Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ am Sonntag, den 2. Februar 2014 | Der Tag des geweihten Lebens
Der brasilianische Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ, Novizenmeister der Deutschen Provinz, über den Tag des geweihten Lebens (Foto:scj.de)

Damit die Menschen Gott begegnen können

An diesem Sonntag, dem 2. Februar, feiert die Kirche den Tag des geweihten Lebens. Dabei kommen Männer und Frauen in den Blick, die sich und ihr Leben durch ein Versprechen ganz in den Dienst Gottes gestellt haben. Wie zum Beispiel Pater Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ. Der Novizenmeister der Herz-Jesu-Priester spricht darüber, warum das Ordensleben fasziniert: weil es etwas Besonderes bietet, weil es gegen den Strom schwimmt, weil es eine Sehnsucht weckt.

Geweihte Menschen sind Männer und Frauen, die imstande sind, die Welt wachzurütteln und die Zukunft zu erhellen (Papst Franziskus)

„Ich stelle mir die Frage, ob ich ein guter Zeuge für die Welt bin. Andererseits freue ich mich darüber, Ordensmann zu sein.“ Verbunden mit der Gewissheit, „in diesem Abenteuer, auf diesem gewählten Weg nicht allein zu sein“. Es gebe so viele Menschen, die ihr Leben Gott geweiht haben und dabei froh seien, einen wichtigen Dienst für die Welt zu leisten. 

Aber was bedeutet es ganz konkret, sein Leben Gott zu weihen? Für Pater Levi ist es vor allem die andere Lebensform, die ihm erlaubt, anders auf Menschen zuzugehen, anders mit ihnen ins Gespräch zu kommen und überhaupt eine andere Haltung zu haben. Beim Hören, Aufnehmen, Helfen, beim Sorgen. Also letztlich alles zu tun, damit die Menschen Gott begegnen können, ohne aufdringlich zu sein.

„Die Stimme des Priesters wird gehört.
Das hat mich angezogen und motiviert“

Anders sein! Er selber wurde deshalb Priester, weil er ein geistliches Vorbild in seiner Heimat Brasilien hatte. Und weil es in seinem Land immer auch bedeutet, sich als Seelsorger sozial zu engagieren. „Der Priester bei uns macht mehr, als die Sakramente zu spenden“, so der Pater. „Es geht auch und vor allem darum, Menschen in schlechter Lage zu helfen. Das geschieht, weil der Priester die Gesellschaft dazu bewegen kann, sich für die Armen einzusetzen. Die Stimme des Priesters wird gehört und die Leute schätzen seinen Dienst. Das hat mich angezogen und motiviert.“ Zumal es in der brasilianischen Kirche eine hervorragende Verbindung zwischen Spiritualität und konkretem sozialen Handeln gebe. 

Überhaupt, das Ordensleben sei gerade in unserer heutigen Zeit für ihn aktueller denn je. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, heißt es in der Bibel. „Der Mensch sucht Gemeinschaft“, ist Pater Levi überzeugt. „Man muss nicht unbedingt heiraten, man kann sich auch einer Kommunität anschließen, um mit den anderen und für andere da zu sein.“ Das Ordensleben fasziniere noch immer viele Menschen, weil es etwas Besonderes bietet, weil es gegen den Strom schwimmt, weil es eine Sehnsucht weckt. Deshalb denkt er am Tag des geweihten Lebens auch an seine Berufung zurück. An damals, als er auf der Suche war, als er andere kennen gelernt hat, die auch noch nicht so genau wussten, wohin ihr Leben gehen soll. „Zusammen haben wir dann gesehen, dass es möglich, andere Wege zu gehen.“ 

„Jesus ist das Licht der Welt.
Die Gläubigen sollen selbst Licht für andere sein“

Heute ist Pater Levi als Novizenmeister auch für die Berufungspastoral zuständig. Er möchte junge Menschen dabei ermuntern, das Kloster uns seinen Orden kennenzulernen. Denn: „Wenn mir damals nicht jemand etwas über das Ordensleben erzählt und mich nicht aufgefordert hätte, ein Wochenende im Kloster zu verbringen, ich weiß nicht, ob ich ins Priesterseminar eingetreten wäre.“ 

Und wie verbringt ein Ordensmann den Tag des gottgeweihten Lebens? Wie jeden anderen Sonntag auch? „Nein, ich werde mit allen Mitbrüdern des Klosters Freiburg zu den Kamillianern gehen und dort mit anderen Ordensgemeinschaften einige Stunden im Gebet verbringen. In meiner Predigt werde ich Jesus als das Licht der Welt vorstellen. Als denjenigen, der Licht in unsere Dunkelheit bringt. Und die Gläubigen fordere ich auf, selbst Licht für die anderen zu sein.“

Peter Hummel


Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer

Unterstützen Sie die Mess- intentionen

Täglich versammelt sich unsere Klostergemeinschaft zur Feier der Hl. Messe. Es ist eine gute, alte Tradition, dass Menschen uns ihre Gebetsanliegen anvertrauen und wir in ihrem Sinne die Hl. Messe feiern. Das wollen wir auch in Zukunft gern tun.

So können Sie uns unterstützen:

Messintentionen (PDF)
Aufnahme in den Messbund (PDF)