Herz-Jesu-Kloster Handrup | Das Gymnasium Leoninum

"Ich hatte sehr schöne Jahre am Leoninum"

Michael Rensing, Torhüter beim FC Bayern München, über seine Zeit in Handrup

Michael Rensing, Torwart bei Bayern München

?: Sie haben von der 5. bis zur 10. Klasse das Leoninum besucht. Warum haben Sie dort nicht das Abi gemacht?

!: Ich bin damals nach München auf das Fußballinternat des FC Bayern gewechselt. Deshalb musste ich das Leoninum verlassen.

?: Wie sind Sie überhaupt auf das Leoninum gekommen?

!: Ich stamme aus Lingen, das liegt etwa 20 Kilometer weit weg von Handrup. Das Gymnasium hat einen sehr guten Ruf in unserer Gegend. Daher bin ich mit drei Klassenkameraden nach Handrup gefahren, wir haben uns informiert und dann beworben. Nach einigen Tagen bekam ich Bescheid, dass ich angenommen wurde.

?: Wieso wollten Sie genau dorthin?

!: Ich wusste nicht sicher, was mich erwarten würde. Aber ich wusste, dass die Schule christlich orientiert war. Ich bin schon immer ein sehr gläubiger Mensch gewesen, daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Deshalb hatte die Klosterschule schon etwas Beruhigendes für mich.

?: Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

!: Absolut! Ich hatte wunderschöne Jahre am Leoninum. Ich konnte unglaublich viel lernen und habe es sehr genossen, dass die Schule so am Glauben orientiert war. Ich bin zwar nicht streng christlich erzogen worden, aber habe einige Werte mit auf den Weg bekommen. Ich glaube an Gott, er gibt mir Kraft, Stärke und Halt.

?: Woran erinnern Sie sich besonders gerne, wenn Sie an Ihre Zeit am Leoninum zurückdenken?

!: Ich habe zuletzt das Buch „Auf dem Jakobsweg“ von Paulo Coelho gelesen. Dabei musste ich immer wieder an unsere Fahrt nach Santiago de Compostela denken. Zehn Tage waren wir unterwegs, wir sind gelaufen und Bus gefahren. Das war schon sehr beeindruckend – so beeindruckend, dass ich auf jeden Fall irgendwann noch einmal dorthin pilgern möchte.

?: Welches Fach lag Ihnen besonders?

!: Latein... (Pause) Aber es gab ganz ehrlich kein Fach, das ich nicht mochte. Das war später in München anders.

?: Wie viele Verweise haben Sie bekommen?

!: Ich erinnere mich, dass ich einmal die Schulordnung abschreiben musste, weil ich einen Schneeball an ein Fenster geworfen hatte.

?: Wie sind die Leute auf der Schule mit Ihnen umgegangen? Sie wussten ja, dass Sie ein Torwarttalent sind.

!: Für meine Mitschüler hat das keinen Unterschied gemacht. Weil ich wegen Lehrgängen oft gefehlt habe, war ich auf die Unterstützung der Schule angewiesen. Die Lehrer und vor allem Pater Dr. Heiner Wilmer haben mir immer sehr geholfen.

?: Nach der 10. Klasse sind Sie in München auf die Schule gegangen. Worin bestand der große Unterschied?

!: Handrup war Geborgenheit und Heimat, München zunächst Ungewissheit und Neuanfang. Wobei ich auch hier später gerne zur Schule gegangen bin.

?: Haben Sie auf dem Leoninum etwas gelernt, das Sie für Ihre Karriere brauchen können?

!: Für den Sport weniger, da habe ich eher mein eigenes Ding durchgezogen. Was das soziale Leben betrifft, schon. Zum Beispiel hat mir ein Lehrer einmal gesagt: „Sieh Leuten beim Reden in die Augen, das zeugt von Stärke und Respekt dem Gesprächspartner gegenüber.“ Danach habe ich immer darauf geachtet, Leuten während der Unterhaltung in die Augen zu blicken. Solche Verhaltensweisen sind sehr wichtig – das Leoninum war ein toller Ort, um sich schulisch wie menschlich weiterzuentwickeln. Dafür möchte ich allen Lehrern und Mitarbeitern herzlich Danke sagen!

 

Interview: Simon Biallowons

Ehemalige

Eugen Timmer |
Wie das Leoninum den EDEKA-Manager prägte

Leoninum

Die Schule der Herz-Jesu-Priester

Geschichte

Die Historie von Schule und Kloster

Leitung

Rektor Pater Olav Hamelijnck SCJ