Eine eher stille Zeit im Herz-Jesu-Kloster Maria Martental

Im Herz-Jesu-Kloster Maria Martental ist der Advent eher eine stille Zeit. Denn die Patres bringen sich vor allem in der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch ein, haben dort ihr Hauptaufgabenfeld. Das bedeutet aber nicht, dass der Advent nicht auch im Kloster und in der Wallfahrtskirche zu spüren sei.

Für drei Tage war beispielsweise eine Gruppe von zehn Leuten hier, die eine stille Zeit und Einkehrtage gehalten hat. P. Andreas Pohl SCJ hat sie in diesen Tagen begleitet. „Das haben wir öfter hier im Kloster, dass Einzelne oder auch Gruppen sich zu einer stillen Zeit zurückziehen“, erzählt P. Konrad Flatau SCJ.

„Außerdem laden wir jedes Jahr am zweiten Adventssonntag alle Ehrenamtlichen und alle, die liturgische Dienste am Altar in der Wallfahrtskirche tun, zu einem Abendessen im Kloster ein. Dieses Abendessen ist unser Dank für alle Dienste und Mithilfe rund um die Wallfahrtskirche. Zugleich ist es auch eine Begegnung zwischen den Mitbrüdern und den Freunden des Klosters und der Wallfahrtskirche und stärkt die Beziehung und die Zusammenarbeit“, erklärt Rektor Flatau. „Denn die Wallfahrtskirche und Kloster könnten ohne diese Ehrenamtlichen und Helfer gar nicht zurechtkommen. So tragen viele – jeder auf seine Art und Möglichkeit – das Ganze von Wallfahrtskirche und Kloster mit!“

In der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch gestalten die Patres beispielsweise besondere Veranstaltungen und Treffen mit Senioren, die zum Teil bei der Gestaltung auch selbst mitwirken. Oft geschieht dies im Gemeindesaal, aber verbunden mit einem Gottesdienst. Diese Veranstaltungen sind auch gut zur Kontaktpflege, da gerade die älteren Leute noch eine gute Verbindung zum Wallfahrtsort Maria Martental haben oder hatten.

Die jüngeren Mitbrüder gestalten Adventsfeiern mit den Jugendlichen und den Messdienern, die sich selber einbringen und so näher an die Botschaft des Advent vom Kommen des Herrn herangeführt werden. Meist ist damit praktisches Werken und Gestalten verbunden.

Jetzt fand auch ein Familiengottesdienst in der voll besetzten Klosterkirche statt. Thema war die Aufforderung: „Bereitet dem Herrn den Weg!“ Dabei erläuterten die Patres gemeinsam mit Gemeindereferent Markus Alt und mit Hilfe von Verkehrsschildern, was es bedeutet,  gute Lebenswege“ zu schaffen, damit Jesus zu den Menschen kommen kann. An diesem Gottesdienst haben sich die Kinder aktiv in Fürbitten und anderen Gebete engagiert.

In den Rorate-Messen mit ihrer adventlichen Botschaft sieht P. Flatau eine Hinführung und Vertiefung der Botschaft von Weihnachten mit dem Kommen des Herrn – besonders im Hinblick darauf, dass „der eigentliche Weihnachtsinhalt oft gar nicht mehr von den Menschen wahrgenommen wird.“ Die Rorate-Messen mit Kerzenlicht und adventlicher Musik schaffen daher eine angenehme Atmosphäre schaffen und Ruhepausen in den sonst so geschäftigen Advent.

Auch im „St. Martin Bildungs- und Pflegeheim“ gestalten die Herz-Jesu-Priester mit den Bewohnern besondere adventliche Gottesdienste, um auch die Menschen mit Beeinträchtigung an das Advents- und Weihnachtsgeheimnis heranzuführen. „Dies läuft mehr auf der Erlebnis- und emotionalen Ebene ab“, erklärt P. Pohl. Er und seine Mitbrüder zeigen dafür ein gutes Einfühlungsvermögen und gestalterische Kreativität. Diese adventlichen Feiern sind auch von außen immer gut besucht als „Oasen“ im Trubel der sonstigen Geschäftigkeit.

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