Montag, der 27. Juni 2016
SCJ Aktuell | 
Fußball fasziniert auch die Herz-Jesu-Priester. (c) Fotolia

Die Herz-Jesu-Priester und ihre EM-Favoriten

Daumendrücken, zittern, jubeln

Fußball gilt für viele als die schönste Nebensache der Welt. Selbst diejenigen, die sich normalerweise kaum bis gar nicht für diesen Sport interessieren, lassen sich doch zumindest zu WM- oder EM-Zeiten für Fußball begeistern. Auch die Herz-Jesu-Priester haben sich vom Fußball-Fieber ergreifen lassen. In den Ordensniederlassungen der Dehonianer wird die EM gemeinsam verfolgt, es werden Daumen gedrückt, mitgezittert und gejubelt.

„Alle kommentieren“

Pater Heiner Wilmer SCJ, Generaloberer der Herz-Jesu-Priester erzählt: „Hier im Haus ist die EM ein Riesenthema. Es herrscht richtige EM-Stimmung und mancher Pater ist mehr als begeistert. Vor den Spielen laufen immer ein paar Wetten, es wird gegenseitig ein bisschen gestichelt und meine Mitbrüder informieren mich Tage bevor die deutsche Nationalelf spielt. Bei bestimmten Toren hallt ein Freudenschrei durchs gesamte Haus. Auch wenn ich jetzt in Rom lebe, drücke ich natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen, ich fiebere aber auch mit anderen Teams mit. Bei dem einen oder anderen Spiel reichen die Stühle im Raum nicht aus, dann sitzen manche auf dem Boden, andere stehen hinten in der Ecke, aber alle kommentieren. Man fühlt sich fast ein bisschen wie in einer Stadionecke. Es gibt hier einen jungen Mitbruder aus Kamerun, der sich mit den deutschen Fußballmannschaften unglaublich gut auskennt. Er kann die Bayern von Schalke unterscheiden, kennt auch die anderen Teams und sogar die Spieler.“

Ein Ordensmann und zwei Favoriten

Jedoch nicht nur im Haus der Generalleitung in Rom herrscht EM-Stimmung, auch Pater Roman Gorincioi SCJ aus Handrup verfolgt das Turnier. Er erzählt: „Hier in Handrup interessieren sich sehr viele Menschen für die Fußball-EM. Die Stimmung ist sehr gut. Egal, ob in einer Kneipe, im Biergarten oder im Pfarrheim, viele schauen sich die Übertragungen gemeinsam an. Ich selbst sehe die Spiele gerne im Pfarrzentrum, dort kommen Gemeindemitglieder, viele Jugendliche und auch die Messdiener zusammen.“ Der aus Polen stammende Ordensmann drücke sowohl der polnischen, wie auch der deutschen Nationalmannschaft die Daumen. Lachend ergänzt er: „Wenn natürlich Polen und Deutschland gegeneinander antreten, wie es erst kürzlich der Fall war, dann hoffe ich schon auf einen polnischen Sieg.“

„Bisher haben die Favoriten nicht überzeugt“

Pater Tarcísio Darrós Feldhaus SCJ aus der internationalen Kommunität in Berlin sieht sich die Spiele gerne mit seinen Mitbrüdern an, einen besonderen Fußball-Abend gab es gemeinsam mit der portugiesischen Gemeinde, die von den Herz-Jesu-Priestern betreut wird. Er erzählt: „Es war ein richtig schöner Abend mit typischen portugiesischen Getränken und Snacks“. Auch wenn die EM von der Suchenden-Pastoral in Berlin nicht aufgegriffen wurde, herrscht auch in der Berliner Ordensniederlassung EM-Stimmung. Die Ordensmänner verfolgen die Spiele und zittern mit unterschiedlichen Mannschaften mit: „Pater Ryszard Krupa SCJ drückt natürlich der polnischen Mannschaft die Daumen, da er selbst auch aus Polen stammt. Pater Markus Mönch SCJ fiebert mit der deutschen Nationalelf mit, wir Brasilianer hoffen auf einen Sieg der deutschen Mannschaft.“ Die haushohe Niederlage ihres eigenen Teams würden sie der deutschen Mannschaft nicht nachtragen. „Natürlich war diese Niederlage sehr peinlich für Brasilien, aber unsere Nationalmannschaft war auch selbst schuld“, erklärt Pater Tarcisio. Eine Prognose, wer diese EM gewinnen könnte, mag er nicht so recht wagen. „Es ist diesmal sehr schwierig zu sagen, wer den Sieg davontragen könnte, da die eigentlichen Favoriten bisher nicht überzeugt haben. Ich würde mich aber freuen, wenn Deutschland gewinnen würde.“

Text: Regina Maria Schwarz

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