Martentaler Kapelle wird renoviert

Die Kapelle im Kloster Martental soll umfassend renoviert werden. Pater Ryszard Krupa SCJ, Rektor in Martental, drückt dabei aufs Tempo: „Derzeit ist wegen Corona alles beschränkt, was wir machen. Aber wenn wieder mehr möglich ist, soll auch die Kapelle dafür zur Verfügung stehen.“

Besichtigung: Die Kapelle in Martental soll renoviert werden.

Angepeilt ist für die Fertigstellung der Arbeiten also Sommer 2021. Derzeit ist die Kapelle noch im Originalzustand aus den 1950er Jahren. „Die Kapelle wurde wie die Pforte an den Mittelbau des Klosters angebaut, das 1914 erbaut wurde“, berichtet Pater Konrad Flatau SCJ. In einem dritten Abschnitt entstand in den 1960er Jahren das neue Treppenhaus mit den schönen bunten Glasfenstern. „In den letzten 30 Jahren haben wir nichts mehr an der Kapelle gemacht“, fährt er fort.

Auch nicht im Zuge des großen Umbaus des Klosters in den Jahren 1999/2000, „weil es uns in diesem Zusammenhang zu teuer war.“ Deshalb sollen unter anderem die Wände gestrichen und die Fenster so ertüchtigt werden, dass sie dicht schließen und gut gelüftet werden kann. Der Fußboden aus Stabparkett muss saniert werden. Diese Maßnahmen zählt Provinzsekretärin Katharina Bachtler-Großmann auf, die sich die Kapelle jetzt angesehen hat. Sie koordiniert die Baumaßnahmen in der deutschen Ordensprovinz.

Die Originalausstattung wurde von den Brüdern, die damals in den eigenen Werkstätten tätig waren, selbst entworfen und hergestellt. Dazu gehörten die Inneneinrichtung, die Bänke und Altäre, Kerzenleuchter, Tabernakel und Lesepult, zählt P. Flatau auf. Aus Respekt vor dieser Leistung soll das alles auch erhalten werden.

Gleiches gilt für die Heiligenfiguren, die von einem Restaurator gesäubert und überholt werden sollen. Dabei handelt es sich um die Kreuzigungsgruppe mit Maria Magdalena und Johannes dem Evangelisten sowie um die Mutter Gottes auf der linken Seite und Josef auf der rechten.

„Die Kapelle nutzen vor allem wir Patres“, berichtet P. Krupa: für das Morgengebet, die eucharistische Aussetzung, Messe und Privatgebet, zählt er auf. Hinzu kommen Menschen, die etwa auf dem Jakobs-Pilgerweg in Martental Rast machen, Gäste von Exerzitien oder Besinnungstagen, Gruppen aus den von den Patres betreuten Pfarreien, die hier Gottesdienste feiern, und einige andere mehr. „Allerdings ist die Kapelle nicht frei zugänglich, sondern nur in Absprache mit uns Patres zu besuchen“, stellt P. Krupa klar.

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