Donnerstag, der 17. Mai 2012

SCJ am Sonntag, den 15.05.2011 | Wanderexerzitien

„Weil Leben wandern heißt“

Seit 2008 findet im Kloster Neustadt jeden Monat Wanderexerzitien statt. Bis jetzt ist noch kein Tag ausgefallen. Pater August Hülsmann SCJ war auch vor zwei Wochen wieder in den Pfälzer Wäldern unterwegs. Der nächste Tag und damit die 25. Wanderung ist am 21.05.2011 geplant.

Ins Leben gerufen wurden die Wandertage, die seit 2 Jahren fast jeden Monat regelmäßig stattfinden, auf Grund der großen Nachfrage nach Wanderexerzitien, die aber an einem Tag und nicht an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt werden sollten. „Viele Leute haben einfach nicht die Zeit, sich eine Woche lang freizunehmen. Aber da die Nachfrage so groß war, haben wir den Wandertag ins Leben gerufen“, erzählt Pater Hülsmann.

Die Ziele der Wanderexerzitien richten sich nach einem Motto, das jährlich wechselt. 2011 lautet es „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist“. Schon morgens um 9.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer zu einem Gottesdienst im Kloster Neustadt. Pater Hülsmann stellt hier die Gruppe auf den Tag ein: „Ich gebe einige Anregungen und Impulse, wie sie den Tag begehen können. Außerdem stelle ich für die Neuen die Verhaltensweisen währende des Weges vor.“

Schweigegebot in der ersten Etappe

Zu diesen gehört vor allem ein absolutes Schweigegebot während der ersten Etappe, die ungefähr 8 Kilometer lang ist und um die 3 Stunden dauert. Hier soll der Exerzitant in sich gehen, der Natur lauschen, zur Ruhe kommen und die Sinne öffnen. „Ich möchte, dass hier wirklich jeder still ist und wenn nötig, dann ermahne ich auch. Es ordnet sich nämlich vieles während dem stillen Wandern und man kommt zu Ruhe“, so der Priester aus Neustadt. Am Ende der erste Etappe wartet auf die Wanderer ein Mittagessen in den „Pfälzer-Waldhütten“, die von Waldvereinen bewirtschaftet werden. Bei einem guten Stück Kuchen, einem Kaffee, oder auch Leberknödel und Sauerkraut tauschen sich die Teilnehmer dann über die Erfahrungen, die sie während dieser stillen Zeit am Vormittag erlebt haben, aus. Nach der Mahlzeit treten dann alle den Rückweg an, der ebenfalls wieder mit einer kurzen Schweigephase beginnt. „Hier sollen alle nochmal das, was die anderen Teilnehmer über ihre Erfahrungen erzählt haben, überdenken. Danach kann jeder, wenn er möchte, mit den Anderen ins Gespräch kommen“, erklärt der Herz-Jesu-Priester.

Der Wandertag endet meistens gegen 17 Uhr. Danach besteht noch die Gelegenheit einen Taizégottesdienst mitzufeiern, bei einer kurzen Abschlussrunde zum Gedankenaustausch teilzunehmen, das Einzelgespräch mit Pater Hülsmann zu suchen oder auch direkt den Heimweg anzutreten.

Die Gründe an solch einem Wandertag teilzunehmen sind „meistens, dass viele normale Wandertage mitgegangen sind, aber nun endlich mal einen Tag in der Stille erleben wollen, um zur Ruhe zu kommen und sich selber besser wahrzunehmen“, so Hülsmann.

Mit dem Motto des letzten Wandertages „Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit“ wollte der Herz-Jesu-Priester seinen Exerzitanten klar machen, „dass sie das Leben bewusst erleben und die Zeit nicht einfach vergehen lassen sollen. Dabei können sie Gott auf ihren neuen Wegen, sei es beruflich oder in der Partnerschaft, immer vertrauen“.

Motivation in der „Klinsmann-Runde“

Die Anzahl der Anmeldungen verdoppelte sich seit dem ersten Wandertag auf 30 Teilnehmer. Dabei besteht das Publikum aus Leuten zwischen 25 und 70 Jahren aller Berufsgruppen. „Wir hatten auch schon einen 91-und 14-Jährigen dabei. Das ist aber eher selten. Wichtig ist bei so vielen Leuten, dass wir alle den gleichen Laufrhytmus haben. Es darf keiner zurückbleiben oder vorne weglaufen“. Eine besonderes Ritual hat Pater August Hülsmann nach dem Anfangsgottesdienst, bevor sich die Gruppe auf den Weg macht, eingeführt: Die sogenannte „Klinsmann-Runde“.

Alle Teilnehmer stellen sich in einem Kreis auf, legen sich gegenseitig die Arme um die Schultern und dann darf ein „Motivator“ seine Teammitglieder noch einmal richtig anfeuern und für den Weg motivieren. „Hier kommen oft sehr gute Anregungen, die die Gruppe antreiben und motivieren“, erzählt Pater Hülsmann schmunzelnd. Das Motto des 25. Wandertages in der Pfalz wird „Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid“ heißen.

Matthias Biallowons

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Lesungen

Erste Lesung | Apg 10,25-26.34-35.44-48

Zweite Lesung | 1 Joh 4,7-10

Evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes | Joh 15,9-17

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P. Heinz Lau SCJ zu den Texten des Sonntags

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