Im Kloster zu Hause

Unser Kloster ist eine Art Mehrgenerationenhaus: Von jung und in der Ausbildung bis altgedient und erfahren. Unter dem Dach des Freiburger Klosters leben und wirken Ordensleute verschiedenen Alters. Junge Fratres, die sich auf dem Weg in das Ordensleben begeben haben, als auch Ordensmänner, die sich vor vielen Jahren für ein Leben im Kloster entschieden haben und als Priester leben.

Wie das Zusammenleben im Herz-Jesu-Kloster Freiburg aussieht, darüber gibt es einen Bericht im Ordensmagazin "Dein Reich komme", Ausgabe 60 / März 2021

Als Student im Kloster

Die derzeit sechs Studenten im Freiburger Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester stammen aus Madagaskar, Kamerun und Finnland. Sie sind unterschiedlich weit im Studium, zum Teil besuchen sie noch vorbereitende Deutsch-Kurse. Einige von ihnen stellen sich hier vor.

Bruno Rafanomezantsoa

Besonders schön bei den Herz-Jesu-Priestern ist das Charisma: Wir konzentrieren uns auf das Herz-Jesu. Wir versuchen so zu leben, wie Jesus es uns gezeigt hat. Manchmal gelingt es besser, manchmal weniger gut.

Ich höre gerne Musik - christliche, aber auch säkulare. Ich liebe Komödien, und dabei lache ich laut in meinem Zimmer. Das ist sehr gut für den Stressabbau! Ich treibe auch gerne Sport, seit einem Jahr aber leider nicht mehr so oft.

 

Patrice Rakatoniaina

Was für mich wichtig ist bei den Herz-Jesu-Priestern, kann ich mit einem Wort sagen: das Herz Jesu!

Ich gehe gerne spazieren und höre dabei gerne Musik. Leben ohne Musik wäre für mich traurig! Sport ist für mich auch sehr wichtig, auch die Unterhaltungen mit Menschen.

 

Namlo Ngavounsia

Für mich sind das Charisma und die Spiritualität der Ordensgemeinschaft am wichtigsten. Die Dehonianer haben keine festgelegten Werke. Wir versuchen, auf die Zeichen der Zeit reagieren. Für mich sind besonders die Anbetung, der Dienst an den Armen und die Missionstätigkeit wichtig. In der Liebe, in der Versöhnung und in der Oblation finde ich die Fülle meines Lebens. Auch die Brüderlichkeit ist für mich sehr wichtig. Ich finde eigentlich sehr schön, wie wir in der Gemeinschaft den Alltag leben.

Ich spiele gern Gitarre, das macht mir viel Spaß. Ich bewundere auch die Natur und genieße gern die frische Luft und die Ruhe. Ich schaue häufig die Nachrichten und bete auch gerne während meiner Freizeit den Rosenkranz, mache Bibelbetrachtung und Gewissenserforschung.

 

Kisito Ninpa Fogan

Die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ist für mich eine tolle Entdeckung! Am wichtigsten für mich ist das gemeinsame Ziel: Jesus in das Herz der Welt und die Welt in das Herz Jesu zu bringen. Unsere Internationalität macht es angenehmer.

Ich bin ein regelmäßiger Leser und "Follower" mehrerer Zeitungen und Fernsehsender geworden. Ich folge gerne den Nachrichten und interessiere mich auch für die Wirtschaft. Es war, glaube ich, ein Wunsch von Pater Dehon, dass religiöse Menschen eine Bibel in der einen und eine Zeitung in der anderen Hand halten. Außerdem singe oder summe ich gerne einige Melodien.

 

Martti Savijoki

Bei den Herz-Jesu-Priestern darf ich ich selbst sein. Das Gemeinschaftsleben als Lebensstil passt mir sehr gut, es ist schön und herausfordernd zugleich. Das Herz Jesu als Symbol spricht mein Inneres an. Ich möchte mit Jesus ganz verbunden leben, mitten in der Welt.

Ich spaziere gerne, dabei kann ich den Kopf frei bekommen. Das Singen ist für mich eine große Leidenschaft, ich versuche mich dabei weiterzuentwickeln. Eines Tages möchte ich auch wieder mehr öffentlich singen. Und ich lerne immer gerne etwas Neues und deswegen schaue ich sehr oft Lernvideos auf YouTube.

Clement Randrianasolo

Mir gefällt das dehonianische Charisma sehr: Wir wollen Propheten der Liebe und Diener der Versöhnung sein. Die Pastoral ist für mich wichtig: Wir wollen zu den Menschen gehen! Das ist für mich die Motivation, Priester zu werden.

Für mich ist es wichtig, freie Entscheidungen treffen zu dürfen. Auch die Brüderlichkeit zwischen den Studenten und den Priestern ist für mich sehr wichtig. Ich mag Fußball sehr - entweder selbst zu spielen oder zuzuschauen.

 

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