Kloster Maria Martental | Bilder und Berichte

Geschichte

Das Kloster hat seinen Namen vom Wallfahrtsort, der auf eine 800 jährige Geschichte zurück schaut. Martental - das "Tal der Märtyrer".

Nachweislich führten oben auf den Höhen römische Straßen entlang. Eine Erklärung vermutet ein Strafgefangenenlager unten im Tal, in dem während der Christenverfolgung römische Soldaten oder Beamte, die sich zu Christus bekannten, ihr Leben hingegeben haben. Bei Ausgrabungen im Bereich der alten Kirche wurden römische Münzen gefunden, die heute noch im Kloster aufbewahrt sind. Ebenso gibt die Wahl dieses Ortes für eine Klostergründung dem Ortsnamen recht und bekräftigt die Vermutung, das hier Christen für ihren Glauben gestorben sind. Erste urkundliche Erwähnung eines Klosters der Springiersbacher Augustiner in Martental im Jahr 1141. Anfang 1200 zogen Augustinerinnen ein, die 300 Jahre hier lebten. Das Gnadenbild der "Schmerzhaften Mutter" ist eine Holzschmitzarbeit des 15. Jh. die wohl von der Schwestern in Auftrag gegeben wurde. Die Verehrung der Märtyrer tritt in den Hintergrund und lebt später nur noch in der Marienverehrung unter dem Titel "Königin der Märtyrer" weiter. 1523 wird das Schwesternkloster geschlossen und in ein Priorat Springiersbachs Verwaltet, mit der Auflage wöchentlich zwei mal die Hl. Messe in der Wallfahrtskirche zu feiern. Im 18. Jh. lebten immer wieder Einsiedler bei der Kirche, die sich um die Pilger und das Gotteshaus kümmerten. 1803 wird das Klostergut säkularisiert und versteigert, die Kirche zerfällt zur Ruine. 1908 erwarb die "Gesellschaft der göttlichen Liebe" eine Ordensneugründung des Redemptoristenpaters Tillmann ein Gelände und baute oben auf dem Berg beim alten Klosterhof ein neuen Kloster. 1927 übernahmen die Herz-Jesu-Jesu Priester das Anwesen und die Sorge um die Brüdergemeinschaft. 1932 konnte das Gelände mit der Ruine im Tal vom Staat erworben werden. Mit der tatkräftigen Hilfe der Bevölkerung wurde die Ruine niedergelegt und auf ihrem Grundriss eine neue Wallfahrtskirche erbaut, die ein Jahr spätre unter der Beteiligung von über 20 000 Gläubigen eingeweiht wurde. Kloster und Landwirtschaftsbetrieb wurden 1941 von den Nazis beschlagnahmt, die Wallfahrt verboten und die Patres weggeschickt. 1957/59 wurde das Kloster auf dem Berg ausgebaut und erweitert. Die Wallfahrtskirche wurde 1968 um eine Außenkirche und 1972 um eine größere Kirche erweitert. Der seelsorgliche Dienst an den Pilgern ist heute ein Schwerpunkt in unserem Alltag. Hinzu kommen die Seelsorge in umliegenden Pfarreien und Einrichtungen.

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Fax: 02653 9890 - 19

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