Herzenssache Gemeindepriester - Nach vier Jahren verabschiedet sich P. Roman Gorincioi SCJ aus Martental

Mit einem neuen Gottesdienstformat wurde P. Roman Gorincioi SCJ an Pfingsten verabschiedet: mit einem Open-Air-Gottesdienst vor der Wallfahrtskirche. „Es waren so viele Menschen da, die ich kenne, Jugendliche, Familien und auch alte Menschen“, freut sich P. Roman über einen gelungenen Gottesdienst.

„Die Idee und der Wunsch nach Open-Air-Gottesdiensten kam von Jugendlichen“, erzählt er, „die wollten das schon lange. Deshalb haben wir das jetzt zu meinem Abschied gemacht.“ Und deshalb brachten sich die Jugendlichen mit den Fürbitten und den Lesungen auch im Gottesdienst ein.

„Begeisternd“ im besten Wortsinn war auch die Musik mit Keyboard und Gitarre. Rektor P. Ryszard Krupa SCJ stellte P. Roman noch einmal vor mit all dem, was ihn als Priester und als Herz-Jesu-Priester ausmacht; die Predigt hielt Provinzial P. Heinz Lau SCJ. Am kommenden Sonntag reist P. Roman zunächst nach Berlin und dann weiter nach Rom, wo er ein weiteres Studium absolvieren wird.

Rückblick auf die Jahre in Maria Martental

Nachdem P. Roman als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch eingesetzt war, weiß er genau: „Ich bin ein Gemeindepriester, das ist meine Berufung!“ Seine Aufgabe empfand er als vielfältig und erfüllend. Und er ist dankbar: für die vielen Kontakte, Begegnungen, Erfahrungen – und die Dankbarkeit, die ihm entgegengebracht wurden. „Dafür brenne ich!“

Höhepunkte in den rund vier Jahren in Maria Martental gibt es einige. Dazu zählen Gottesdienste an Ostern morgens um 6 Uhr, eine Romfahrt, vielfältige musikalische Angebote, „denn mit guter Musik ist ein Gottesdienst doch viel schöner!“ Aber als erstes fällt P. Roman der Messdienertag ein. Dreimal hat er diesen gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen rund um das Kloster Martental organisiert, „und jedes Jahr ist er größer geworden“, freut er sich noch im Nachhinein. „Mit der Zeit hat sich in der Pfarrei und bei den Jugendlichen immer mehr das Vertrauen aufgebaut, dass so etwas möglich ist.“

„Alles, was ich in meiner Pfarrei gemacht habe, begann mit einer Idee, dann haben wir gemeinsam überlegt, und am Ende hat es geklappt.“ Und was P. Roman dabei am meisten fasziniert, war die Vielzahl und Verschiedenheit der Talente, die dabei zum Vorschein kamen. „Ich war bei vielen pastoralen Initiativen dabei. Unsere Pfarrei hat Filme gedreht, Musik gemacht, viele Menschen haben tolle Texte und Gebete geschrieben und andere haben sie vorgelesen“, zählt er auf.

Talente zu entdecken und dadurch Menschen für die Kirche zu begeistern, funktioniere besonders gut in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, hat er festgestellt. Wenn P. Roman Aktionen wie den Messdienertag als einen „bunten Blumenstrauß“ an Angeboten bezeichnet, vergleicht er Kinder, Jugendliche, aber auch Gemeinden mit einer Topfpflanze, die wachsen kann und stärker wird.

Damit das funktioniert, bemüht sich P. Roman darum, dass sich die Menschen in ihrer Gemeinde willkommen und daheim fühlen. Mit diesem Anspruch geht er auch seinen Weg weiter: Zunächst wird der ihn nach Rom führen, wo er ein zweijähriges Studium in pastoraler Theologie absolvieren wird.

„Katechese und Glaubensweitergabe sind ganz wichtig!“, ist er überzeugt. So wie er in seinen Anfangsjahren in Deutschland ab 2014 eine Weiterbildung am Pastoraltheologischen Institut in Friedberg absolvierte, so hofft er auch, dass Rom ihn in dieser Hinsicht weiterbringen wird.
Und danach wird er voraussichtlich in seiner Heimat in Moldawien, genauer in Transnistrien, arbeiten. Die Menschen dort sind materiell arm, das Land in vielerlei Hinsicht ganz anders als Deutschland. „Aber das macht in der Pfarrseelsorge keinen Unterschied“, ist P. Roman überzeugt: „Ich möchte dafür arbeiten, dass die Menschen auch dort eine Heimat in der Kirche finden!“

Info:

In diesem Jahr sind weitere Freiluftgottesdienste an der Wallfahrtskirche in Martental am 27. Juni, 25. Juli, 22. August und 29. September, jeweils im 17 Uhr, geplant.

Der Rückblick auf die Zeit von P. Roman Gorincioi SCJ in Martental ist einem Beitrag entnommen aus „Dein Reich komme“. Die Ordenszeitschrift wird Anfang Juni erscheinen. Dann steht sie auch online auf der Homepage www.scj.de/orden/unser-ordensmagazin

 

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