Ade, Pater Levi!

Wieder eine Zeit der großen Veränderungen in Freiburg: Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ hat uns verlassen, wir freuen uns auf Pater Marcio Auth SCJ

(v.l.): Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ mit Pater Marcio Auth SCJ.

Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ, unser Rektor und Ausbildungsleiter hier in Freiburg, wurde im Juli auf dem Generalkapitel in Rom in den Generalrat gewählt. Das ist für ihn eine erfreuliche Anerkennung seiner bisherigen Arbeit, bedeutet verantwortungsvolle Arbeit für die Weltgemeinschaft, für uns aber ist es ein herber Verlust. Wir danken ihm für sein Rektorat, die Leitung des Hauses und der Ausbildung, für die viel - fältige Mitarbeit in unserer Provinz und sein Engagement in der Stadt. Wir haben einen neuen Rektor, Pater Marcio Auth SCJ, ebenfalls aus Brasilien.Er hat sich bereit erklärt, Handrup zu verlassen, wo er auch Rektor war. Wir freuen uns über seine Zusage und wünschen ihm eine gute Zeit hier mit uns im Studienhaus. Er hat sich gut eingelebt. Wir nahmen fast alle an der Bischofsweihe von unserem Mitbruder, Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ, Anfang September in Hildesheim teil. Es war für uns alle eine ergreifende Feier, die Liturgie hat uns sehr berührt.Anschließend gab es ein großes Fest auf dem Domplatz mit sehr vielen Menschen in fröhlichem Beisammen sein. Für sein Amt wünschen wir ihm viel Kraft und Gottes Segen.

Wir stehen mitten im Wintersemester; alle unsere Studenten studieren fleißig an der Universität. Im Sommer waren alle gut beschäftigt. Einige haben ihre Haus- und Semesterarbeiten geschrieben, andere waren im Pastoralpraktikum, so Frater Boris Signe SCJ in unserer Berliner Pfarrei Corpus Christi. Frater Martti Savijoki SCJ übernahm die Orgeldienste in der Festwoche in Maria Martental. Einige Studenten halfen bei der Apfel ernte in Maria Martental. Leider haben zwei kamerunische Studenten, um die ich mich seit einem Dreivierteljahr bemühe, bisher kein Visum bekommen. Ich lasse aber nicht locker. Wir erwarten neue Studenten und Mitbrüder – zum Studium und um Deutsch zu lernen für einen späteren seelsorglichen Dienst in unserer Provinz.

Es ist teilweise schwer für unsere ausländischen Mitbrüder, ein Visum zu bekommen. Mitbrüder erwarten wir im nächsten Jahr aus Vietnam, aus Indien und Brasilien. In Absprache mit dem Bistum Basel- Solothurn werden einige ausländische Priester, die zukünftig im Bistum Basel arbeiten werden, bei uns wohnen und hier Deutsch lernen. Im Januar kommen ein Indonesier und zwei Nigerianer. In Deutschland lernt man die deutsche Aussprache einfach besser als in der Schweiz.

Erneuerung der Gelübde: Die Fratres Boris, Michel und Théodore aus dem Kamerun erneuerten ihre Gelübde im August, Frater Bruno aus Madagaskar und Frater Martti aus Finnland Ende September. Sie geloben, nach den drei evangelischen Räten zu leben: Gehorsam - Armut - Keuschheit. Ich durfte am großen Abschlussgottesdienst der großen Handruper Schulfahrt mit über 1400 Schülerinnen und Schülern in der Kathedrale von Madrid teilnehmen. Dazu kamen noch 600 Schülerinnen und Schüler unserer sechs spanischen Schulen. Einfach überwältigend: die große Kathedrale in Madrid, voller junger Menschen, alle im roten T-Shirt, mit lebendiger Teilnahme, kraftvollem Singen.

Pater Franz Hoch SCJ war viele Jahre Seelsorger, Kooperator und Pfarrer in der Seelsorgeeinheit „Untere Glotter“ (Denzlingen – Reute – Vörstetten – Glottertal). Am letzten Novembersonntag, dem Christ-König-Fest, der nach dem Redaktionsschluss dieser Ausgabe liegt, planen wir seine Verabschiedung und werden ihm für seinen leidenschaftlichen Einsatz danken. Jetzt wird er mehr hier im Hause Dienste über nehmen können.

Ausbildung: Worauf legen wir Wert? Es gibt verschiedene Aspekte der  Bildung: menschliche, psychische, emotionale, rationale, spirituelle, musische, künstlerische Bildung. Wichtig ist mir die menschliche Bildung - hin zu einer reifen Persönlichkeit.Ich orientiere mich dabei an Pater Josef Maureder SJ, dem ehe maligen Novizenmeister der Jesuiten in Nürnberg. Er formuliert seine Leitgedanken einer menschlichen Bildung so:

1) Lebendig und frei werden: Das Geschenk einer stimmigen Lebensweise

2) Beziehungsfähig und liebend werden: Das Geschenk einer liebevollen Lebensweise

3) Schöpferisch und verantwortungsvoll werden: Das Geschenk einer kreativen Lebensweise

4) Gelassen und religiös werden: Das Geschenk einer vertrauenden Lebensweise

Text: Pater Heinz Lau SCJ

Dieser Text erschien in der 4. Ausgabe 2018 unserer Ordenszeitschrift „Dein Reich komme“.

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