Dehon-Stiftung | Sicherung der Zukunft

„Wir wollen auch in Zukunft Seelsorge ermöglichen“

Anfang 2012 haben die deutschen Herz-Jesu-Priester die Pater Leo Dehon Stiftung gegründet. Damit möchten die Herz-Jesu-Priester ihre pastoralen und sozialen Aktivitäten für die Zukunft sichern. Interview mit Provinzökonom Pater Gerd Hemken SCJ über die Details der neuen Stiftung.

Im Jahr 2012 haben die deutschen Herz-Jesu-Priester die Pater Leo Dehon Stiftung ins Leben gerufen. Was genau ist diese Stiftung?

Pater Gerd Hemken SCJ: Wir haben uns entschlossen, die Pater Leo Dehon Stiftung einzurichten, um unsere pastoralen und sozialen Engagements auch in Zukunft finanziell gewährleis-ten zu können. Das gilt für unsere Aktivitäten in der deutschen Provinz ebenso wie für unsere missionarischen Tätigkeiten in aller Welt.

Welche Aktivitäten und Engagements sind das konkret?

Pater Hemken: Das lässt sich am besten aus der Struktur der Stiftung erkennen: Die Pater Leo Dehon Stiftung fungiert als Dachstiftung. Darunter gründen wir zunächst sechs Unterstiftungen, die mit konkreten Zielsetzungen verbunden sind: Maria Martental, das Gymnasium Leoninum Handrup, Berufungspastoral, Exerzitien, Kinder- und Jugendpastoral sowie SCJ Mission. Jede dieser Unterstiftungen hat unsere Ordensgemeinschaft mit einer Sockelsumme für den Anfang von 50.000 Euro ausgestattet, um mit den Zinserträgen Projekte zweckgebunden finanzieren zu können.

Aber Sie hatten diese Aktivitäten und Projekte ja bisher schon. Warum benötigen Sie jetzt eine Stiftung?

Pater Hemken: Dafür gibt es mehrere Gründe: Bislang wird unsere vielfältige Arbeit größtenteils aus Spendengeldern finanziert. Seit mehreren Jahren allerdings registrieren wir, dass sich das Spendenverhalten der Menschen verändert. Das heißt, wir müssen die Finanzierung unserer Projekte auf ein anderes Fundament stellen, um im Sinne unseres Ordensgründers und im Sinne der Menschen, für die wir uns einsetzen, 
zukunftsfähig zu sein. Deswegen dürfen wir die Augen auch vor folgender Entwicklung nicht verschließen: Niemals zuvor in der Geschichte hatten die Deutschen so viel zu vererben wie jetzt, und noch niemals zuvor gab es so wenige Erben. Das bedeutet, dass es eine Vielzahl künftiger Erblasser gibt, die ihr schwer erarbeitetes Geld sinnvoll hinterlassen möchte. Durch die Errichtung der Pater Leo Dehon Stiftung möchten wir einen stabilen und transparenten finanziellen Rahmen schaffen, der es für diese Erblasser attraktiv macht, unsere Projekte zweckgebunden und über den eigenen Tod hinaus zu unterstützen.

Konkret: Warum ist es attraktiv, sich an Ihrer Stiftung zu beteiligen?

Pater Hemken: Wenn Wohltäter uns unterstützen, wollen sie natürlich wissen, wofür genau Ihr erarbeitetes und erspartes Geld verwendet wird. Bei Spenden ist das nicht immer möglich. Da entscheidet oft der Orden, welches Projekt oder Engagement mit der Zuwendung unterstützt wird. Bei der Stiftung ist das anders: Mit einer Einlage in eine unserer sechs Unterstiftungen weiß der Stifter ganz genau, welchen unserer Bereiche er künftig unterstützt – ob nun zum Beispiel Missionstätigkeiten, die Kinder- und Jugendpastoral oder die Wallfahrtsanliegen von Maria Martental. Wir garantieren, dass das Geld unserer Stifter in ihrem Sinne verwendet wird. Und dadurch, dass nicht die Einlage selbst, sondern deren Zinserträge zur Finanzierung der einzelnen Projekte beitragen, ist der Gedanke reizvoll, tatsächlich weit über den eigenen Tod hinaus sinnvoll und großzügig wirken zu können.

