Freiburger Herz-Jesu-Priester in römische Generalleitung gewählt

Die Herz-Jesu-Priester ziehen eine positive Bilanz ihres 24. Generalkapitels – zudem wurde die Nachfolge für Pater Heiner Wilmer bestimmt.

Die Wahl der Generalleitung wurde in Rom abgehalten. (c) Radek Warenda / scj

Zwei intensive Wochen in Rom, wichtige personelle Entscheidungen und am Ende eine Überraschung aus deutscher Sicht. Die Bilanz des 24. Generalkapitels der Herz-Jesu-Priester fällt positiv aus, sagt Pater Markus Mönch SCJ. Der Berliner Ordensmann war Delegierter der deutschen Provinz beim Treffen der Herz-Jesu-Priester in Rom. „Es war eine vertraute und mitbrüderliche Atmosphäre“, bilanziert Pater Mönch.

Rund 80 Ordensmänner der katholischen Kongregation der Herz-Jesu-Priester trafen sich vom 14. bis 27. Juli, um einen neuen Generaloberen zu wählen. Die Wahl von Pater Carlos Luis Suarez Codorniú als neuen Generaloberen bezeichnete Pater Heinz Lau SCJ, der als deutscher Provinzial ebenfalls in Rom mitabgestimmt hat, als „sehr gute Wahl“. „Er ist wie ein guter Vater, der zuhört, auf Menschen zugeht und sich traut auch Neues anzustoßen“, sagt Pater Lau.

Neues anstoßen kann in der ebenfalls neugewählten Generalleitung nun auch ein deutscher Ordensmann. Mit Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ wurde der Rektor des Freiburger Herz-Jesu-Klosters in den Generalrat gewählt. „Es kam überraschend“, konstatiert Pater Ferreira. „Normalerweise werden Provinziale in den Generalrat gewählt. Es ist für mich eine große Anerkennung meiner Arbeit“, sagt der Ordensmann, zugleich Ausbildungsleiter in Freiburger Kloster.

„Ich verlasse Freiburg aber auch mit einem weinenden Auge. Im Haus haben wir einen guten Rhythmus und viele Kontakte nach außen. Die Kommunität ist gut“, erklärt Pater Ferreira. Das Ausbildungskloster der Herz-Jesu-Priester in Freiburg ist international ausgerichtet, die Studenten kommen aus Afrika, Südamerika aber auch aus Finnland. „Das ist eine gute Vorbereitung für Rom, wo im Generalat Patres aus allen Teilen der Welt zusammenleben und arbeiten“, sagt der brasilienstämmige Ordensmann.

Für die deutsche Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester bedeute der Wechsel von Pater Ferreira von Freiburg nach Rom „eine Herausforderung und etwas Positives“, bilanziert Pater Mönch. Mit rund 50 Mitbrüdern an sechs Standorten in Deutschland sei die Gemeinschaft vom Priestermangel berührt und es gelte nun das Freiburger Haus und die Ordensausbildung neu zu strukturieren. Aber: „Es ist gut, wenn wir einen Mitbruder aus unserer Provinz in der Generalleitung haben“, sagt Pater Mönch.

Die Amtszeit der neuen Generalleitung beträgt sechs Jahre. Anlass der Neuwahl und des 24. Generalkapitels war die Ernennung von Pater Heiner Wilmer SCJ zum Bischof von Hildesheim. Bis zu seiner Berufung Anfang April 2018 war Pater Wilmer drei Jahre Generaloberer der Ordensgemeinschaft. Am 1. September wird er im Hildesheimer Dom zum Bischof geweiht.

MNowak

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