„Es ist ein reges Kommen und Gehen“ – Zweiter Teil der Sommerserie über Ferien in unseren Häusern

Sommer, Sonne, Sonnenschein. In der warmen Jahreszeit fehlt es den Ordensleuten zwar nicht an Aufgaben. In den Sommerferien laufen die Uhren häufig doch langsamer und dann bricht auch in den Klöstern und für die Patres selbst die Urlaubszeit an. Teil zwei der Sommerserie – diesmal aus Freiburg, wo das Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester steht. Dort haben die Studenten dann Semesterferien. Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ und Pater Heinz Lau SCJ geben einen Einblick in die Urlaubspläne der Mitbrüder in Freiburg und verraten, was sie sich für die Sommerwochen vorgenommen haben.

Die Freiburger Onkenstraße ist eigentlich ruhig. Im Sommer herrscht aber viel Trubel. (c) Nowak/scj

Das Ausbildungshaus in Freiburg ist während des Jahres ein sehr lebhafter Ort. Hier wird studiert, gearbeitet, aber auch viel gelacht. „Während der Sommerwochen wird es nun für uns etwas ruhiger“, erzählt Pater Levi dos Anjos Ferreira, der Rektor des Hauses. Im Moment ist noch Prüfungszeit, die jungen Fratres haben viel zu lernen, um die Semesterprüfungen gut zu meistern, doch dann beginnt die vorlesungsfreie Zeit. „Viele Studenten und Mitbrüder fahren in den Urlaub. Wir haben viele internationale Studenten, die die Semesterferien nutzen, ihre Heimat zu besuchen“, fährt der Ordensmann fort. Allerdings sind nicht alle unterwegs, „manche der Studenten haben natürlich auch noch Seminararbeiten zu schreiben oder andere Studienleistungen zu erbringen“, sagt Pater Ferreira.

"Wie im Taubenschlag"

„Ein spezielles Ferienprogramm gibt es in Freiburg nicht. Trotzdem wird es nicht langweilig im Haus. Ein paar Mitbrüder haben bereits den Wunsch geäußert, während der Ferienzeit zu Besuch zu kommen“, berichtet Pater Levi Ferreira. So überlege zum Beispiel Pater Stefan Tertünte SCJ, der normalerweise in Rom im Generalat arbeitet, für ein paar Tage nach Freiburg zu kommen. „Unser Haus ist sehr gastfreundlich, aufgrund der schönen Lage haben wir den Sommer über sehr viele Gäste. Da geht es schon manchmal zu wie im Taubenschlag“, sagt der Provinzial, Pater Heinz Lau SCJ lachend.

„So hatten wir Besuch von drei polnischen Studenten, Pater Roman Gorincioi SCJ hat mit seinen Eltern und Verwandten bei uns einige Tage Urlaub gemacht, sieben indische Priester waren hier zu Gast, Pater Olav Hamelijnck SCJ möchte uns besuchen, Frater Max Candido SCJ und Frater Paulo César Henrique SCJ werden beide Besuch von engen Verwandten bekommen. Es ist ein reges Kommen und Gehen“, zählt Pater Lau auf.

Urlaubspläne der Ordensmänner

Wenn die Prüfungen überstanden sind, machen einige der Studenten Urlaub in ihren Heimatländern. „Frater Boris Signe SCJ, Frater Michel Kamden SCJ und Frater Théodore Lemnyuy SCJ fliegen in ihre Heimat nach Kamerun, um etwa sieben Wochen mit ihren Familien zu verbringen. Für Bruno Razafimanantsoa SCJ geht es nach Madagaskar, Frater Martti Savijoki SCJ besucht seine Familie in Finnland und nimmt dort an einer Studienwoche für Seminaristen teil. Frater Paulo César SCJ bleibt diesen Sommer im Haus, um bei der Bewirtung der vielen Gäste zu helfen und seine Seminararbeiten für die Uni zu schreiben“, berichtet Pater Lau.

Auch Pater Levi Ferreira bleibt hier: „Ich hüte ebenfalls das Haus und kümmere mich um die Gäste“, lacht er. Im August findet in Handrup das jährliche Treffen der brasilianischen Mitbrüder statt, „an dem ich teilnehmen werde. Ansonsten werde ich kleinere Ausflüge machen und Erholung bei einer guten Tasse brasilianischen Mate-Tee finden. In meine Heimat Brasilien fliege ich Anfang des kommenden Jahres“, verrät der Ordensmann. Auch Pater Lau hat momentan für Urlaub keine Zeit: „In den Häusern findet ein Wechsel der Rektoren und Hausleitungen statt, da gibt es für mich einiges vorzubereiten und zu tun“, berichtet er. Doch für den ein oder anderen Grillabend im Klostergarten lasse sich sicher ein Zeitfenster finden.

Text: Regina Maria Schwarz

  • S
  • M
  • L