Gemeinschaft
1921 – Handrup macht Schule
Nach den Gründungen im Jahr zuvor siedeln sich die Herz-Jesu-Priester nun auch im Emsland an. In Handrup wird der Grundstein für das Kloster und die "Missionsschule" gelegt.
Eine entscheidende Rolle spielen dabei Bruder Bonifatius Berger SCJ (Foto) und Pater Stanislaus Loh SCJ. Bruder Berger wird nach Handrup versetzt und erfährt auf einer Zugfahrt im Gespräch mit einem Bauern vom Plan, dort eine eigene Kirche zu errichten. Für Bruder Berger ist klar: Das ist die Chance, um endlich eine Schule bei Handrup zu gründen. Nach einigen Verhandlungen hat Bruder Berger tatsächlich Erfolg: 1921 beginnen die Bauarbeiten zur neuen Niederlassung der Herz-Jesu-Priester.
Bruder Berger kümmert sich währenddessen um die „Werbung“: Er besucht unzählige Orte und versucht, Schüler zu gewinnen und sie auf das Priestertum einzustimmen. Der „kleine Pater“ hat so viel Erfolg, dass die Chronik des Ordens über ihn schreibt: „Eine erstaunlich große Zahl von Schülern ist durch ihn auf seinen Reisen auf den Weg des Priestertums geführt worden – er nannte sie gern die Edelsteine in seiner Krone. Er war ein kleines Priesterhilfswerk für sich.“ Zwei Jahre später kann die Schule in Handrup tatsächlich eröffnet werden – sie existiert, wenn auch in anderer Form und mit einer Unterbrechung während der Nazi-Zeit, bis heute.

Druckansicht
Weiterempfehlen





