„Handy aus, Urlaub an!“ - neue Ferien-Sommerserie

Sommer, Sonne, Sonnenschein. In der warmen Jahreszeit fehlt es den Ordensleuten zwar nicht an Aufgaben. In den Sommerferien laufen die Uhren häufig doch langsamer und dann bricht auch in den Klöstern und für die Patres selbst die Urlaubszeit an. In einer Sommerserie berichten wir, was manch Klosterbewohner in den Sommerferien so treibt.

Pater Markus Mönch SCJ verbringt seine Ferien gerne in Italien.

Pater Markus Mönch fuhr in den letzten Jahren immer wieder nach Italien, um dort Erholung zu finden. Die einfachste Möglichkeit für ihn, dem Alltagstrott zu entfliehen ist aber nicht etwa ein Strandurlaub. Er nutzt die Zeit lieber zum Vokabellernen.

Sprache verbindet

„Meine erste Sprachreise nach Italien habe ich noch während meines Noviziates gemacht, danach war ich immer mal wieder dort. Vor fünf Jahren habe ich den Entschluss gefasst, mich näher mit der italienischen Sprache auseinanderzusetzen. Zu Beginn habe ich mir dafür drei Wochen Zeit genommen, jetzt war ich über Pfingsten für zwei Wochen dort“, erzählt Pater Mönch begeistert. Unterricht, Vokabellernen – was für manche sehr anstrengend klingt, ist für ihn ein Teil des Urlaubs und der Erholung. „Wenn ich mich mit der italienischen Sprache beschäftige, Vokabeln und Grammatik lerne, fällt es mir leicht, meinen Alltag hinter mir zu lassen“, berichtet der Ordensmann.

Da er während des Jahres oft nicht dazu komme, die Sprache zu pflegen, dauere es immer ein paar Tage, bis er sich wieder hineingehört habe. Während dieser Zeit wohnt Pater Mönch in der Ordensniederlassung der Herz-Jesu-Priester bei Bologna. „Es ist schön zu sehen, dass nicht nur ich mich jedes Mal freue, wenn ich meine Mitbrüder wiedersehe, sondern, dass immer sehr herzlich willkommen geheißen werde.“ An manchen Nachmittag oder freien Tagen machen die Ordensleute gemeinsam Ausflüge. So haben sie beispielsweise eine kleine Wallfahrt zum Heiligen Antonius nach Padua gemacht, berichtet Pater Mönch SCJ.

Raus aus dem Alltag, rein in das Abenteuer Italienisch

Wie man sich einen typischen Tagesablauf während einer Sprachreise vorstellen könne? Pater Mönch verrät, wie so ein Tag für ihn aussieht. „Nach dem Aufstehen, Gebet und Frühstück beginnt um 9 Uhr der Unterricht. Es werden meist zwei Themen behandelt, zwei Stunden Grammatik gepaukt und den Rest der Zeit mit Konversationen verbracht. Zwischendurch gibt es natürlich auch mal eine Pause von 30 Minuten. Am Nachmittag werden manchmal auch von der Sprachschule kleinere Ausflüge oder eine Stadtführung angeboten.

Die Gruppe besteht insgesamt aus etwa acht bis zehn Schülern. Ab und zu unternehme ich am Samstag etwas mit den anderen und manchmal ergibt sich auch ein Gespräch über Gott. Ansonsten gönne ich mir am Nachmittag Zeit zum Ausruhen, trinke mit meinen italienischen Mitbrüdern gerne Espresso oder wir gehen Eis essen“, verrät der Ordensmann. Besonders angetan haben ihm in Italien die fruchtigen Eissorten in einem Gluten freien Hörnchen.

„Ich habe in Italien alles, was ich brauche“

Pater Mönch SCJ nutzt die gute Flugverbindung von Berlin nach Bologna und außer Kleidung nimmt er nicht viel mit. „Ich habe in Italien alles, was ich brauche. Manchmal nehme ich einen Krimi mit und hin und wieder wandern meine Radklamotten mit in den Koffer.“ Vor allem nehme er am Tagesablauf der Mitbrüder teil: Morgens Eucharistie und am Abend Stundengebet. „Die gemeinsamen Mahlzeiten anschließend bieten eine schöne Möglichkeit, mit den anderen Ordensmännern in Kontakt zu kommen“, erzählt Pater Mönch. Auf die Frage, warum er sich gerade für die italienische Sprache begeistert, antwortet er: „Ich mag die italienische Mentalität und das Lebensgefühl der Italiener, dazu kommt meine große Vorliebe für die italienische Küche.“

Text: Regina Maria Schwarz

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