Und es ist steuerlich interessant …

Pater Hemken: … das ist richtig. Zustiftungen lassen sich innerhalb von zehn Jahren bis zu einer Million Euro steuerlich absetzen.

Für wen ist denn die Stiftung interessant, und welches sind die Kriterien für eine Einlage?

Pater Hemken: Im Prinzip kann sich jeder an der Pater Leo Dehon Stiftung beteiligen. Sogenannte Zustiftungen ab etwa 5000 Euro fließen in das Stiftungsvermögen, dessen Zinserträge die Projekte finanzieren. Geringere Zuwendungen sind natürlich auch möglich. Diese werden dann direkt für entsprechende Aktivitäten verwendet.

Wie wird die Stiftung verwaltet? Das ist ja ein völlig neues Aufgabengebiet für Sie und Ihre Mitbrüder.

Pater Hemken: Das ist richtig. Hier warten völlig neue Aufgaben auf uns. Die Stiftung besteht aus einem Vorstand, den die Provinzleitung für sechs Jahre ernennt, und einem Kuratorium. Der Vorstand verwaltet die Stiftung. Zu Beginn sind das meine Mitbrüder Pater Heinz Lau, Pater Edwin Rombach, Pater Markus Mönch und ich.

Wann nimmt die Stiftung ihre Arbeit auf, und wie wird sie konkret beginnen?

Pater Hemken: Die Stiftung wird zum 1. Januar 2012 gegründet, und zunächst einmal wollen wir natürlich dafür sorgen, dass die Stiftung und ihr Zweck bekannt gemacht wird.

Gibt es in der Kongregation der Herz-Jesu-Priester bereits vergleichbare Stiftungen?

Pater Hemken: Das wäre mir neu. Stiftungen sind aber auch etwas typisch Deutsches. Es gibt hierzulande 17.000 Stiftungen, und manche von ihnen sind schon 1000 Jahre alt!

In diesen Tagen beschäftigen Sie sich im Orden also mit einem sehr materiellen und wirtschaftlichen Thema, während in der deutschen Kirche nach dem Papstbesuch intensiv über die Frage der „Ent-Weltlichung“ diskutiert wird. Ist das für Sie kein Widerspruch?

Pater Hemken: Ich glaube nicht, dass es dem Papst in seiner Freiburger Rede darum ging, dass sich kirchliche Gemeinschaften aus ihren Aktivitäten zurückziehen sollen. Seit den Anfangstagen unseres Ordens leisten wir überall auf der Welt, wo Herz-Jesu-Priester tätig sind, wertvolle Dienste für die Menschen, darunter auch die Ärmsten der Armen. Das gehört zu unserem dehonianischen Selbstverständnis, und dieses Engagement wollen und müssen wir weltweit langfristig sichern. Es geht uns mit der Pater Leo Dehon Stiftung darum, durch wirtschaftliches Handeln auch in Zukunft Seelsorge zu ermöglichen.

Interview: André Lorenz

Sind Sie interessiert?


Wenn Sie mehr Informationen zur neuen Pater Leo Dehon Stiftung und den sechs Unterstiftungen haben möchten, wenden Sie sich an:

Provinzialat der Herz-Jesu-Priester
Pater Gerd Hemken SCJ


Waldstr. 145
67838 Neustadt/ Weinstraße

Tel. 06321 / 875 - 0
Stiftung(at)scj.de

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Wenn Sie mehr Informationen zur Pater Leo Dehon Stiftung und den sieben Unterstiftungen haben möchten, können Sie hier die Stiftungsbroschüre (PDF) herunterladen. Oder Sie wenden Sie sich an:

 

Provinzialat der Herz-Jesu-Priester
Pater Gerd Hemken SCJ


Waldstr. 145
67434 Neustadt/ Weinstraße

Tel.:06321 / 875 - 402


stiftung@scj.de

 

Bankverbindung:
Pater Leo Dehon Stiftung
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IBAN: DE34 3706 0193 1019 6150 10
BIC: GENODED1PAX

Die sieben Unterstiftungen

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