Leben in der Gemeinschaft

Ausbildung und Erziehung | Herz-Jesu-Priester arbeiten an Schulen oder Kindergärten

Aufwachsen in einer Atmosphäre des Glaubens

Die Jugend ist unsere Zukunft. Auch wenn dieser Satz schon gehörige Gebrauchsspuren aufweist, so verliert er doch nichts von seiner Richtigkeit. Auch unser Gründer Pater Leo Dehon wusste das.  Für ihn war die Weitergabe des christlichen Glaubens Mission. Was lag da näher, als dem Menschen von klein auf die Frohe Botschaft zu lehren? Das Aufwachsen im Glauben ist für Kinder wichtig – wir stellen uns dieser Aufgabe.

In den dehonianischen Schulen und Seminaren (das sind Internate) ging es von Anfang an um Evangelisierung. Wir wollen jungen Menschen bei der Berufungsfindung behilflich sein. Und wir versuchen die Ausbildung von Geistlichen so organisiert wie möglich zu gestalten.

Doch das ist noch nicht alles: In unseren Einrichtungen möchten wir den Jugendlichen ganz grundsätzlich die menschlich- christlichen Werte nahe bringen.  Mit einer ganzheitlichen Erziehung soll ein Fundament gelegt werden.

"Jede Erziehung muss originell, flexibel und trotz fester Maßstäbe individuell sein"

Eine gute Erziehung dient immer auch der Orientierung –  bei uns gibt es daher klare Richtlinien und Ziele, die das Leben der Jugendlichen strukturieren: Gebet, Berufungsfindung, Arbeit und Gemeinschaftsleben.

In den Internaten und Schulen in Alba de Tormes,  Puente la Reine und Vente de Baños werden diese Grundsätze konkret und individuell umgesetzt. Es gibt keine Universallösungen, keine Super- Nanny. Jede Erziehung muss originell, flexibel und trotz fester Maßstäbe individuell sein.

Vor allem aber: Die Erziehung darf  natürlich nicht am Jugendlichen vorbei laufen. Erziehung ohne den Jugendlichen einzubeziehen, funktioniert nicht. Deshalb muss zunächst einmal ein Klima geschaffen werden, in dem sich unsere Schützlinge wohl fühlen und sich für die Erziehung öffnen:  Wir  müssen ihnen eine Familie sein.

Doch dies ist nur möglich, wenn die Gemeinschaft der Mitbrüder ihren Rhythmus vollständig den Zeiten der Jugendlichen anpasst. Wir sind dabei, wenn die Schule beginnt. Wir essen zusammen mit den Jugendlichen und begleiten sie beim Sport und  bei Ausflügen.

Ganzheitliche Erziehung und Ausbildung

Und die jungen Menschen ihrerseits  nehmen direkt am Leben der Kommunität und an den liturgischen, pastoralen und sozialen Aktivitäten teil. Auch wenn sie bisweilen Schwierigkeiten im Glauben haben sollten: Wir bleiben im Dialog, damit ein wirklich persönliches Lebens- und Glaubensprojekt reifen kann. Wie es dem „Ungläubigen Thomas“ erging (Joh 20, 14-29), so kann ein Jugendlicher, der voller Zweifel und glaubensschwach ist, dennoch inmitten der Glaubensgemeinschaft unserer Schulen und Internate leben. In diesen Gemeinschaften machen wir unseren Glauben erfahrbar.

So möchten wir Jugendliche lehren, mit den Überzeugungen zu denken, die wir entdeckt haben – und im Umgang mit den Jugendlichen immer wieder neu entdecken. Es ist eine riesige Freude für uns, dass unsere jungen Freunde in bestimmter Hinsicht Jesus Christus „sehen“ und erleben.  Dazu dienen zum einen  „weltliche“ Vergnügungen, wie Sport oder andere Aktivitäten. Aber natürlich auch Katechese, Religionsunterricht und Besinnungstage– „ganzheitlich“ ist das Stichwort.

"Erst mit dem lebendigen Beispiel wird die Begeisterung zur Nachfolge Jesu wirklich erweckt": Seite 2 über das Ausbildungskonzept der Herz-Jesu-Priester in Spanien

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