Gemeinschaft
1936 – Mutiger Märtyrer
Am 23. August verliert die Gemeinschaft einer ihrer großen und bedeutenden Persönlichkeiten: Johannes Maria vom Kreuz SCJ wird erschossen. Ein kurzer Blick auf das Leben des Seligen.
„Das ist ein altmodischer Alter“, sagen die Brandstifter, als Pater Johannes gegen die Schändung der Kirche „Heiliger Johannes“ in Valencia protestiert. „Nein! Ich bin Priester“, antwortet er. Die Kirchenschänder zeigen sich unbeeindruckt – der Mann Gottes wird verhaftet, eingesperrt und später in aller Heimlichkeit ermordet.
Mariano García Méndez war bereits Priester der Diözese Avila, ehe er in den Orden der deutschen Herz-Jesu-Priester in Puente la Reina eintrat. Zuvor hatte drei Versuche unternommen, Ordenspriester zu werden. Méndez wählte als Ordensnamen „Johannes Maria vom Kreuz“. Pater Johannes wurde mit der schwierigen Aufgabe betraut, als Bettelpriester über das Land zu ziehen und unter den Jugendlichen Priesterkandidaten für die Gemeinschaft zu werben – eine wichtige aber auch aber auch unglaublich belastende Mission.
Während er im Kloster zu Garaballa (Cuenca) sich von den Strapazen erholte, brach am 18. Juli 1936 der Spanische Bürgerkrieg aus. Nach der Auflösung des Klosters floh der Herz-Jesu-Priester nach Valencia. Hier stand er fest zu seinem Glauben und stellte sich offen gegen die Kirchenschändung. Für seinen Mut sperrte man ihn im Gefängnis Modelo ein.
An diesem 23. August 1936 wird er erschossen. Seine Mörder verscharren den Leichnam auf dem Friedhof von Silla in einem Massengrab. Am 11. März 2001 wird Pater Johannes von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
In Deutschland gibt es weiter Veränderungen: Im Herbst 1936 zieht das Klerikernoviziat der Deutschen Provinz nach Stegen.

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