Projekt des Monats | Hilfe für missbrauchte Mädchen auf den Philippinen

Hilfe für missbrauchte Mädchen

Was landschaftlich aussieht wie das Paradies, ist für Mädchen auf den Philippinen oft eher die Hölle. Gewalt und Missbrauch in der Familie sind an der Tagesordnung. Die Angehörigen schweigen, denn sie haben Angst vor der „Schande“, die damit über die Familie käme. Die Mädchen sind schutzlos ausgeliefert. Wenn sie es dennoch schaffen auszubrechen, verlieren sie meist ihre ganze Familie. In Cagayan de Oro, einer kleinen Stadt auf der Insel Mindanao, gibt es einen rettenden Ort für missbrauchte Mädchen: die Missionsstation der Herz-Jesu-Priester.

Unser Engagement begann mit einem einfachen Holzhaus, in dem sich vier oder fünf Mädchen ein Zimmer teilten. Die sanitären Anlagen waren schlecht, es gab keinen Gemeinschaftsraum und nur eine winzige Küche. Letztes Jahr haben wir das Haus abgerissen und konnten mit der Unterstützung aus Deutschland ein größeres Haus bauen. Jetzt leben die Mädchen zu zweit oder dritt in ihrem eigenen Zimmer, es gibt eine Küche, einen Essraum und gute sanitäre Anlagen. Die Kasanag Daughters Foundation ist ein freundliches, lichtes Haus, das für die Mädchen ein echtes Zuhause geworden ist!

1999 haben sie hier die Kasanag Daughters Foundation (Kasanag Töchter-Gemeinschaft) gegründet, ein Heim für Mädchen in Not. Eine Anlaufstelle, in der die Mädchen zu allererst Schutz finden. Hier werden sie psychologisch und medizinisch betreut. Sie erleben Geborgenheit und Für sorge, meist zum ersten Mal in ihrem Leben. Hier finden sie eine Gemeinschaft mit gleichaltrigen Mädchen, die ähnliches erlebt haben. Nach und nach fassen die Mädchen Vertrauen und gewinnen ihren Lebensmut zurück. Die meisten bleiben fünf bis sechs Jahre bei uns, bis sie auch ihre Schul- und Berufsausbildung beendet haben.

In unserem Heim leben 30 Mädchen zwischen 12 und 20 Jahren – fernab von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Eine von ihnen ist Maribel. Sie war 11, als jemand sie zu uns brachte. Maribel war von zuhause weggelaufen, sie war ausgehungert, verschüchtert und ängstlich. Es dauerte lange, bis das Mädchen Vertrauen aufbaute und anfing zu sprechen. Heute, zwei Jahre später, ist sie ein stilles, aber aufgeschlossenes Mädchen. Sie geht zur Schule und lernt eifrig. Im Sommer feierte Maribel mit ihren neuen Freundinnen ihren 13. Geburtstag (Foto).

Im August 2010 besuchte Missionsprokurator Pater Edwin Rombach SCJ das Heim und den Leiter Pater Rino Venturin SCJ. Er erzählte ihm: „Unsere Arbeit ist ungeheuer wichtig. Wenn ein Mädchen es schafft, sich zu befreien, kommt es einem Wunder gleich. Unsere Kasanag Daughters Foundation ist ihr rettender Anker. Doch die Kosten für Unterbringung und Verpflegung der Mädchen, die medizinische Versorgung und ihre Schul- und Berufsausbildung steigen ständig. Bitte helft uns weiterhin, damit die Mädchen Schutz und Hilfe bei uns finden können.“

"Hier sind die Mädchen in Sicherheit"

Pater Edwin Rombach SCJ (Foto) berichtet von seiner Reise: „Die Kasanag Daughters Foundation ist ein großer Segen für das Städtchen Cagayan de Oro. Als ich an einem Nachmittag in das Haus kam, begrüsste mich eine Schar fröhlicher junger Mädchen. Man würde nicht vermuten, welch unvorstellbares Leid sie ertragen mussten. Ich bewundere die Kraft und den Mut, mit denen sie sich aus dem Teufelskreis befreit haben. Die Mädchen haben mich sehr angerührt mit ihrer tiefen Dankbarkeit und ihrem Zutrauen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir diesen Zufluchtsort geschaffen haben. Hier sind die Mädchen in Sicherheit und dürfen richtig Kind sein. Ich erinnere mich noch gut an das karge Holzhaus, das bei meinem letzten Besuch dort stand. Der Neubau ist wirklich gelungen! Wir hätten das nie geschafft ohne die Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer aus Deutschland. Hierfür möchte ich Ihnen herzlich danken. Ihre Hilfe bedeutet für die Mädchen auf den Philippinen die Aussicht auf ein Leben ohne Gewalt und Missbrauch.

Viele von ihnen kommen aus den Slums, aus einfachsten Verhältnissen – ohne Chance auf eine bessere Zukunft. Erst der Aufenthalt und die Ausbildung bei uns gibt ihnen die Chance auf ein Leben in Würde und frei von Gewalt. Von der bestmöglichen Verwendung unserer Unterstützung konnte ich mich vor Ort bestens überzeugen. Deshalb bitte ich Sie heute um Ihre weitere großherzige Unterstützung. Ihre Spende sichert den Mädchen ein eigenständiges Leben ohne Angst vor sexueller Gewalt. Herzlichen Dank und vergelt’s Gott.

Ihr Pater Edwin Rombach SCJ
Missionsprokurator

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BLZ 400 602 65
Bank: DKM Münster eG

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Missionsprokura
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BLZ 400 602 65
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Pater Edwin Rombach SCJ