Weihnachten im Kloster Berlin

Das Herz-Jesu-Kloster lädt Menschen aus Berlin ein, gemeinsam am Heiligen Abend zu feiern.

„In Gesprächen werde ich immer wieder gefragt, ob ich denn am Heiligen Abend mit meiner Familie zu Hause feiere“, erzählt Pater Markus Mönch SCJ.  Weihnachten sei schließlich das Fest der Familie, „und da fährt man doch nach Hause und feiert gemeinsam.“

Dass das so sein muss, suggeriere auch die Werbung. „Aber das geht bei uns im Kloster nicht, da wir an diesen Tagen ja Gottesdienste halten. Deshalb feiern wir nicht in der Familie, sondern gemeinsam im Kloster“, erklärt der Herz-Jesu-Priester.

Und trotzdem feierten die vier Patres zunächst Weihnachten nicht anders als Familien, betont er: „Wir haben den Abend mit der gemeinsamen Feier der Christmette begonnen für die unter uns, die keine eigene Mette außerhalb des Hauses halten. Danach saßen wir uns bei einem guten gemeinsamen Essen zusammen, haben Weihnachtsliedergesungen und Geschichten gehört oder erzählt.“

In Begegnungen und Gesprächen haben die Patres immer wieder erfahren, dass viele Menschen den Heiligen Abend ohne ihre Familien verbringen müssen.  Zudem ist die Berliner Kommunität mit vier Patres auch nicht besonders groß. „Deshalb haben wir uns vor einigen Jahren entschlossen, unsere Feier für Gäste zu öffnen.“ Zu Beginn, erinnert sich P. Mönch, kam nur kleine Gruppe mit Nachbarn und Gemeindemitgliedern zusammen. „Mittlerweile finden immer wieder neue Menschen zu uns, die sich freuen, diesen Abend gemeinsam mit anderen zu feiern.“ Platz ist da für maximal 45 Menschen.

Der Ablauf ist nach wie vor wie in einer Familie: „Ab 17 Uhr feiern wir die Christmette und im Anschluss einen gemeinsamen Abend mit leckerem Abendessen, Weihnachtsliedern und einem bunt geschmückten Christbaum - alles was es braucht für einen schönen Heiligen Abend.“ Und manchmal werde auch ein Weihnachtsbrauch aus einem anderen Land oder Kontinent mitgebracht und probiert. „So wird dieser Heilige Abend für Alle ein gemeinsames Fest, zwar außerhalb der Familie, aber in Gemeinschaft mit vielen.“

Auf den Tisch kommt ein einfaches, aber festliches Essen. Deshalb stellt sich P. Mönch vorher in der Küche und kocht für alle den Hauptgang. Die Vorspeisen und den Nachtisch bringen die Gäste mit. In diesem Jahr wird es Geflügel und Rollbraten mit grünem Salat und Kartoffelsalat geben. „Was sonst noch mitgebracht wird, wissen wir nicht, aber wir freuen uns darauf, zu entdecken, was unsere Gäste mitbringen.“

Darüber hinaus erbitten die Patres für den Abend eine kleine Spende, mit der die Getränke und das Essen bezahlt werden. „Jede/r kann das geben, was möglich ist. Es ist ja schließlich Weihnachten“, sagt P. Mönch.

 

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