Im Kloster zu Hause

Unser Kloster ist eine Art Mehrgenerationenhaus: Von jung und in der Ausbildung bis altgedient und erfahren. Unter dem Dach des Freiburger Klosters leben und wirken Ordensleute verschiedenen Alters. Junge Fratres, die sich auf dem Weg in das Ordensleben begeben haben, als auch Ordensmänner, die sich vor vielen Jahren für ein Leben im Kloster entschieden haben und als Priester leben.

Als Student im Kloster

Die Studenten, die im Freiburger Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester leben, stammen aus fernen Ländern. Sie lernen die deutsche Sprache, studieren hier und leben in einer internationalen Kommunität weit entfernt von zuhause. Einige von ihnen stellen sich hier vor.

„An Gott zu glauben, ist ein Geschenk und das beste, was mir je passiert ist. Ich bitte Gott jeden Tag, dass er mir dabei hilft, andere zu verstehen. Ich finde, das ist wichtiger, als selbst verstanden zu werden.“

Frater Theodore Bongmoyong aus Kamerun

"Ich bin Theophile Fimbo Etingo aus dem Kongo. Ich versuche jeden Tag meines Lebens als Ordensmann, Freude daran zu finden. Mir ist es wichtig, mit anderen gut umzugehen, offen zu bleiben, freundlich und hilfsbereit zu sein: ein umgänglicher Mensch zu bleiben. Ich habe viel Freude an der Philosphie. Ich kämpfe immer für eine gerechtere Welt, aber ohne Gewalt."

P. Theophile Fimbo Etingo

„Ich mag an mir besonders meine Fähigkeit, schnell mit Fremden in Kontakt zu kommen und Freundschaften zu schließen.“

Frater Colince Michel Fouateu Kamdem aus Kamerun - er ist nach Abschluss seines Studiums im September 2020 nach Kamerun zurückgekehrt.

„Ich habe als Musiker gearbeitet und überlegt, Opernsänger zu werden, und habe Klavier und Gesang unterrichtet. Aber irgendwie habe ich gespürt, das kann nicht alles sein. Ich habe lange gesucht und bin mir jetzt sicher: Ich will Herz-Jesu-Priester werden.“

Frater Martti Savijoki aus Finnland - er hat am 8. Dezember 2019 seine Ewigen Gelübde abgelegt.

„Mir ist es wichtig, gut mit anderen umzugehen. Und ich fände es toll, wenn sich mehr Menschen darüber Gedanken machen würden. Dazu muss man ja nicht im Kloster leben und gläubig sein.“

Frater Jean Bruno Razafimanantsoa aus Madagaskar - er wurde am 30. Dezember 2019 zum Priester geweiht.

„Mein größtes Vorbild ist Gandhi. Er zeigt: Auch wenn man Pazifist ist, kann man kämpfen. Gandhi sagte es so: 'Wo es Ungerechtigkeit gibt, bin ich immer für den Kampf gewesen. Die Frage ist nur: Kämpft man, um etwas zu ändern oder um zu bestrafen?'“

Frater Boris Signe aus Kamerun - auch er ist nach Abschluss seines Studiums im September 2020 nach Kamerun zurückgekehrt.

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