Samstag, der 25. März 2017
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Provinzversammlung in Neustadt

Der Blick nach vorn

„Zukunftsperspektiven“, so lautet die Überschrift des Treffens der Herz-Jesu-Priester dieser Tage im Kloster  Neustadt. „Wir stellen gemeinsam Überlegungen an, wie wir künftig zusammenleben und in welchen Bereichen wir uns in die Gesellschaft einbringen können“, erklärt Pater Heinz Lau. Als Leiter der deutschen Ordensprovinz der Dehonianer hat der 66-Jährige die Provinzversammlung anberaumt und rund 30 Ordensmänner sind der Einladung zur Beratungsrunde gefolgt.

Bei der Diskussion geht es um eine Bestandsaufnahme der sechs Ordenshäuser. Neben dem neusanierten Kloster mit Gästehaus Neustadt sind die Dehonianer mit einem Ausbildungshaus in Freiburg, am Eifler Wallfahrtsort Maria Martental, einer City-Kommunität in Oberhausen, dem renommierten Gymnasium Leoninum in Handrup sowie einer Internationalen Gemeinschaft in Berlin vertreten. Aber auch Herausforderungen, vor denen Orden im deutschsprachigen Raum stehen, werden diskutiert. „Wir stehen vor einer Transformation“, sagt Pater Lau.

Die Altersstruktur der Häuser nimmt zu, gleichzeitig steht die Gemeinschaft offen für Ordensmänner aus anderen Provinzen. Insgesamt 14 von rund 50 Herz-Jesu-Priestern kommen aus dem Ausland und werden in Deutschland in leitenden Positionen eingesetzt, etwa als Obere der einzelnen Niederlassungen oder im Provinzrat. Als gemeinsamer Nenner kristallisieren sich neue Schwerpunkte heraus, die die Herz-Jesu-Priester künftig besetzen möchten. So sollen Laien verstärkt in die Arbeit der einzelnen Gemeinschaften einbezogen werden, zudem setzt der Orden künftig auch noch mehr auf Berufungspastoral, um geistlichen Nachwuchs zu fördern.