Die neue Heimat unseres ehemaligen Generaloberen: Kolpingwerk begrüßt Pater Wilmer auf den Straßen Hildesheims

Ein ungewöhnlicher Stadtbus mit einem lateinischen Slogan und einem bischöflichen Krummstab fährt dieser Tage durch Hildesheim. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass es mit dem neuen Bischof Heiner Wilmer SCJ zusammenhängen muss, bis April 2018 Generaloberer der Herz-Jesu-Priester. Und mit Kolping.

Stadtdechant Domkapitular Wolfgang Voges segnet den neuen Hildesheimer Stadtbus. Foto (c) Gossmann/Kolping

Der künftige Bischof des Bistums Hildesheim, Pater Heiner Wilmer SCJ, ist Herz-Jesu-Priester. Schon der Ordensgründer der Herz-Jesu-Gemeinschaft, Léon Gustav Dehon, habe, so Pater Wilmer, gefordert, „raus aus der Sakristei“ zu gehen und sich den konkreten Nöten der Menschen zuzuwenden. So praktiziert es auch das Kolpingwerk seit über 150 Jahren.

Raus aus der Sakristei, rein in die Welt – genauer auf die Straßen der Stadt–  geht daher auch das Kolpingwerk Diözesanverband Hildesheim. Ein Linienbus des Stadtverkehrs Hildesheim begrüßt nun großflächig und im Namen des katholischen Sozialverbandes Pater Wilmer.

Der Stadtbus wurde nun von Stadtdechant Domkapitular Wolfgang Voges gesegnet. „Auf das der Segen allen Menschen, die mit diesem Bus fahren, der Segen Gottes zuteilwerde“, so Domkapitular Voges. Kai Henning Schmidt, Geschäftsführer des Hildesheimer Stadtverkehrs sagte, dass dies in der über 100 jährigen Geschichte des Unternehmens das erste Mal sei, dass einer ihrer Busse gesegnet würde. „Auch für uns ein besonderer Moment“, so Schmitt.

„EPISCOPUS pro OMNIBUS“ steht dort am Bus geschrieben. Das lateinische Wortspiel heißt übersetzt „Bischof für alle“. Außerdem wird der Wahlspruch des neuen Bischofs aufgegriffen: „Gehilfen zu Eurer Freude“.

Das Kolpingwerk freut sich auch deshalb auf den neuen Hirten am Domhof, weil Pater Wilmers Herz-Jesu-Spiritualität mit jener Kolpings gut zusammengeht. „Sowohl der Ordensgründer Pater Dehon, wie auch Gesellenvater Adolph Kolping entstammen beide dem starken, katholischen 19. Jahrhundert und sind als Sozialreformer angetreten. Kolping und Dehon kennzeichnete eine tiefe Frömmigkeit und ein leidenschaftlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit“, erläutert Kolping Diözesansekretär Mirco Weiß. Diese eine Verbindung von Mystik und Politik ist es, was das Kolpingwerk auch heute noch mit der Herz-Jesu-Bewegung verbindet.

Hintergrund: Das Kolpingwerk Diözesanverband Hildesheim, ein katholischer Sozialverband, umfasst ein Gebiet von Cuxhaven bis Hann. Münden und von der Weser bis zur Ostgrenze Niedersachsens und ist eingebunden in das Kolpingwerk Deutschland. Aktuell gehören insgesamt etwas mehr als 8.000 Mitglieder zum Diözesanverband Hildesheim, die in 134 Kolpingsfamilien engagiert sind. Zur Kolpingjugend zählen davon etwas über 1000 junge Menschen. Im Sinne Adolph Kolpings will der Verband Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln fördern. Dabei versteht sich das Kolpingwerk als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Schwerpunkte des Handelns sind die Arbeit mit und für junge Menschen, unser Engagement in der Arbeitswelt, das Zusammenwirken mit und der Einsatz für Familien und für die Eine Welt. 

Pressemeldung Kolpingwerk Diözesanverband Hildesheim

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