100 Jahre Deutsche Ordensprovinz | 1946

1946 – Seelsorger mit Opfermut

Pater Johannes Burzinski SCJ zieht in die Nähe von Magdeburg. Der Herz-Jesu-Priester war zuvor Seelsorger im Sudenland gewesen, nun aber fällt er den Vertreibungen zum Opfer. Doch hier im Osten Deutschlands braucht man solche Leute wie ihn. Der Berliner Bischof Wilhelm Westkamp sucht „Seelsorger mit Opfermut“, die Aufgaben in der Diaspora sind gewaltig. Pater Burzinski nimmt die Last auf sich, und wirkt 40 Jahre lang in Grimmen, im Dekanat Stralsund.
Am 30. Juli 1946 vermacht eine Wohltäterin ihr in Niederzier gelegenes Gut Sophienheim den Herz-Jesu-Priestern. Sieben Jahre später wurde Niederzier unter dem Namen Andreashaus eine selbstständige Niederlassung. Sechs Brüder bewirtschaften den Hof und versorgten die große Landwirtschaft. Die Patres wirken in erster Linie in der Aushilfsseelsorge in den umliegenden Gemeinden. Heute ist das Andreashaus, die Herz-Jesu-Priestern mussten es zwischenzeitlich verkaufen, in Teilbereichen ein Kindergarten. Allerdings beabsichtigt man das Gebäude zu sanieren, damit es durch eine Musikschule genutzt werden kann.
In Osnabrück übernehmen die Dehoninaner die Pfarrei Herz- Jesu. Der Bischof überlässt dazu der Gemeinschaft ein Grundstück in der Klusstraße, wo ein größeres Haus gebaut werden kann.