Was ist Mission? | Wie und warum die Herz-Jesu-Priester Mission treiben

Was bedeutet für uns Mission?

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Das Engagement der Herz-Jesu-Priester in der Mission lässt sich mit einem Bild gut vergleichen: Es ist das Bild der Brücke. Eine Brücke verbindet, was zunächst nicht miteinander zusammenhängt. Die Mission verbindet uns hier in Deutschland mit Schülern in Mozambik, mit Novizen in Indien oder Hungernden in Moldawien. Die Verbindung kann durch Seelsorge, Ausbildung, Verkündigung oder auch durch Spenden bestehen. Wichtig ist nur: Angesichts der Not auf der Welt mag nämlich unsere Wirken manchmal wie ein Tropfen auf den heißen Stein erscheinen. Doch wir vertrauen darauf, dass dieser Tropfen von einem Ende der Brücke zum anderen fließt und Gott dadurch Großes bewirken wird.

Die Mission der Herz-Jesu-Priester

Ordensgründer Pater Leo Dehon sandte 1888 erstmals Missionare aus. Sie gingen nach Ecuador. Weitere Mitbrüder machten sich später auf nach Nord- und Südbrasilien, in den Kongo, nach Kamerun, in die USA, nach Südafrika und Indonesien. Auch nach dem Tod von Pater Dehon im Jahre 1925 blieb den Herz-Jesu-Priestern das weltweite Wirken ein Anliegen. In immer mehr Ländern konnten Gemeinschaften gegründet werden und sich zu eigenständigen Provinzen entwickeln. Die letzten missionarischen Neuanfänge haben die Dehonianer in Angola und in Vietnam gemacht.

Warum heute noch Mission?

Was einer an Gutes erfährt, will er mit anderen teilen. Das ist der Kern der Mission, auch in heutiger Zeit. Deswegen erstreckt sich Mission sowohl auf seit langem christliche Länder, deren Seele eine neue Verkündigung brauchen als auch auf Länder, in denen zum ersten Mal das Evangelium verkündet wird. Deshalb ist Mission mehr als nur Entwicklungshilfe. Natürlich wollen wir die Situation der Menschen verbessern und ihnen eine Zukunft geben. Aber das kann nur geschehen, wenn wir die spirituelle und geistige Dimension nicht vernachlässigen. Wir möchten Gemeinschaft begründen, die leben und weiter wirken. Sie sollen selber Impulse für eine bessere Zukunft aussenden. Und noch eines ist uns wichtig: Nur wenn wir den Armen in Brasilien, Kamerun oder Venezuela die frohe Botschaft Gottes vermitteln, werden sie das Vertrauen und die Hoffnung nicht verlieren. Auch das ist Mission.

Der dehonianische Missionar

2007 hat die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester auf einem weltweiten Treffen in Warschau über ihre Missionstätigkeit nachgedacht und dabei auch das Profil eines dehonianischen Missionars entworfen.
Der dehonianische Missionar ist ein Mensch, der: 

• die Erfahrung der Liebe Gottes gemacht hat und darauf mit ganzem Herzen antwortet
• Leidenschaft für das Reich Gottes und für den Mitmenschen hat
• dem Willen Gottes gehorsam ist und im Glauben und in der Liebe wachsen möchte
• Mission als gemeinschaftliches Projekt verwirklicht
• die Ortskirche liebt und sich vor allem im Bildungsbereich und in der Gründung lebendiger Gemeinden engagiert
• fähig ist, sich authentisch in fremde Kulturen einzuleben und den Dialog mit anderen Religionen und Kulturen zu führen
• an den Leiden der Welt teilnimmt und gemäß der Soziallehre der Kirche vor allem an der Seite der Ärmsten steht.

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