Leben mit Gott
"Wie Brot für die Hungrigen"

Und damit zu sich. Edith Stein hat gesagt: „Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, zu sich selbst zu kommen.“ Und Martin Buber: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“ Pater Pohl möchte beides erreichen.
Er weiß: „Gott ist Heil.“ Diese drei Worte klingen so einfach. Dabei bedeuten sie viel mehr: Sie sind das Zentrum unseres Glaubens. Sie sind Hoffnung und Zuversicht, Trost und Linderung, Freude und Erfülltheit. Die Botschaft Christi ist eine „Frohbotschaft“ – Pater Pohl gebraucht dafür gerne das Bild des Brotes. Für ihn wirken geistliche Texte auf den Menschen wie Brot auf einen Hungrigen. Sie stillen das Verlangen nach Nahrung. Geistiger Nahrung. Pater Pohl möchte mit seinen Texten den hungrigen Menschen Brot geben. Er arbeitet als geistlicher Schriftsteller wie ein Bäcker.
Wie ein guter Teig, muss der Text geknetet werden
Sein Rezept: Er nimmt seine Backform, ein übergeordnetes Thema. Zu diesem Thema sucht Pater Pohl Bilder. Meistens hat er sie schon in seiner „Foto-Bibliothek“ vorliegen. Danach greift er zu den unzähligen Skizzen und Zetteln, die er über die Jahre gesammelt hat. Pater Pohl hat stets Stift und Papier bei sich. Denn ob er durch Freiburg flaniert oder in Rom am Petersplatz betet – Inspiration ist Pater Pohls größte Fundgrube.
Er trägt die Gedanken zusammen, ordnet sie Bildern zu und lässt die Verbindung auf sich wirken. Das braucht Zeit. Wie ein guter Teig, muss der Text geknetet werden. Und ruhen. Und wieder geknetet werden... Für Pater Pohl ist ein Text wie Brot. Doch wie weiß er, dass seine Rezeptur gelungen ist? Form und Stil lässt er gerne von Freunden beurteilen. Inhalt und Botschaft müssen allein seiner eigenen Überzeugung standhalten. Seiner Überzeugung von der Botschaft Gottes.

Geistliche Texte können die Suche nach Gott anregen
Jesus sagte: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19). „Zu Jüngern machen“, das heißt: zu Hörern, zu Zeugen der frohen Botschaft machen.
Der Priester steht im Dienst der Verkündigung. Dafür soll er seine Talente nutzen. Bei Pater Pohl ist es das Gespür für geistliche Texte. Immer wieder sagen ihm Menschen: „Ihre Texte haben mich ermuntert, wieder Gott zu suchen.“ Oder: „Ihre Texte haben mir Trost und Hilfe gegeben.“ Auf die Frage: „Ist das gut so, wie ich es tue?“, könnte Pater Pohl beruhigt antworten: „Solange meine Bilder und Texte die frohe Botschaft verkünden, arbeiten sie mit am Reich Gottes.“ Und das ist gut so.
Simon Biallowons
"Die Botschaft Gottes in die Herzen schreiben": Teil 1 über den geistlichenSchriftsteller Pater Andreas Pohl SCJ
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