Unsere Häuser
Seelsorge für die "Lieblinge Gottes"

Der Hl. Benedikt sagt in seiner Regel „Von den kranken Brüdern“: „Um die Kranken soll man vor allem und um alles besorgt sein. Man diene ihnen so, wie man in Wirklichkeit Christus dienen würde; denn er hat gesagt: ‚Ich war krank und ihr habt mich besucht’ und: ‚Was ihr einem dieser Geringsten getan, habt ihr mir getan.’“
In der Tat hat Jesus sich keiner anderen Gruppe so sehr zugewandt wie den Kranken. Er hat mit ihnen die Zeit zugebracht, mit ihnen Mahl gehalten, sie in die Mitte gestellt, das heißt, ihnen Selbstwertgefühl vermittelt und keinerlei Berührungsängste gehabt. Ja, seine befreiende Botschaft hieß: Ihr Kranken seid nicht von Gott Bestrafte, sondern Lieblinge Gottes. Gerade am Sabbat, dem Tag des Herrn, hat er viele geheilt und ihnen gezeigt, dass Gott ihnen nahe ist. So weiß sich unsere Kirche beauftragt, die Zielgruppe der Kranken sehr intensiv zu betreuen. Tatsächlich wäre es nicht zu vertreten, dass irgendeiner der kranken Menschen nicht durch liebevolle Begleitung Hilfe erhielte.
Die Wege, die Kranken zu erreichen sind vielfältig. „Gehseelsorge“ ist der Weg der Seelsorger in die Krankenzimmer. Das geht heute nicht mehr ohne ehrenamtliche Helfer, die ihrerseits geworben, betreut und begleitet werden müssen. Viele Menschen in unseren elf Häusern sind schwer krank, und das Personal wird immer mehr reduziert, weil zu wenig Geld da ist. In diese Nische muss die Seelsorge stoßen.

- Pater Faller während des Gottesdienstes zu seinem 40. Priesterjubiläum
Zur „Gehseelsorge“ gehören auch Gottesdienste und gesellige Veranstaltungen, die auch zur Kontaktaufnahme dienen für die, die erneut zwanglos Kontakt zur Kirche aufnehmen möchten. Viele suchen auch durch solche Gemeinschaftsveranstaltungen das persönliche Gespräch, oder sie wollen sogar zum Freundeskreis der Seelsorge gehören. Über 2000 Ehemalige werden jedes Jahr mit einem munteren Rundbrief angeschrieben. Im September ist dann jeweils der Tag der Begegnung – dieses Jahr zum zehnten Mal.
Wenn es einem zu schwer wird, dann stärkt uns der Herr
Wenn ich die B3 in Bad Krozingen überquere, verwandle ich mich in einen Klinikseelsorger. Im weithin bekannten Herz-Zentrum ist die Verweildauer etwa drei Tage, und 14.000 Patienten im Jahr gehen durch das Haus. Hier ist eine intensive Betreuung notwendig mit einem Team von fünf Hauptamtlichen, die für die Patienten im Einsatz sind. Menschen, die durch ein oft plötzliches Herzleiden aus der Bahn geworfen werden, müssen sich ähnlich wie Patienten in Rehakliniken auf die neue Lebenssituation einstellen. Wir als Seelsorger versuchen daher zu helfen, den Gemütsumschwung von der Mutlosigkeit zum mutigen Kämpfen um Lebensqualität zu unterstützen. Zuhören können, Einfühlungsvermögen haben und dabei helfen, ihren eigenen Weg in der Krankheit zu finden und sie darin zu bestärken; ihre Situation im Gespräch zu „spiegeln“ und ihnen Mut zu machen, das heißt, ihnen Würde zu geben und Selbstheilungskräfte zu finden – das sind Stichworte für uns Seelsorger, die wir oft nur schweigen und betroffen am Bett eines Kranken hilflos stehen oder sitzen und dadurch wichtige Hilfen geben können.
Und wenn es einem zu schwer wird, dann ist es der Herr selbst, der uns stärkt. Das geschieht in der Supervision, im gemeinsamen Gebet mit den Mitarbeitern, aber auch bei den Mitbrüdern im Herz-Jesu-Kloster in der heiligen Stunde, der Recollectiv, dem Schriftgespräch. Beim gemeinsamen Gottesdienst mit den Mitbrüdern im Dekanat, besonders aber auch im Gebet und durch die Dankbarkeit der Mitarbeiter und der Kranken fühle ich mich getragen und gestärkt.
Pater Heinz Faller SCJ
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Herz-Jesu-Kloster Freiburg
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Leitung
Rektor Pater Konrad
Flatau SCJ
Gottesdienste
Alle Messfeiern im Herz-Jesu-Kloster Freiburg

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