffens. „Es geht hier darum, die Gemeinschaft zu spüren, indem wir einmal im Jahr zusammenkommen“, betont Ordensmann Auth. Zwar werde auch inhaltlich gearbeitet, „aber es ist kein Kapitel, bei dem wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen.“ 25 Priester aus elf Ländern, zählte Pater Auth, kamen zu der Klausur. Darunter auch Pater Artur Sanecki, der als Generalrat in Rom über die Arbeit in dem höchsten Ordensgremium berichtete.

Zu den Teilnehmern des Treffens zählten auch die Studenten aus dem Ausbildungshaus Freiburg. Zwei von ihnen, Frater Maximiliano Delfino Cândido und Frater Paulo César Henrique, haben als spirituellen Höhepunkt des Treffens, ihre Ordensprofess erneuert. Damit lagen sie ihr öffentliches Versprechen ab, nach den "evangelischen Räten" zu führen. Damit verpflichten sie sich zu einem Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam, erinnerte Pater Heinz Lau, Provinzial der deutschen Provinz. „Dazu gehört viel Leidenschaft und Pathos, die ich euch wünsche“, sagte der Ordensmann und dankte den beiden aus Brasilien stammenden Fratres für ihr Engagement in der deutschen Provinz.

Text & Fotos: Markus Nowak

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