Wenn die Skype-Konferenz die Stimmung heben muss

Auch die Jugendarbeit von Pater Roman Gorincioi SCJ, der als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch eingesetzt ist, wurde durch Corona abrupt unterbrochen. Er erzählt, wie es ihm damit geht.

Die Pandemie hat für ihn sowie die Kinder und Jugendlichen fast alles durcheinandergewirbelt: So wurden unter anderem die Vorbereitungen für die Erstkommunion verschoben. „Das ist schade, denn die Kinder haben sich sehr engagiert, zum Beispiel bei der Sternsingeraktion im Januar, sie waren auch fleißig in den Gottesdiensten und bei den Katechesen.“

Auch im Vorfeld auf die Firmung fand bisher nur ein Elternabend im März statt, „die ganze Firmvorbereitung ist gestoppt“, bedauert P. Roman. Dafür hat er eine WhatsApp-Gruppe gestartet, über die er den Jugendlichen täglich das Tagesevangelium schickt und dazu einen Impuls, einen Psalm und ein Bild. „Aber die Jugendlichen haben darauf keine große Lust mehr“, weiß er genau: „Sie müssen die ganze Zeit über schon mit dem Tablet oder dem Computer für die Schule arbeiten und können nur damit Freunde treffen. Irgendwann reicht es.“

Traurig ist er darüber, dass die Zusammenarbeit mit „seiner“ Jugendgruppe auch so stark eingeschränkt ist. „Aus dieser Jugendgruppe sind in letzter Zeit zehn Personen aktiv“, erzählt der Pater. Das Jahr startete mit einer Wanderung nach Maria Martental. „Wir haben große Pläne gehabt für das ganze Jahr. Die Fastenzeit haben wir mit einer Heiligen Messe zum Aschermittwoch gestartet. Später waren wir ganz tief in den Vorbereitungen für Ostergottesdienst. Der war schon immer sehr gut besucht - letztes Jahr von über 150 Jugendlichen. Leider hat auch dieser Gottesdienst wegen Corona nicht geklappt.“

Aber: „Schon nächste Sonntag werde ich den Gottesdienst in Hambuch feiern“, erzählt P. Roman weiter. „Ich freue mich, dass die Jugendlichen sich aktiv im Empfangsdienst oder als Helfer einbringen wollen.“

„Zum Glück“, fährt er fort, „haben wir in letzter Zeit wieder Kontakt bekommen und zum Beispiel eine Skype-Konferenz geführt. Die hat bei uns allen die Stimmung gehoben. Wir haben uns zusammen überlegt, was wir als Gruppe in nächster Zeit machen könnten. Die Jugendlichen dachten dabei vor allem an die einsamen und alten Menschen, die zuhause sind. Und sie wollen eine Reportage über unsere Kirchenpatrone machen. Dazu wollen sie die Figuren der Heiligen in unserer Kirche finden und beschreiben, die Legenden über sie und andere interessante Sache zusammenstellen. Den Artikel wollen sie für den Pfarrbrief schreiben und ihn vielleicht im Internet veröffentlichen.“

Die Jugendlichen und P. Roman hoffen außerdem, dass es die Lockerungen in der nächsten Zeit erlauben, auch eine geplante Fahrradtour zu unternehmen.

„Mir fehlen aber auch die Gottesdienste mit den Gläubigen, die ich schon sehr gut kenne. Mir fehlen die Gespräche und allgemein die Arbeit in der Pfarrei. Und ich freue mich über jeden Anruf, jedes Gespräch!“

Foto © scj: P. Roman hofft, bald wieder Veranstaltungen wie den Messdienertag 2019 anbieten zu können.

 

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